LARP, kurz für “Live-Action Role-Playing”, ist ein eher besonderes Hobby. Man kleidet sich gemäß der Umstände des jeweiligen Settings, in der Regel Fantasy, fährt meist für Wochenenden auf Veranstaltungen, s.g. “Cons”, und erlebt dort simulierte Abenteuer. Was für Außenstehende oft eher belustigend wirkt ist jedoch, im Kern, ein ungeheuer kreativer Zeitvertreib zwischen Improvisationstheater, Bastel- und Näharbeiten, dem Erzählen von Geschichten und etwas, was ich manchmal ganz gerne “Urlaub von sich selbst” nenne.

Zusammen mit Anke Simon und Tim Claahsen, meine zwei mittlerweile festen Kompagnons
Es gibt mittlerweile auch eine ganze Reihe mehr oder weniger seriöser Abhandlungen zu dem Thema und einige semiwissenschaftliche Essays direkt aus dem Szeneumfeld, aber das würde hier vermutlich den Rahmen sprengen.
Seit 2006 nun bin ich auch selber in dem Bereich aktiv. Im Laufe dieser Zeit war ich unter anderem an der Umsetzung des Hinter den Kulissen beteiligt, einer großen Veranstaltung in Kooperation des Condra e.V. mit dem Engonien e.V., sowie an der Umsetzung einer Reihe kleiner(er) Veranstaltungen.

Einfach mal woanders sein …
LARP bietet für mich vor allem eine weitere Form von kreativer Verwirklichung. Ob nun durch die Bücher rund ums Hobby, durch die Condra-Vereinszeitung Die Tröte oder halt wirklich Planung, Umsetzung und Spiel in all diesen fiktiven Welten.
Es ist ein Hobby, das sehr prägen kann, gerade auch wenn man selber schreibt – denn es ist doch was anderes, wenn man davon schreibt, wie der Protagonist nächtens einige Missetäter im Wald umschleicht, wenn man es selber schon einmal gemacht hat. Und wenn auch nur im Spiel.
Aber eben drum verdient LARP an dieser Stelle, obschon keine wirkliche Publikation, klar eine Nennung.

