Objektiv betrachtet

Hallo zusammen!

Ich mache ja gerne Fotos. Das sollte für alle, die nicht erst seit heute hier mitlesen, recht schnell offenbar geworden sein. Das tue ich aus einer Reihe von Gründen, manche davon esoterisch und dennoch mal einen eigenen Beitrag wert („Ich verwende das Medium Foto in dem Versuch, Leuten zu zeigen, warum ich die Welt schön finde“), manche aber auch weitaus prosaischer.

Ein technisch nicht wirklich herausragendes, mir aber dennoch sehr ans Herz gewachsenes Objektiv

Ein technisch nicht wirklich herausragendes, mir aber dennoch sehr ans Herz gewachsenes Objektiv

Ein Aspekt, der mich schon lange sehr fasziniert, ist aber in gewisser Weise die direkte Auswirkung, die das verwendete Gerät auf das abgebildete Motiv hat. Beispielsweise also ganz konkret das Objektiv, mit all seinen technischen Daten von Blendenzahl bis Brennweite.
Nun bin ich sicher kein Techniker. Ich kenne zwar die ganzen Grundregeln, weiß um die Auswirkung der genannten technischen Daten ebenso wie um die diversen mehr oder weniger akkuraten Merksprüche von „Die Sonne lacht – Blende 8“ bis „Blende 8 – gute Nacht“, aber im Endeffekt mache ich die meisten Sachen aus dem Bauch heraus.
Es braucht sicher ein wenig das technische Sachverständnis, um eine technische Intuition entwickeln zu können, aber all das ist für mich im Endeffekt immer eine Sekundärebene.

Das Objektiv bedingt die Form der Linsenreflexion (aufgenommen im Schwarzwald)

Das Objektiv bedingt die Form der Linsenreflexion (aufgenommen im Schwarzwald)

Dennoch sind gerade Objektive eine Quell endloser Faszination für mich, einfach weil die verwendete Technik in absolut direkter Verbindung zum Foto steht. Manches ist denke ich vielen noch klar, etwa halt dass ein Weitwinkelobjektiv einen sehr, nun, weiten Bildausschnitt abbildet. Aber das etwa die schönen Sterneindrücke von Fotos gegen die Sonne eine direkte Folge der Blendamellen sind und die Anzahl der Sternzacken der Anzahl der Lamellen entspricht, finde ich nach wie vor spannend.
Derzeit läuft ja jetzt der neue „Star Trek“ im Kino und wenn der so ist wie Teil 1, dann wird es dort sehr viele Linsenreflexionen geben. Dass diese in Form und Farbe ebenfalls eine direkte Konsequenz des verwandten Objektivs sind, ist ebenfalls spannend, finde ich.

Mir sind in letzter Zeit zudem gleich zwei Videos begegnet, die sich dem Thema auf ganz unterschiedliche Art und Weise annehmen und die ich beide zeigenswert fand. Auf der einen Seite ist da Adam Savage. Den kennen viele durch Mythbusters und den hab ich hier auch zuvor schon verlinkt; in dem nachfolgenden Video auf Tested.com stellt er halt seine Foto-Ausrüstung vor; und ich könnte mir vorstellen, die Leidenschaft, mit der er das macht, könnte sogar den Uneingeweihten ein wenig vor Augen führen, wo der Reiz liegen könnte.

Das andere Video kommt aus einer etwas anderen Richtung. Wir hatten hier ja schon Videos von Autor John Green; John hat einen Bruder namens Hank, der ebenfalls Videos macht. Er hat einmal ein Video über seine Objektive gemacht und da, wo Savage Liebhaber filigraner Technik ist, ist Hank pragmatischer Videoblogger.
Das ist eine ganz andere, aber ich denke nicht minder interessante Perspektive.

Es gibt auf Youtube allein sicherlich ein paar Dutzend techniktheoretisch bessere oder auch sinnvollere Videos zum Thema Objektive; im Zweifel einfach mal nach „camera lenses“ oder so suchen. Aber mir ging es ja nicht um die Technik, sondern vielmehr um die Zugeneigtheit zum Objekt an sich, die Zuneigung zur haptischen Seite der Fotografie.
Und ich denke, da sind die beiden eine gute Wahl.

So, und die nächsten Male geht’s wieder um Bücher, sowohl eigene und mit-betreute Titel. Versprochen.

Viele Grüße,
Thomas

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