Ich habe außerdem lektoriert: Was für Saphir im Stahl, und mehr

Hallo zusammen!

Genau genommen gerade im Moment noch im Zuge der Fertigstellung ist ein Lektorat für Saphir im Stahl, wo ja gerade erst der von mir bearbeitete Im Schatten des Blutmondes erschienen ist.
Der neue Titel jetzt ist etwas anderes, aber ich will mal noch nicht zu viel sagen. Einerseits weil die Arbeit noch in letzten Handgriffen läuft, aber auch sowohl, weil der Verlag es noch nicht angekündigt hat, als auch, weil wir noch immer gemeinsam nach dem perfekten, endgültigen Titel sorgen.

Aber so viel: Es ist ein Science-Fiction-Roman, der die Bezeichnung verdient. Und es ist ein Liebesroman, auf seine Weise. Und in beiden Bereichen fand ich ihn richtig gut.
Er schafft es, einen bei der Beziehung wirklich mitfühlen zu lassen – was manchmal schön und manchmal schmerzlich ist – und zugleich sowohl philosophische Fragen als auch technische Überlegungen so geschickt zu verwickeln, dass das Endergebnis eine durchweg packende Lektüre war.

Ich freue mich jetzt schon, den Titel zu nennen, sowie er offiziell wird.

Das gilt übrigens nach wie vor auch für einige andere erledigte Aufträge. Unter anderem das noch immer nicht näher benannte Buch, was ich mit Michael Mingers zusammen bearbeitet habe, sowie eine weitere Sache, an der ich derzeit nach wie vor für Mantikore schleife. Und dann gibt es ein Manuskript, dass ich für einen für mich neuen Verlag bereits letztes Jahr fertig gestellt habe, aber zu dem ich auch im Moment noch nichts sagen kann.

Wow, das ist mal ein unbefriedigender Beitrag.
Aber ich halte euch auf dem Laufenden – viele schöne Bücher kommen da 2012 mit großen Schritten heran.

Morgen aber sage ich erst mal noch etwas zu meinem eigenen, nächsten Buch, Schleier aus Schnee, denn da gibt es Neuigkeiten. Und im Anschluss dann, irgendwann am Wochenende, kommt endlich der versprochene Beitrag mit ein paar Infos allgemein rund ums Thema „Objekt Buch“, die vielleicht dem einen oder anderen noch unbekannt sind.

Viele Grüße,
Thomas

6 Gedanken zu “Ich habe außerdem lektoriert: Was für Saphir im Stahl, und mehr

  1. Noch so ein Genre, bei dem ich eher skeptisch bin. Philosophie in der SF geht nach meiner Erfahrung meistens schief.
    Aber SF-Liebesroman klingt nett. Wenn es nicht gerade so gruselig gemacht ist wie bei der Frau des Zeitreisenden…

    • Das mit der Science Fiction und Philosophie finde ich eine interessante Einschätzung; ich persönlich finde, es gibt kaum ein Genre, dass der Philosophie näher steht als gerade die Science Fiction. Ich meine, jede Dystopie steht im Grunde an einem Punkt, der es unmöglich macht, nicht auf moralisch-ethische Fragen einzugehen, und kein Genre hat sich vermutlich mehr mit erkenntnistheoretischen Fragen auseinandergesetzt.
      Klar, es gibt Negativbeispiele und Baudrillard etwa hat sich ja durchaus mit gutem Grund von der Inanspruchnahme durch die Wachowski-Brüder in „Matrix“ distanziert, aber es ja auch auch durchaus seinen guten Grund, dass effektiv sehr frühe Science-Fiction-Schriften – ich denke da an Morus‘ „Utopia“ und Campanellas „Sonnenstaat“ – heute zur Kanonliteratur der Philosophie gehören.

