Mein mediales 2010 im Rückblick

Hallo zusammen!

Vergangenes Jahr, genauer gesagt erst im Mai, hab ich die Zeit gefunden auf das damals gar nicht mehr so taufrisch vergangene Jahr 2009 zu schauen und mein liebstes Buch aus dem Vorjahr zu krönen.
Die Wahl fiel damals auf William Gibsons „Spook Country“.

Jetzt, auf 2010 zurückblickend, möchte ich die Messlatte etwas anheben und kröne nicht nur mein liebstes Buch, sondern auch noch ein Sachbuch und einen Kinofilm, die ich jeweils konsumiert habe. Dafür pro Medium etwas knapper, das ich denke, das ist okay.
Die Regeln sind dabei verhältnismäßig einfach und extrem subjektiv, wenn auch auf eine wie ich hoffe faire Weise: Es geht um Material, dass ich – ungeachtet des Erscheinungsjahres – 2009 erstmals konsumiert habe und das Siegeskriterium ist schlichtweg meine persönliche Meinung.
Aber ist ja auch mein Blog hier.
Versteht es als Vorwand, Lese- und Filmempfehlungen zu machen…

Und auf geht’s!

Bücher

Ich bleibe der Reihe treu: Das Buch, das mich 2010 sicherlich am stärksten beeinflusst hat, war William Gibsons „Pattern Recognition“, oder zu Deutsch „Mustererkennung“. Und wenn sich jemand wundert – jepp, das ist der Vorgänger zu „Spook Country“; hatte sich nur so ergeben.. Derzeit lese ich übrigens den dritten Teil der Reihe – mal sehen ob „Zero History“ kommendes Jahr hier auftaucht.
Harte Konkurrenz kam übrigens aus Polen, denn 2010 war auch das Jahr, in dem ich alles aus dem „Hexer von Riva“-Zyklus verschlungen habe, was zurzeit auf Deutsch zu haben ist. Ganz dichter, zweiter Platz – aber Gibson gewinnt durch eine besondere Eigenschaft – er schafft es, einem das Gefühl zu geben, in einer phantastischen Welt zu leben. Auch, nachdem man das Buch geschlossen hat. Es ist, als wäre Science Fiction längst Gegenwart geworden und Gibson wäre der einzige, der das volle Ausmaß dieser Entwicklung verstanden habe.

Sachbücher

Mein Gewinner hier heißt „Crush It!“ und kommt von Gary Vaynerchuk. Ich glaube nicht an den Sinn von allem, was er da schreibt und noch viel weniger, dass vieles von dem, worüber er schreibt (bzw. was er diktiert, denn das Buch ist mehr eine Transkription eines langen, freien und bisweilen vulgären Vortrags denn ein geplanter Text) in diesem Maße auf Deutschland übertragbar ist – aber der Mann propagiert vor allem eine Sache, mit der er mich immer wieder kriegt: Die Botschaft, dass man sich reinhängen muss, dass Fleiß auch heute noch zählt. Ich gebe zu, das gefällt mir. Und viele Tipps in dem Buch sind auch gut…
Randnotiz: Lieber Übersetzer – die Übertragung von „Crush it! Why now is the time to cash in on your passion“ mit „Hau rein! Erfüll dir deinen Traum und werde Unternehmer. Facebook & co. machen’s für jeden möglich“ ist ja schrecklich! Und dass das Buch einen im Deutschen Siezt auch. Und „hustle“ ist nicht Fleiß. Aber ach.
Zweiter Platz übrigens: Blake Snyder mit „Save the Cat! The Last Book on Screenwriting You’ll Ever Need“. Auch sehr gut, hat mich aber insgesamt nach dem Lesen weniger beschäftigt.

Kino

Okay, das ist bitter. Für jemanden, der es noch vor wenigen Jahren über 30 Mal im Jahr ins Kino geschafft hat, war 2010 hart, denn da waren es bei mir genau sechs Kino-Besuche. Kurz und gut: Ich glaube filmisch hat mit „Inception“ am Besten gefallen, da stimmten Inszenierung, Atmosphäre und Story für mich einfach. Wenn ich auch dennoch finde, dass der Film zu sehr gehyped wird.
Apropos Hype: Der zweite Platz geht an „Avatar“, der halt – egal wie wenig ich 3D-Filme sonst mag – einfach bombastisch aussieht. Story hat der auch eine, aber das ist ein Schau-Film, der vor allem von visueller Wucht getragen wird. Insofern auch mein zweiter Platz, mit noch subjektiveren Bonuspunkten für einen insgesamt kultigen Kinobesuch. Sei hier aber egal.

Nennung Ehrenhalber: Heimkino

Einige Nennungen, mehr oder weniger Ehrenhalber. Ist zwar alles etwas schwieriger zu überblicken, da ich 2010 echt viel gesehen habe, aber ich glaube, der Film, der mir zumindest die letzten Monate noch immer nachhängt ist „The Wind That Shakes the Barley“. Phantastischer Film.
Um den zweiten Platz können sich dann „30 Days of Night“, „Der Nebel“, „Brügge sehen … und sterben“ und „Männer die auf Ziegen starren“ kloppen. Da mag ich mich eigentlich nicht weiter festlegen.
An der Serienfront konnten mich die beiden letzten Staffeln von „Battlestar Galactica“, also der neuen Serie, sehr begeistern. Allerdings nicht so sehr wie „Dexter“, dessen zweite Staffel ich gerade noch 2010 unterbekommen habe und die ich unglaublich gerne geschaut habe.

So, das war mein jährlicher Überblick über Kram, den ich so verkonsumiert habe. Häufiger mag ich so Überblicke gar nicht machen, aber ein Mal im Jahr schadet das glaube ich nicht.

Viele Grüße,
Thomas

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