Die alljährliche Bedeutsamkeitsüberprüfung

Hallo zusammen!

saig-feburar-2017-web-2031Technisch bin ich zwar schon seit einer Woche wieder da, aber um es nun auch hier im Blog „offiziell“ zu sagen: Ich war in Urlaub, und bin auch wieder zurückgekehrt. Es war wie immer der Schwarzwald, wie immer in Begleitung einiger der absolut wertvollsten Menschen in meinem Leben, eine gesellige Reise mit allen Facetten. Mit einer guten Freundin war ich jeden Tag wandern – 90 Kilometer insgesamt –, während in unserer Bleibe Videospiele, Filme, ausgiebige gemeinsame Mahlzeiten und, ja, ab und an auch ein Tropfen Alkohol die Tage geprägt haben. Kurzum, es war schön.

Ich hatte mich auf Instagram auch schon recht zeitnah zurückgemeldet, war dann aber die letzte Woche erst einmal damit beschäftigt, an allen möglichen Fronten das aufzuholen, was eben so während eines Urlaubs alles liegenbleiben mag.

Aber das ist ein gutes Stichwort – „was so liegenbleibt“. Ich finde, Urlaube sind eine gute Zeit zur Neubewertung. Tatsächlich zur Neubewertung von fast allem – dieser Abstand zum Alltag, der einem in erster Instanz natürlich erst einmal Erholung bietet, erlaubt einem auch zu überprüfen, was wichtig ist. Zum Beispiel einfach schon anhand der Tatsache, dass man ja merkt, was einem fehlt, und was nicht.
So haben wir kein Internet vor Ort; by design, den auch den Abstand wollen wir. Aber so bemerkte ich durchaus Dinge, die mir langsam fehlten – etwa das bloggen hier, oder die Interaktion mit Freunden auf Twitter oder via Messenger. Umgekehrt hat mir das Meldungs-Trommelfeuer unseres modernen Nachrichtenzyklus‘ wirklich nicht gefehlt. Aber gut, ich denke, das muss ich niemandem sagen.
Es führt aber auch dazu, dass ich gerade aktiv darüber nachdenke, wie ich meinen Feierabend vielleicht in Teilen noch etwas … analoger hinbekomme. Ich habe ja ohnehin so eine gewisse „Auszeit“ nach der Arbeit in meinem Tagesablauf, in der ich entweder spazieren gehe und/oder mich mit einem Buch und einer Tasse Kaffee in den Sessel setze. So etwas ist wichtig.

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Aber diese Neubewertung betrifft auch andere Themenfelder. Ich habe über offene Kreativprojekte nachgedacht, über Prioritäten, aber auch über Methoden. Gerade teste ich auch mal wieder eine neue Verwaltungsform, um den Überblick über die vielen Baustellen zu wahren – wenn es was taugt, werde ich hier sicher auch mal davon berichten. Wenn nicht … eher nicht.
Unser Alltag, scheint mir, wird zunehmend mehr ein Feld der Reaktion. Ob’s am Alter oder am Zeitgeist liegt sei außen vor – so oder so verbringen wir eine ungeheure Zeit unserer Leben damit, auf Umstände zu reagieren. Dinge müssen auf der Arbeit getan werden, Dinge müssen für den Verein erledigt werden, Dinge werden uns vom bürokratischen Alltag abverlangt, usw.
Ich brauche immer ein paar Tage, um „herunterzukommen“, aber ab einem gewissen Punkt, in ausreichender Distanz, bieten uns Urlaube auch die Chance, im Abstand zu allem noch einmal über das Agieren nachzudenken. Und sei es nur bei ganz trivialen Themen, etwa mal einen neuer Raumaufteilung fürs Wohnzimmer, oder vergeistigten Gebieten, etwa bei Buchprojekten, Foto-, Film- oder Audio-Ideen – der Abstand ist unbezahlbar.

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Natürlich hilft der Schwarzwald mit seiner opulenten Landschaft noch mal doppelt und dreifach. Rein vom Wetter her sind wir scheinbar im ausklingenden Winter angekommen, hatten einen Tag Frühling und wurden dann von einem erneuten Wintereinbruch noch reichlich mit Schnee beschenkt. Alles, was man sich wünschen kann, alles in einem Urlaub.
Wenn man so über die Bilder schaut, die ich begleitend an diesen Artikel hier geheftet habe, fällt es finde ich schwer, zu glauben, dass das alles in denselben anderthalb Wochen geschehen ist.

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Der Alltag hat mich alldieweil wieder. Auf der Arbeit herrscht der gewohnte (und großartige) alltägliche Wahnsinn, der neue DORPCast geht ebenfalls heute ins Netz. Ab morgen kommen erste Fotos des Urlaubs in meiner letztes Jahr auch etwas stiefmütterlich behandelten deviantArt-Galerie.
Aber die Eindrücke, im Abstand gewonnen, haben Bestand. Der Wohnzimmer-Möbel-Umbauplan steht. Die neue Projektverwaltung tobt bereits. Weitere Ideen zum besseren Abschalten am Abend florieren.
Und ich schreibe wieder deutlich mehr; diese abgedroschene Metapher, die eigenen Batterien aufzuladen, sie stimmt halt doch. Und gerade Verdorbene Asche ist da derzeit der Gewinner.

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Ideen für Blogartikel gibt es auch noch zuhauf.
Es gilt also umso mehr das, was ich schon am Ende des Instagram-Videos sage: Packen wir’s an!

Viele Grüße,
Thomas

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