Ich fühle mich ruhmreich – ein Rückblick auf die RPC 2015

Hallo zusammen!

Es gibt so viel zu erzählen, aber fangen wir doch mal mit dem schweren Gerät an: Ich wurde erkannt! Im Zug, Sonntag, auf dem Weg zur Messe! Von einem DORPCast-Hörer. Ich meine, wie unfassbar cool ist das denn?
So also fühlt sie sich an, diese „Entschudligung, sind Sie nicht …“-Frage. Abgefahren.
Der Hello-Internet-Podcast hat neulich (ich glaube hier, aber wer HI kennt wird verstehen, dass das gerade schwer zu rekonstruieren ist) darüber gesprochen, wie schwierig das ist, in solchen Momenten gewappnet zu sein und das richtige zu sagen, aber was definitiv am Ende erst mal bleibt ist schlicht immense Freude.

Die Ruhe vor dem Sturm – scheuseliges Handyfoto vor der Eröffnung am Samstag

Die Ruhe vor dem Sturm – scheuseliges Handyfoto vor der Eröffnung am Samstag

Und das überträgt sich auch direkt zu im Grunde ausnahmslos allen Erfahrungen am DORP-Stand. Die RPC war in der Tendenz schon immer ein guter Ort für uns, um uns zu präsentieren, aber so einhelliges, zahlreiches und vielfältiges Lob wie dieses Jahr habe ich glaube ich da noch nie erfahren. Ich hatte im letzten DORPCast darum gebeten, dass Hörer ruhig mal Hallo sagen sollten und wow wurde das wahrgenommen. Schwer cool!
Es hat riesig Spaß gemacht, sowohl Teile der schweigenden, anonymen Hörermasse als auch Teile der semi-anonymen, kommentierenden Hörermasse mal von Angesicht kennenzulernen. Ihr seid alle super!

Überhaupt ist die Messe für mich ja traditionell ein ausgeprägtes Socializing-Event und das war dieses Jahr nicht anders. Ich möchte eigentlich nun gar nicht alle beim Namen nennen, weil ich dann sonst doch nur wieder jemanden vergesse, und unfair ist es noch dazu, irgendwie. Daher eher pauschal: Es war cool mit euch!
Auch spannend fand ich, dieses Jahr erstmals selbst interviewt zu werden. Gut, ein „Die DORP interviewt sich selbst“-Video haben wir auch wieder aufgenommen, aber nein, zwei weitere Interviews hab ich noch gegeben; sowie die online sind, wird hier natürlich artig getrommelt!
Wohl explizit genannt gehört aber meine Mit-DORP. Wir hatten dieses Mal doch die eher seltene Stand-Verstärkung durch Matthias, sodass wir mit fünf Leuten an unserem ohnehin im Vergleich zu den Vorjahren massiv schickeren Stand – danke an DORP-Chef Tom für die Auslage der Rollups! – endlich auch mal personell ausreichend für die zwei anstrengenden Tage gerüstet waren. Wenn keiner alleine am Stand sein soll und zugleich zwei eigentlich immer für DORP-TV die Runde machen, ist das sonst halt naturgemäß immer schwierig.
Aber so war es cool und wie ich fand richtig entspannend.

Und die Messe selbst?
Wie jedes Jahr war sie laut und etwas konfus, wenngleich wie ich persönlich fand durch eine erneute Umorganisation des Aufbaus unglaublich unübersichtlich. Es ist mit meinem Orientierungssinn in urbanen Gefilden ja bekanntlich nicht weit her, aber alter Schwede hab ich mich nicht zurechtgefunden.
Dass man auf der RPC nichts mitbekommen ist hingegen ja schon traditionell. Michael und ich haben unseren Tiefpunkt vom Vorjahr, als wir am DORP-Stand saßen und per Smartphone auf Facebook die RPC-Neuigkeiten lasen, weil wir vor Ort nichts abseits der Stände gebacken bekamen, nicht wiederholt, aber dass beispielsweise Vampire: Die Maskerade, an dem ich ja nun auch maßgeblich mitarbeite, einen RPC-Jury-Award in der Kategorie „Most promising“ erhalten hat, ist gleichsam völlig cool und vor Ort vollständig an mir vorbeigegangen.

Der DORP-Stand anno 2015 in all seiner Pracht – ich denke, wir machen uns!

Der DORP-Stand anno 2015 in all seiner Pracht – ich denke, wir machen uns!

Das Cosplay war wie jedes Jahr beeindruckend, die Marktstände draußen boten wenig Überraschungen, dafür aber auch viel Bewährtes und noch immer frage ich mich, ob das eigentlich coole Gigs für die Musiker sind oder nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein schwieriges Publikum ist, wenn ich bedenke, dass wohl ein guter Teil der Leute, die um die Open-Air-Bühne herumstehen, gar nicht wegen der Musik, sondern vor allem wegen der Fressbuden dort sind. Versuche der Publikumsinteraktion marke „Und jetzt die Männer!“, die ich gesehen habe, wirkten jedenfalls leider teils etwas verloren. Andererseits ist es halt schon irgendwie kultig, wenn man beispielsweise loszieht, sich Mittagessen zu besorgen und dann effektiv hinter einem gerade Tanzwut die Bühne rocken.
Ein guter Gig schien es dagegen für meine schreibenden Kollegen zu sein, die Lesungen vor Ort hatten. Habe jedenfalls allerlei Gutes gehört. Ich für meinen Teil bin aber froh, die Workshops auf der RPC vor einigen Jahren vorerst eingestellt zu haben; es macht dort einfach mehr Laune, mit Leuten am Stand zu sprechen.

Diverse dieser Punkte werde ich en detail auch noch mal mit Michael zusammen im kommenden DORPCast besprechen, der eben wie immer die jährliche RPC-Folge werden wird. Kurzum für hier und heute: Ich hatte Spaß, ich habe super-viele tolle, teils neue und teils bekannte Leute getroffen, die Resonanz auf DORPCast und 1W6 Freunde ist überwältigend positiv – ich hatte ein phantastisches Wochenende.

Ich freu mich auf nächstes Jahr!
(Unser DORPiger nächster Termin ist aber wie jedes Jahr die Feencon in Bonn Anfang Juli; da sind wir dann auch wieder mit Stand zugegen.)

Viele Grüße,
Thomas

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