Turbolento – Nachdem der Staub sich legte

Hallo zusammen!

Wer mir auf sozialen Medien, vor allem vermutlich Twitter, über das Wochenende und/oder danach gefolgt ist, der weiß schon, dass wenig, was ich öffentlich seither in die Welt geworfen habe, nichts mit Turbolento zu tun hatte. Und insofern will ich den Bogen hier auch gar nicht noch viel weiter strapazieren, aber zumindest ein Resümee hat auch diese Seite noch verdient.

Es war großartig!

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Gut, vielleicht etwas mehr Resümee. Es war, das will ich gar nicht verleugnen, im Vorfeld viel Arbeit. Gar nicht im gleichen Sinne wie es natürlich für die Tänzerinnen und Tänzer viel Arbeit war, Proben, Tanzen, und Trainieren. Auch nicht im Sinne der Verwaltung, der Planung, der Choreographie. Aber dennoch: Viel Arbeit.
Viele Sonntage, die ich im Atelier zugebracht habe, Videoaufnahmen auch an einigen besonderen Orten hier in der Städteregion wie etwa am Indemann (für jene, denen es was sagt), der Schnitt und die finale Aufbereitung der Videos. Und was mir rückblickend bereits auffällt, wenn ich das hier schreibe, ist, dass es, obschon es viel Arbeit war, schon da viel Spaß gemacht hat. Es ist ja für mich ein reines Hobby-Projekt und insofern muss Spaß ja eine Rolle spielen, wenn ich mich viele Sonntage früh morgens aus dem Bett quäle, um dort zu sein. Aber das war ja nur der Vorlauf.
Dann ging es in die Stadthalle in Stolberg – ein zweites Mal für mich – und was folgte, war ein langes, euphorisches, anstrengendes Wochenende. Zwei Tage, die ich gegen 7:45 bereit war, abgeholt zu werden und zwei Tage, die ich dann zwischen 21 und 23 Uhr zurück war. Mit wenig Schlaf dazwischen, weil Bildmaterial gesichert, SD-Karten formatiert und Akkus geladen werden mussten. Und dennoch merkte ich schon da, dass es unglaublich viel Spaß macht. „Eustress“, sagt man glaube ich dazu.

IMG_8905 WebEs kamen bei diesem Projekt zwei Faktoren zusammen, die es für mich so besonders gemacht haben. Einer davon sehr intellektuell, der andere sehr persönlich.
Zum einen, das ist der Erstgenannte, ist es eine wundervolle Form gewesen, sich künstlerisch auszuleben. Die Geschichte, die Erzählung von Regisseurin Marion Delonge, aber auch die Verwirklichung ihrer Ideen in den Choreographien, allgemein das Erzählen durch Tanz war großartig. Es gewissermaßen durch meine Videos noch unterstützen zu können, umso mehr. Wir hatten damit erste Gehversuche beim kleinen Einhorn gemacht, aber wo das eher noch ein Feldversuch war, kam das Lehrgeld Turbolento vollends zugute. Insofern war, klar, der Kunstschaffende in mir vollends an Bord.
Dennoch ist das im Grunde beinahe zweitranging; faktisch vermutlich gleichauf, aber es fehlt noch der Faktor, der es dann schließlich auf neue Höhen hebt: All die Leute dort sind ein Traum. Mit ihnen zu Arbeiten ist phantastisch, aber auch einfach miteinander Zeit zu verbringen ist angenehm und – vielleicht als Kreisschluss zwischen beiden Punkten – auch inspirierend. Das schließt alle mit ein. Die Verantwortlichen von Kids on Stage, aber auch Tänzerinnen und Tänzer, die Bühnentechniker und -helfer – alle halt. Auch das Maß an Dankbarkeit für die Leistungen untereinander ist herausragend gewesen; wenn eine „Hauptdarstellerin“ den Foto- und Videomenschen bekniet, doch auch einen Blumenstrauß als Dank anzunehmen, spricht das glaube ich Bände.

IMG_9201 WebIch bin ungemein zufrieden damit, wie es mit Turbolento gelaufen ist. Und – das muss man vielleicht auch noch mal betonen – das sage ich nicht herabblickend auf andere Projekte, die ich mit anderen Gruppen umgesetzt habe. Aber diese Aufführung hat die Messlatte definitiv noch mal ein Stückchen nach oben versetzt.
Keine Frage, dass ich dabei bleiben werde. Ich denke nicht, dass wir da bereits die Oberkante dessen erreicht haben, was wir gemeinsam umsetzen können. Und so erschöpft ich war, so viel Arbeit wir alle damit hatten, ich bin ungeheuer dankbar, dass wir dies gemeinsam unternommen haben.
Dankbar für sehr viel Vertrauen.
Dankbar für sehr viel Wertschätzung.
Dankbar für Dankbarbeit.
Und dankbar dafür, dass – auch, wenn Turbolento nun vorüber ist –, dieses Gesamtwerk noch viel vor sich hat.

Viele Grüße,
Thomas

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