      Und zum Liebesroman – ich habe das Wort relativ bewusst und mit Überlegung gewählt. Es ist keine Romanze im Sinne der literarischen Untergattung und es verzichtet zum Glück auf all die lauen Kunstgriffe wie „Das Missverständnis im letzten Akt, das für unmotiviertes Drama sorgt, als alles an einer Kleinigkeit zu scheitern droht“, die für mich das Genre generell so unleidig machen. Vielmehr schildert es die Annäherung zweier Menschen aneinander. Nur halt in einem futuristischen Kontext.
      Mir hat das gut gefallen.
      Und drum mach ich jetzt auch mal mit der vermutlichen End-Bearbeitung des Manuskriptes weiter.

      Viele Grüße und Danke für das neuerliche Feedback,
      Thomas

      • Natürlich, den Zusammenhang sehe ich auch. Aber eben deshalb sehe ich das Genre auch sehr skeptisch, weil die Autoren da meistens kläglich versagen, zumindest die, die ich kenne. Aber vielleicht liegt das auch nur an meiner etwas eigenen Meinung zur Philosophie.
        Zum Liebesaspekt: Ich hatte jetzt kein Bridget Jones erwartet. Fand nur einfach die Kombination nett. Ich hab ja auch mal eine Liebesgeschichte im weiteren Sinne geschrieben, mit der ich mich ziemlich wohlfühle, und stehe dem Thema seitdem durchaus offen gegenüber, wenn es gut gemacht ist.
        Viel Erfolg mit dem Manuskript..

      • Es ist vermutlich auch die Frage, inwiefern man in dem Sinne „Versagen“ definieren möchte. Sicherlich können Thesen einfach falsch sein, im logischen Sinne etwa wenn sie von falschen Prämissen ausgehen oder von richtigen Prämissen auf falsche Konklusionen schließen; gar keine Frage. Aber ich habe halt auch schon manches Buch gelesen, wo ich dem Autor nicht zugestimmt hätte, wo ich auch vielleicht der zum Ausdruck kommenden Weltsicht – denn man darf nicht vergessen, dass ein fiktionaler Autor sehr große Kontrollen darüber hat, welche Prämissen nun in seinem Text gültig sind – widersprochen hätte, aber wo ich die Auseinandersetzung damit nichtsdestotrotz sehr spannend fand.
        Wir gewinnen ja auch nicht dadurch, dass wir die Philosophie in „richtig“ und „falsch“ kategorisieren – rein als Beispiel, nichts was ich dir unterstellen wollen würde, sondern einfach eine Haltung, die das Internet allgemein durchaus ja gerne Mal zur Schau stellt – sondern dadurch, dass wir letztlich werten, ob eine These vertretbar oder nicht vertretbar ist und, in beiden Fällen, reflektieren wie wir letztlich zu diesem Urteil kommen.
        So jedenfalls grundsätzlich mein Ansatz.

        Und danke, die Arbeit geht gut voran.

        Viele Grüße,
        Thomas

      • Ich meinte das gar nicht so sehr im Sinne von richtig und falsch, sondern mehr in dem bescheideneren Sinn, dass ich mich gerade nicht erinnern kann, mal eine SF-Geschichte mit einer philosophischen Fragestellung gelesen zu haben, die mich interessiert hätte. Angedeutet ist das in Ordnung, aber die Autoren, die ich kenne, haben mich immer gelangweilt, wenn sie ihre Anliegen vertiefen wollten.
        Das mag allerdings daran liegen, dass ich ohnehin kein großes Interesse an Philosophie habe.

      • Na gut, das mag natürlich sein. Ich hab’s nicht ohne Grund studiert, insofern bin ich da vermutlich dankbareres Publikum.
        Es gibt denke ich zwar Fachbereiche abseits der Literaturwissenschaft, die wirklich viel aus der SciFi mitnehmen können: einerseits die Philosophie, andererseits die politische Wissenschaft. Oftmals sogar mit den gleichen Texten.

        Aber klar, auch hier obsiegt im Endeffekt beim privaten Leser eh in erster Instanz immer der persönliche Geschmack.

        Viele Grüße,
        Thomas

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