Maschwitz über Selbstverlagstum

Hallo zusammen!

Wer nur hier, und nicht auch drüben bei Eifelarea Film, mitliest, für den muss ich wohl kurz etwas weiter ausholen: Stu Maschwitz ist in erster Linie im Filmbereich tätig. Er kommt aus dem Dunstkreis von Robert Rodriguez, der gleichermaßen für Klassiker wie „Desperado“ und Stirnrunzler wie „Spy Kids 3D“ verantwortlich ist. Maschwitz seinerseits hat bei ILM angefangen, ist dann aber irgendwann von dort weg und hin zum freien Arbeiten gewandert. Wichtiger für mich persönlich ist, dass er ein Buch geschrieben hat, das ich durchaus sehr empfehlen kann, nämlich den DV Rebel’s Guide: An All-Digital Approach to Make Killer Action Movies on the Cheap.

Exkurs im Exkurs: Ich bin immer mal gefragt worden, warum ich Einfach Filme machen geschrieben habe, bzw. warum mir das so ein Anliegen war. Die kurze und relativ egoistische Antwort ist, dass ich selber so ein Buch hatte haben wollen, es aber nicht fand. Ergo musste ich mich halt aufraffen und den Berg zum Propheten bringen, sozusagen.
Auch der DV Rebel’s Guide war nicht dieses Buch. Mal davon abgesehen, dass ich gerade beim deutschen Markt dieses Defizit wahrnahm, sind mir bei Maschwitz auch eigentlich der Fokus zu eng und die Budget-Vorstellungen noch zu hoch angesetzt. Dennoch ist es ein hervorragendes Buch.
Wenn mich also wer fragt, welches Buch er kaufen soll, sag ich natürlich: Meins. So viel Egoismus muss gestattet sein.
Wenn er aber zwei Bücher kaufen will und bereit ist, für das zweite eine durchaus höhere Summe zu bezahlen, dann würde ich den Guide jedem angesehenen und klassischen Fachwerk vorziehen.

So, Maschwitz ist also dufte und sein Buch auch. Was nun?
Er hat ein Blog, ProLost, das ich immer gerne verfolge und auf das ich hier ja auch schon zwei Mal verwiesen habe. Dort ist nun am Donnerstag ein Artikel erschienen unter dem schwungvollen Namen „Buy a Kindle, Be a Part of Something Important, And Maybe Even Write a Book“. Okay, semi-schwungvoll.
Kindle-Spezifisch geht es dort um eBooks, was in Übersee ja noch immer eine viel größere Sache zu sein scheint als bei uns, die wir uns das Leben ja nun auch durchaus an genug Stellen derzeit echt schwer machen; sei es nun der Börsenverband, der eBooks in die Buchpreisbindung aufnimmt (Achtung, tiefer Link auf PDF-Datei) und daher digital-analoge Bundles unmöglich macht, oder sei es die GEMA, die in vorauseilendem Ungehorsam schon mal klar macht, dass es ohne sie kein Cloud-basiertes iTunes geben wird.

Nun ja, Themen für andere Postings.

Maschwitz’ Artikel ist ganz spannend, zitiert eine andere spannende Stelle, hat mir augenzwinkernd verraten, dass unter den von mir veröffentlichten Büchern sowohl „cult classics“ als auch „breakout hits“ sind, verrät ein bisschen was darüber, wie schwer es ist, die Rechte am eigenen Werk zu behalten und, ja, ist einfach einen Blick wert.

Viele Grüße,
Thomas

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