Ein Update in Sachen Joy | Passion

Hallo zusammen!

Joy | Passion

Joy | Passion

Ich weiß, dies ist mal wieder eines dieser Bücher, die am Ende kaum jemanden betreffen werden, aber ich dachte, ein paar Worte dazu verlieren kann ich sicherlich. Wer hier regelmäßig und/oder seit langem mitliest, wird aber auch vieles schon gehört haben. Joy|Passion ist der jüngste streng limitiert erscheinende Bildband, der aus der Zusammenarbeit mit dem Ballett-Atelier in Stolberg und dessen Schülern entstanden ist. Also die gleiche Reihe, in der schon Singularity, Contrasts und Dreams gestanden haben.
Die derzeitige Fassung kommt mit 84 Seiten daher und gehört damit zu den umfangreicheren meiner Fotobände; das liegt aber auch daran, dass das Buch nicht ein, sondern zwei Fotoprojekte bündelt. Joy war ein nettes Shooting an einem kleinen Bachlauf, an dem wir viel mit Wald, Wasser, Licht und Schatten experimentiert haben. Passion beyond the Grave war dagegen ein Shooting mit Zombie-Thematik aus dem gleichen Jahr, das wir gemeinsam mit Gérard umgesetzt haben.
Apropos „Jahr“: Beide Reihen entstanden schon 2013. Ich wollte eine Umsetzung in Buchform schon viel früher angehen, aber es kam halt immer etwas dazwischen, sodass es eben bis jetzt gedauert hat. Aber ich denke, dafür hat es sich auch gelohnt. Was uns zu der Frage bringt, wie man seine Finger an das Buch bekommen wird.
Für die allermeisten Leute – vermutlich gar nicht. Die Fotos sind ja allesamt in meiner deviantArt-Galerie zu bestaunen, die Druckauflage wird aber am Ende wieder eine Stückzahl rund um die 10 Exemplare haben; für jene, die mitgewirkt haben und die den Projekten aus der einen oder anderen Richtung nahestehen.

Warum also überhaupt ein Buch?
Joy Favoriten web-3291Das wiederum ist eine vielleicht auch allgemein interessantere Frage, die hier aber ein anderes Mal in vollem Umfang beantwortet werden soll. In der Kurzform: Ich glaube, digitale Bilder sind für die allermeisten Leute auf gewisse Weise unsichtbar.
Das gilt nicht für jeden, schätze ich, manche fühlen sich mit digitalen Fotostreams und dergleichen gut versorgt, aber ich für meinen Teil finde, gedruckt wirken die Bilder nicht nur anders, sie sind auch präsenter. Sicherlich kann ich tausende und abertausende Fotos auf meinen Festplatten einlagern; heutzutage kann man sie mit Cloud-Diensten sogar halbwegs absichern. Aber sie physisch präsent, im Raum zu haben führt zumindest bei mir dazu, dass ich sie eher noch mal in die Hand nehme, auch ohne dass ein konkreter Anlass besteht. Und das möchte ich gerade mit meinen eigenen Fotos definitiv auch so handhaben.

Zombie-Ballerinas – ein Projekt mit dem Ballett-Atelier Stolberg

Es ist auch schöner, wenn man sie jemandem zeigen möchte, finde ich. Klar kann man ihnen das Tablet geben, das Handy oder sie an den Rechner setzen, aber ich finde, mit jemandem zusammen ein Buch durchzublättern ist ein anderer, ein analoger, ein schönerer Vorgang. Aber ich bin vermutlich auch nur (in medialen Maßstäben) alt.
Ob das insofern für die Tänzerinnen, die ja nun doch eine Generation jünger sind als ich, auch so gelten wird, mag ich nicht zu sagen. Doch ich mag den Gedanken, dass auch ihnen in einigen Jahren noch mal das Buch in die Hand fallen kann und sie so eine hübsche, schöne Erinnerung haben.
Und darum, darum gibt es ein Buch.
Und um das loszuwerden entstand eigentlich auch dieser Artikel; es bringt mir ja auch nichts, euch lange Zähne auf ein Buch zu machen, das nicht zu kriegen ist. (Wobei wie immer gilt, anschreiben bringt einen nicht um, vielleicht habt ihr ja gute Gründe, Interesse zu haben. Rechnet halt nur eher mit einem „nein“.)

Joy|Passion jedenfalls wartet gerade noch auf die Freigabe seitens Anke, dass alle Bilder, so wie sie gewählt sind, okay sind. Sowie die erfolgt, wird im engen Kreis das Interesse erfragt und dann gedruckt.
Das nächste größere Bildbandprojekt wird dann ja gegen Herbst das Portfolio – das wird dann auch was für alle, die wollen. Und apropos Bücher für alle – morgen gibt es hier noch mal einen Beitrag zu den Covern der EinfachFilmemachen-Neuauflage sowie von Verdorbene Asche. Erstere gab es hier in Zwischenständen sogar schon zu sehen, aber ich finde, beide haben für sich etwas Aufmerksamkeit verdient.

Viele Grüße,
Thomas

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