Mein kreatives Zentrum: Arbeitsplatz anno 2012

Hallo zusammen!

Wer schon lange hier mitliest, kennt den Brauch ja schon – das gelegentliche Vorstellen des Ortes, an dem im Grunde all mein kreatives Schaffen stattfindet, also das Schreiben, das Lektorieren, das Layouten, die Fotoarbeiten, die Filmbearbeitung und das [kann ich öffentlich noch nichts zu sagen], all das halt hier.
Zuletzt habe ich einen entsprechenden Beitrag im Januar 2011 geschrieben, also ist es wohl noch mal Zeit für ein Update.

Das wiederum wollte ich eigentlich sogar schon vorgestern geschrieben haben, aber dass dann in der Nachbarwohnung von neun Uhr morgens bis ca. fünf Uhr nachmittags die Klingel klemmte, war meinem Arbeits-Zen soweit abträglich, dass ich erst weiter etwas fleißig sein musste, bevor ich mir selber erlaubt habe, hier zu spielen. Das nachfolgende Foto ist nun bereits von Dienstag und das ist, zumindest in Bezug auf meine Pinnwand, schrecklich veraltet, aber ich denke außer mir merkt das ja doch eh keiner:

Mein Arbeitsplatz, Juli 2012

Wer den alten Beitrag noch im Kopf hat (oder oben den Link geklickt hat; wäre mal eine interessante Nutzer-Empirie, ob Leute Links in alternative Tabs öffnen, sie dort jeweils direkt, oder nach dem Hauptartikel lesen, oder direkt abbiegen, wenn sie eine Kreuzung sehen – aber ich schweife ab), wird feststellen, dass sich diesmal so viel gar nicht geändert hat. Aber gut, anders als zwischen den letzten beiden derartigen Postings gab es diesmal ja auch keinen Umzug meinerseits. (Zum Glück!)

Aufgenommen hab ich das Foto übrigens um 7:35 morgens, da ist das Licht am schönsten, wenn es sich gerade genau gegenüber im Fenster langsam über die gegenüberliegenden Hausdächer arbeitet. Wundervoll.
Schaut man sich das Bildnis an, so dürfte vieles selbsterklärend sein. Neu gegenüber dem letzten Mal sind die beiden „Buchareale“: Links oben die Wörterbuchfront mit vier Duden, einem weiteren Rechtschreibband und einem weitren Universalwörterbuch, dem Wahrig-Fremdwörterbuch, einem Grammatik- und zwei Synonymnachschlagewerken. Lebenswichtig. Davor liegt übrigens – dieses kleine schwarze Etwas – auch mein Kondesator-Mikro, mit dem wir beispielsweise die okkulten Stimmen für unser LARP-Con Spiel mit dem Vertrauen und den Audiobuch-Auszug aus dem Dorpendium Maleficarum als Aprilscherz 2012 aufgenommen haben. Tolles Gerät.
Die rechte Bücherfront wiederum ist ein gemischteres Feld. Da ist ein Buch, das große Schwarze in A4, worin ich alle meine eigenen Bücher konzipiere, sowie ein kleines Rote in A5, worin ich Notizen zu etwas sammle, zu dem ich frühestens nächstes Jahr was sage. Dann einige Bücher für diverse laufende Projekte, die ich aber eben drum zensieren musste, sowie – mehr aus Mangel an alternativen Plätzen und als Erinnerung – eine VHS-Kassette! Das Retro-Medium, in das schon die Steinzeitmenschen vor Jahrmillionen mit ihrem Meißeln Filme eingehämmert haben, ist Heimat der Arte-Doku „Der Fall Lovecraft“, die ich derzeit gut nutzen kann, aber nicht anderweitig habe.

