Schwarzwälder Gedanken

Hallo zusammen!

Gut ins neue Jahr gekommen? Ich hoffe doch!
Das Jahr hat hier im Blog ja recht geschäftig begonnen, mit den üblichen (mittlerweile fünf) Beiträgen zum Jahresbeginn, und dennoch auch irgendwie in meiner Abwesenheit, denn während die zugehörigen Artikel hier erschienen, verweilte ich mal wieder im relativen Funkloch des Schwarzwalds, durch Schnee wandernd, mit Freunden kochend, Filme schauend, lesend und spielend – ihr kennt das hier ja vielleicht schon.

Saig Dezember 2015-Januar 2016 web-9520Wir waren dort schon häufiger zum Jahresende oder Jahresbeginn, aber es war tatsächlich das erste Mal, dass wir den eigentlichen Jahreswechsel dort durchlebt haben. Und schön war es! Es gab zwar ein, zwei Leute, die mir zu Silvester dann doch gefehlt haben, aber zugleich war es eine angenehme Auszeit, fernab von … na, eigentlich fast allem.
Eine Auszeit, die markant an der Schwelle zum größten beruflichen Umbruch in meinem bisherigen Schaffen steht, denn diesen Freitag ist mein erster offizieller Tag als festangestellter Mitarbeiter bei Ulisses.
Das ist zugleich zwar auch ein wenig ein symbolisches Datum, da die Festanstellung ja nahtlos aus der Zusammenarbeit als Freiberufler erwächst und ich nicht denke, dass der Freitag arbeitstechnisch sehr anders ausfallen wird als der Tag davor, aber dennoch, es ist ein Stichtag.

Saig Dezember 2015-Januar 2016 web-9562Insofern war der Schwarzwald auch eine willkommene Gelegenheit, die eigenen Gedanken zum Beginn des neuen Jahres mal wieder zu ordnen und, vielleicht noch wichtiger, die eigenen Prioritäten durchzudenken.
Kreative Arbeit, was ich hier auch einfach mal als gedankliche Klammer, für alles von meinen eigenen Büchern bis hin zu diesem Blog, verstanden wissen will, neigt ja dazu, eine gewisse Sogwirkung zu haben. Irgendwann, wenn Projekte erst einmal laufen, verliert man auf (eine nicht immer negative) Art und Weise teilweise die Kontrolle; es ist Teil des Prozesses, der halt eben keine nüchterne Verwaltungstätigkeit, sondern ein Schaffensvorgang ist. Doch gerade wenn man mehrere oder gar viele solcher Projekte hat, dann entsteht dabei, ein bisschen wie beim schnellen Fahren mit dem Wagen, ein Tunnelblick, und diese Auszeiten, diese Momente der Ruhe im Kreise guter Freunde, sind eine willkommene Chance, die Augen – um in der Metapher zu bleiben – einmal kräftig zu schließen und mit neuem, wachem Blick nicht nur die direkte Strecke vor einem, sondern auch die Umgebung wahrzunehmen.

Saig Dezember 2015-Januar 2016 web-9699Zwei Gedanken daraus sind aber zumindest konkret relevant:
Zum einen bin ich nach erneutem Querlesen noch nicht wirklich glücklich mit dem Lektorat von Schleier aus Schnee. Und es ist nicht sexy, aber es wäre dumm, da den Bonus von Print-on-Demand-Publikationen zu verschwenden und drum werde ich wohl in den kommenden Wochen in den sauren Apfel beißen und noch ein paar Rechtschreibfehler jagen. Nichts, was den Inhalt selbst betrifft, aber wider den Typos, den Autokorrekturen, den übersehenen Kleinigkeiten. Danach ist dann gut, aber einen „Patch“ wird’s noch brauchen. Das hat das Buch verdient.
Das andere betrifft die erst im Dezember hier im Blog begonnene Reihe Gelesen im
Kurz und gut, so wie sie da getestet wurde, wird’s nicht funktionieren. Nicht für mich und, wenn ich denke auch nicht für euch, die Leser. Irgendwie waren es dann ja doch wieder Rezensionen, nur künstlich knapp gehaltene, und das führt nicht dorthin, wohin ich will. Vor dem Urlaub hatte ich mir noch überlegt, einfach mal zu schauen, wohin die Reihe führt, aber ich denke das Problem setzt zu weit an der Basis an, als dass es Sinn hätte, auf Besserung zu hoffen. Wie heißt es so schön in „Ghost in the Shell: Innocence“? Egal wie weit ein Esel auch reisen mag, er wird nicht als Pferd zurückkommen …

Saig Dezember 2015-Januar 2016 web-9869Aber auch wenn das beides jetzt keine Gründe zum Feiern sind, so auf den ersten Blick, so sind es doch auch solche Eingebungen, die Momente der Ruhe so wertvoll machen.
Mal ganz zu schweigen von der Schönheit der Landschaft an sich. Ich habe hier ja schon diverse Male laut davon geschwärmt, wie wundervoll der Schwarzwald ist, die Berge, die hohen Bäume, die klare Luft und die unfassbare Ruhe. Sogar einiges Wildleben ist uns diesmal begegnet; meine Wandersgenossin Lina und ich haben Rehkitze über eine Wiese toben sehen und auf einem Heimweg ist mir tatsächlich ein wildes Kaninchen begegnet, was mir so auch noch nicht passiert ist.
Es ruht der Landschaft ein gewisser Zauber inne, egal ob bei Sonnenschein, unter tiefhängenden, regenschweren Wolken oder dann doch wieder kniehoch durch den Schnee stapfend wie dieser Urlaub endete – ein Zauber in jedem Fall.

Nun aber hat der Alltag mich wieder. Damit, so kann man sagen, beginnt 2016 dann auch so richtig offiziell. Ich freu mich auf die Herausforderungen, die das Jahr bringen wird, aber ich freue mich auch auf viele kleine und große Projekte, die ich plane mit euch zu teilen.
Also dann: Auf geht’s!

Viele Grüße,
Thomas

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s