Mir fehlen noch immer die Worte, aber es war toll

Hallo zusammen!

Tanz, Musik, Kostüm, Maske, Beleuchtung und Bühnenbild-Projektion – hier kam alles zusammen

Tanz, Musik, Kostüm, Maske, Beleuchtung und Bühnenbild-Projektion – hier kam alles zusammen

Am Wochenende fand, das schrieb ich hier und da, die große Ballett-Aufführung „Das kleine Einhorn“ vom Ballett-Atelier in Stolberg statt. Eine wirklich große Veranstaltung über zwei Tage, in einem großen Festsaal, mit enormem Aufwand und extremer Liebe zum Detail.
Ich war im Grunde sicher, dass es eine schöne Veranstaltung werden würde; aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie immens es mich beeindrucken würde.

Fangen wir vorne an. Ich war, neben den Fotos auf der Veranstaltung und zuvor für das Programmheft, mit zwei Videoprojekten stärker eingebunden, als das etwa in den Vorjahren bei den Open-Airs der Fall gewesen war. Die eine Arbeit hatte ich hier schon mal als „Geheimprojekt“ bezeichnet – ich habe jetzt ein halbes Jahr lang die Proben dreier Solisten-Gruppen mit der Kamera begleitet, um daraus ein großes Dankeschön für die sich ewig aufopfernde Leiterin des Ateliers zu fertigen. Das ist jetzt noch mit Aufnahmen der Aufführung zusammen in der letzten Phase, wurde ihr aber am Wochenende schon mal vorgestellt und so kann ich das Kind nun beim Namen nennen.
Es ist sehr, sehr schön geworden, denke ich.

Ruhige getragene Momente …

Ruhige getragene Momente …

Und dennoch ist es das andere Video-Projekt, was noch stärker prägend war. Während der gesamten Aufführungen wurde anstelle eines festen Bühnenhintergrundes jeweils etwas an die Rückwand projiziert; oftmals ein Standbild, um zusammen mit der Beleuchtung die Stimmung zu transportieren, aber in insgesamt acht Fällen auch bewegte Videos. Die habe ich auch gefertigt und trotz mancher Nerven, die uns dann die praktische, technische Umsetzung der Projektion in der Halle selber während der Samstags-Generalprobe noch gekostet hat, war das Ergebnis unfassbar befriedigend. Wirklich, wirklich gute Tänze auf der Bühne zu sehen während im Hintergrund auf einer wirklich riesigen Leinwand eigene, gedrehte Filme ablaufen, das … war eine besondere Erfahrung.

… und Dramatik

… und Dramatik …

Aber es so zu beschreiben, das ist technisch, das ist inhaltlich akkurat, aber das wird dem Gesamterlebnis nicht einmal im Ansatz gerecht. Es gibt eine Menge, die alles rund um Aufführungen dieser Art besonders macht – das betrifft etwa auch die Theater-Veranstaltungen, bei denen ich involvierter war –, eine besondere Atmosphäre, die man bei nichts anderem in vergleichbarer Form erlebt. Doch gibt es noch eine Qualität darüber hinaus, die ich nur selten so direkt erfahren habe. Ein Gefühl von roher, emotionaler Intensität, ein regelrechter Überschuss davon, der aber nicht nur in Jubeleuphorie gipfelt, sondern gewissermaßen auf allen Gefühlskanälen gleichzeitig feuert.
„Das kleine Einhorn“ hat, trotz seiner teils kindlichen und vielleicht etwas surrealen Handlung, oder auch gerade darum, diesen Nerv absolut getroffen. Es hat eine ganze Reihe Gänsehautmomente gehabt, und es steckt eine unwahrscheinlich große Kraft in einer Geschichte, in der – abstrahiert im Tanz erzählt – eigentlich vor allem Kinder ausziehen, um einige Kristalle zu sammeln, damit sie das Einhorn retten können.
Und ich bin absolut dankbar dafür, an diesem Großprojekt beteiligt gewesen zu sein.

Das liegt aber sicher auch daran, dass die Dankbarkeit in diesem Sinne durchweg in beide Richtungen fließt. Ich war gestern Abend noch mal im Atelier und hab dort einen ersten Wurf Fotos und ein erstes Video gezeigt. Die Neugierde der Leute, die Wertschätzung, die dort all die Arbeit erfuhr, aber auch das Gefühl, gemeinsam so etwas Großes auf die Beine gestellt zu haben, ist alle Mühen wert.

… und alles verbunden im Tanz.

… und alles verbunden im Tanz.

Manche Projekte bearbeitet man, bringt sie zur Vollendung und schließt sie damit ab. Aber manche Projekte hängen noch einige Tage nach, während sich die ganzen Sinneseindrücke noch einen Platz suchen, sich zu setzen. Dies hier ist in jedem Fall ein Beispiel für die letztere Variante.
Damit dieser Artikel aber nicht nur aus esoterisch anmutenden Gedankengängen besteht, habe ich zumindest ein paar allererste Fotos aus der Stadthalle ergänzt. Versteht sie nicht einmal als exemplarisch für die Aufnahmen, die veröffentlicht werden sollen – da ist noch nichts gesichtet, noch nichts endgültig bearbeitet. Nehmt es als erste Sinneseindrücke.
Und sowie die „richtigen“ Bilder kommen, melde ich mich.

Viele Grüße,
Thomas

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