Einfach Filme machen – Reboot

Hallo zusammen!

Es ist ja nicht so, als wäre ich bei der Bearbeitung von Einfach Filme machen für die zweite Auflage des Buches nicht vorangekommen. Im Gegenteil, an sich lief es gut, Fortschritte wurden gemacht und an dem Punkt, an dem ich beschloss, das alles wegzulegen und neu anzufangen, war ich geschätzt vermutlich zu zwei Dritteln oder drei Vierteln durch das Buch durch. Warum also war ich unzufrieden?

Das habe ich mich tatsächlich lange selbst gefragt. Ich schob es darauf, dass ich bearbeite, statt neu zu schreiben; schob es auf generelle Müdigkeit; auf dieses und jenes. Und dann, eines Tages, klickte es plötzlich und mir dämmerte, woran es lag – tatsächlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, auf Kurs zu sein.

Einfach Filme machen, erster Coverentwurf 2008

Ich denke, da muss ich ausholen. Die Idee hinter Einfach Filme machen war ja immer ein zweigleisiger Ansatz – es soll zugleich ein gutes Lehrbuch von Anfang bis Ende sein, aber auch als ein gutes Nachschlagewerk „im Einsatz“ dienen. Den Teil mit dem Lehrbuch, den erfüllte die alte Auflage definitiv, da denke ich auch nicht, mich verstecken zu müssen.
Den Teil mit dem Nachschlagewerk aber? Schon das relativ wuchtige Format macht das schwieriger, die ausschweifenden Texte umso mehr. Und auch wenn ich bei der Bearbeitung im Kern unglaublich viele weitere, gute Infos in das Buch packte, es wurde dabei nur noch ausschweifender. Und da lag der Hase im Pfeffer.
Zweifelsohne wäre Einfach Filme machen, Auflage 2 so, wie es in Arbeit war, ein gutes Buch gewesen. Der Inhalt der Erstauflage, nur erweitert, mit modernerem Layout. Aber irgendwie war es mit jedem Schritt der Bearbeitung weniger das, was ich machen wollte und will.

Ich habe es zwar durchaus im Studium gelernt, aber ich bin kein Filmwissenschaftler. Einfach Filme machen ist kein wissenschaftliches Buch. Es soll fachlich richtig sein, aber das Ziel ist die Praxis. Es geht um einfach, aber das Ziel ist Filme machen.
Und wenn ich dann auch noch den Qualitätsmaßstab anlege, den ich heute habe, statt zu versuchen den zu kitten, den ich vor fünf Jahren hatte – dann war letztlich der einzig konsequente Schritt ein konsequenter Schnitt.

Einfach Filme machen, die erste Ausgabe

Ob der Name bleibt oder nicht, das muss ich noch entscheiden; jetzt, wo es effektiv ein neues Buch wird. Aber das Ziel ist mehr denn je: Filme machen. Die Kapitelaufteilung wird sich verschieben, die Inhalte werden im Kern bleiben. Aber das Geschwafel soll raus.
Komprimierte und mehr auf den Punkt geschriebene Texte, eine logischere Buch-, Kapitel und Seitenaufteilung. Eine klare Navigation mit Kapitelanzeige am Rand und lebender Kolumne. Marginalien, in denen so etwas wie die alten „Sag’s auf Schlau“-Infos gebündelt untergebracht werden können, ebenso aber etwa die jeweils referenzierten Filme, die früher obskur je in einem Textkasten am Kapitelende zu finden waren.
Ein Buch, das man von vorne nach hinten lesen kann, aber das eben auch klare Worte findet. Gewissermaßen auch wider der Tendenz vieler deutscher Geisteswissenschaftsliteratur; auf Augenhöhe mit dem Leser und mit einer klaren Pack-An-Mentalität.
Und ein Buch, das man im Zweifel auch am Set mal schnell aus der Cargotasche ziehen kann, wenn man sich bei einer Sache nicht mehr ganz sicher ist.

Das ist die Zielsetzung.

Klar, damit ist ein Erscheinen dieses Jahr vermutlich vom Tisch; ich habe allerdings durchaus bereits einen relativ strammen Zeitplan aufgestellt, um das Buch umzusetzen, denn nun soll es auch vorangehen.
Ich werde euch wie gehabt auf dem Laufenden halten – und freue mich drauf. Denn damit ist das Buch irgendwie augenblicklich wieder zu dem geworden, was es in seiner ersten Inkarnation auch war: Ein Heartbreaker, den ich einfach machen muss.
Ein Buch mit einem Ziel.
In diesem Sinne gilt nun auch für mich: einfach machen!

Viele Grüße,
Thomas

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