Der Wert eines Buches

Hallo zusammen!

Nur ganz flink: Habt ihr euch das teilweise auch schon gefragt? Warum das eBook zu einem Buch für 24,95€ oftmals … nun, auch 24,95€ kostet? Wenn Lagerung, Druck, sonstige Produktion und Versand wegfallen – wohin geht die Differenz?

In die Autorenmarge? Ich habe meine Zweifel.

Amazon.com wagt nun den Vorstoß und versucht, für eBooks einen Festpreis von 10 Dollar einzuführen – zum großen Protest der Verlage, wie es scheint. Kritiker sehen in Amazons Vorstoß nur den Versuch, den hauseigenen Kindle weiter voran zu treiben und auf dem Weg dahin kollateral den gedruckten Buchmarkt zu ermorden, während andere wiederum eher darwinistisch an die Sache herangehen und sagen, dass er, wenn er halt marktwirtschaftlich sterbe, er halt sterben solle.

Ich persönlich liebe gedruckte Bücher und der Tag, an dem ich aufhöre, mir bedruckte Seiten in Regalmeter um Regalmeter ins Zimmer zu stellen wird der sein, an dem diese halt nicht mehr produziert werden. Auch verstehe ich das Konzept „Kindle in Deutschland“ noch nicht so ganz, da offenbar bisher ohnehin quasi keine deutschen Bücher dafür existieren.

Und es wirft erneut die Frage nach dem Wert eines Buches auf. Nach dem Wert eines Buches – und nach dem Wert der Arbeit eines Autoren.

Wer das aber alles mal gründlicher lesen will, als ich das gerade hier schreiben kann – auch wenn ich das sicher mal nachhole, der wird derzeit auf der Webseite des amerikanischen WIRED fündig.
Unter dem Titel „Panacea or Poison Pill“ fragt sich John C. Abell unter anderem eine sehr wichtige Frage – ist das die ehrliche Verteidigung bzw. der Angriff auf ein geradezu sakrosanktes Medium, oder ist es das verzweifelte Kämpfen einer in alten Mustern denkenden Industrie, die schon in den Bereichen der digitalen distributierten Filme und Musik bewiesen hat, dass sie das Potential neuen Konzepte nur in ihren Grundzügen verstanden hat?

Ich persönlich glaube ja, die Zukunft liegt abseits der ausgetretenen Pfade, aber im gedruckten Buch.
Warum ich das glaube, schreibe ich aber auch ein anderes Mal … und halte dazu ja auch am 18. 4. auf der RPC in Köln einen Vortrag. Nur, um das noch mal zu bewerben.

Für heute viele Grüße
und einen schönen Sonntag,
Thomas

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