Der Rechner ist wie schon seit vielen Jahren mein mittlerweile relativ rüstiger MacMini, die Boxen sollten die gleichen sein, die Lampe ist die gleiche. Die externen Platten sind mehr geworden (Hilde ist Schuld), allerdings auch alles nichts, was Freunde guter Technik begeistern würde. Der Text auf dem Monitor ist die neulich schon erwähnte, in Arbeit befindliche Kurzgeschichte, deren Titel sich noch nicht entschieden hat.
Nennenswerte Besonderheiten sind wohl nach wie die „Maunz“-Tasse , die mir eine gute Freundin mal handbemalt hat, das grünlich-türkise Dingen daneben (es ist ein metallener Schlüssel, dessen Reide man als Flaschenöffner nutzen kann und der, wenn man am Bart zieht, einen Korkenzieher preisgibt) sowie die beiden Kartons oben. Das ist ausnahmsweise kein Unwille aufzuräumen, sondern eher Teil der Dekoration, sind doch beides nette Kleinode der Fototechnik – über die Verpackung der EF 50mm f/1.8 II-Kiste hatte ich hier ja schon mal philosophiert; die schmale PX600 Silver Shade-Verpackung davor hingegen ist von dem schwarzweißen Polaroid-Film, den ich vor einer Weile mal gekauft habe, um meine Polaroid 636 mal wieder flott zu machen.

Dann: Die Pinnwand. Die ist thematisch sortiert, oder sagen wir „nach Bauchgefühl sortiert“. Links die eigenen Buchprojekte und der Tanzverein, die mittleren, oberen zwei Drittel Verlags-Aufträge (auch hier: was nicht bekannt ist, ist verpixelt) und darunter sowohl Eifelarea als auch Condra, rechts meine schon mal erwähnte Arbeit über anthropomorphe Fisch-/Menschhybriden, geplante Magazinartikel und die DORP.
Das ist ein ziemlicher Lebensmittelpunkt, das Teil. Aber auch unverschämt nützlich und ich habe ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wie ich ohne leben konnte. Der Eifelarea-Block hat übrigens deshalb so wenig Raum, weil Hilde und die Glocken der Amazonen tatsächlich eine eigene Pinnwand hat, die allerdings links außerhalb des Bildes hängt.
Und apropos hängen – der Kalender links ist, wie schon im Vorjahr, einer zum Einstecken eigener Fotos; der Juli zeigt Saltatio beim Auftritt in der Eifel letztes Jahr. Das Bild daneben zeigt eine der Aufnahme aus einer der Foto-Ballett-Reihen mit Anke, wobei der generelle Plan ist, mich mit den kleinen Rahmen irgendwann der Pinnwand entgegen zu arbeiten, was allerdings in letzter Zeit etwas am Zeitmangel gescheitert ist.

So, ich hoffe, das war halbwegs informativ für alle, die meinen kleine Leidenschaft zum Arbeitsplatz-Voyeurismus teilen. Auch wenn ich mir noch immer unsicher bin, wovon eigentlich genau die Faszination letztlich ausgeht.

Interessant ist aber, dass andere Leute das ja durchaus auch teilen. Adam Savage – ihr wisst schon, der tolle Kerl mit dem gleichermaßen wundervollen wie allenthalben zu oft zitierten Ausspruch zur Realität – hat ja den Begriff „Man Cave“ für seine Werkstatt … na, weniger geprägt, als vielmehr von Guillermo del Toro übernommen. In jedem Fall ist das ein Thema, mit dem er mittlerweile sogar eine eigene Webshow füllt; wenn er auch ehrlich cooleren Kram hat als meinereiner.

Wobei ich das, was er auch als so wichtig empfiehlt – das Sich-Umgeben mit Dingen, die einen inspirieren und erfreuen, ja durchaus auch teile. Im Buchregal gegenüber meines Schreibtischs liegen nicht umsonst auch eine ganze Reihe abstruser Kleinode, die einfach der Laune dienen. Aber das ist denke ich wenn mal ein Thema für einen anderen Beitrag.

Viele Grüße,
Thomas

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