Einfach die beste RPC bisher

Hallo zusammen!

Es ist Montag Abend, als ich das hier schreibe. Die Luft ist noch immer zu schneiden hier in meiner Wohnung, der heiße Wochenanfang nach einem heißen Wochenende hat seinen Griff um uns noch nicht gelockert, aber eines habe ich heute noch zu tun: Es ist heute an mir davon zu berichten, wie unfassbar phantastisch diese RPC gewesen ist!

Im Ernst, wir waren jetzt das neunte Jahr als Aussteller dort, einmal noch in Münster und nun zum achten Mal in Köln, und es war immer cool, es hat immer Spaß gemacht, aber es war noch nie so fett wie jetzt am vergangenen Wochenende.

Die Kölnmesse grüßte einen dieses Jahr zunächst mit einem regelrechten Wasteland

Das lag, zunächst einmal, an euch allen da draußen. Der Andrang bei uns am Stand war völlig jenseits aller Vorerfahrungen. Sehr viele waren Fans des DORPCasts, viele auch einfach Fans der DORP, aber mancher kam auch, weil er etwa mein Blog liest, meine Bücher kennt, oder weil er eines unserer vielen, vielen anderen Projekte schätzt und einfach loben wollte. Und das ist unbeschreiblich schön. (Thomas Römer, nebenbei, bezifferte meine gelegentlichen Traktate für mehr positives Denken im Fandom hier als „Soft-Rants“; ich habe mich schon schlechter charakterisiert gefühlt, muss ich sagen.)
Aber es kamen auch viele mit der Absicht, bei uns Geld zu lassen. Dass Die 1W6 Freunde nebst Geister, Gauner und Halunken gut gehen, das wissen wir in gewissem Rahmen. Dass Schrecken aus der Tiefe, von dem wir erste Vorabdrucke dabei hatten, gut aufgenommen wurde und schon meine Beschreibungen des Spiels viel Heiterkeit auslösten, das hat mich sehr gefreut. Aber dass Das DORP-Rollenspiel, ja sogar das Dorpendium Maleficarum mehrfach (!) über den „Ladentisch“ ging, ist irre. Auf eine wundervolle Art irre.

Der DORP-Stand vor Eintreffen der Besucher (Foto © by Thomas Bender)

Die Stimmung war vor Ort generell von einer bemerkenswerten Freude, Geld an Ständen zu lassen, geprägt, aber sie war auch insgesamt einfach gut und ausgelassen. Cosplayer spalten die Gemeinde, wie scheinbar bei jeder Form von Messe, aber ich muss sagen, ich begrüße sie als Ergänzung total.
„Ja, aber sind das denn Rollenspieler?“, fragte mich jemand in offenkundiger Provokation; nun, teilweise vermutlich nicht. Aber für mich ist die RPC immer eine Feier all unserer komischen, verwandten Hobbys. Die einzige Veranstaltung hierzulande in diesem Maßstab, wo Pen&Paper, Videospiele, LARP und nun eben auch Cosplay miteinander existieren können. Und es ist einfach unmöglich, keine gute Laune zu haben, nachdem man einen lebensgroßen Cosplay-Totoro auf einer in der Breite rechtschaffen ausgefüllten Rolltreppe hat fahren sehen.

Markus und ich in unserer kleinen „DORP Business Lounge“ hinter dem Stand; die war tatsächlich nützlich für manches Gespräch (Foto © by Thomas Bender)

Aber nicht nur Totoro habe ich gesehen, sondern auch viele coole, nette Leute. Einige davon neue Gesichter, viele davon auch Bekannte, aber bei allen schön, sie zu sehen. Ich konnte nicht alle Hände schütteln, die ich gerne geschüttelt hätte – Tommy Krappweis habe ich immer nur aus der Ferne gesehen, musste aber auch jedes Mal gerade irgendwo hin –, aber eben doch sehr viele.

Der Tom, wie er das obige Foto von Markus und mir twittert ;)

Das umfasst meine Kollegen bei Ulisses, denen ich beim Abbau dann auch noch was zur Hand gehen konnte, wenn ich die Messe selbst schon mehr in privater Mission besucht habe; das umfasst aber auch viele andere Leute. Viele unterhaltsame und anregende Gespräche wurden geführt; ein möglicher Gastautor für ein kommendes 1W6-Freunde-Produkt wurde angeworben, Zeichner-Visitenkarten wurden gesammelt, ein paar schöne Ideen für mögliche DORP-Projekte wurden uns entweder zugetragen, oder aber von uns selbst ausgeheckt.
Eine gute solche Idee, die wir schon mitgebracht hatten, waren auch die 1W6-Freunde-Charakterbögen, die wir am Stand – DORPatreon-finanziert – verschenkt haben. Vor allem war es für mich schön zu beobachten, wir manche Leute unsicher wurden, wenn wir ihnen sagten, sie könnten auch mehr als einen haben. Mehr als drei. Ob sie zehn bräuchten, oder mehr? Offenbar war es ungewohnt oder unerwartet, ehrlich einfach was geschenkt zu kriegen. Und das macht mich nicht nur glücklich, ich denke es ist auch massiv in seiner Essenz … nun … dorpig.

Ich hatte ein tolles Wochenende. Über Details dessen, was wir erlebt haben, werden Michael und ich im kommenden DORPCast noch sprechen, den wir Mittwoch aufnehmen für eine Veröffentlichung jetzt am Sonntag. Aber hier muss einfach schon mal klar gesagt werden: Es war rundum toll, es hat irre viel Spaß gemacht, es war wunderschön, all unsere Fans dort zu treffen, und keine Frage, nächstes Jahr sind wir wieder da!
(Wer uns aber vorher schon mal live Hallo sagen möchte, der findet hier auch eine Übersicht, wo ich dieses Jahr noch zu treffen sein werde.)

Ich wünsche euch (leicht verspätet) einen tollen Start in die Woche und sammle jetzt erst mal ein, zwei Tage meine Kräfte, denn dann stehen hier ja auch schon wieder Zwischenstände an.
Die Straße gleitet fort und fort …

Viele Grüße,
Thomas

3 Gedanken zu “Einfach die beste RPC bisher

  1. „Die einzige Veranstaltung hierzulande in diesem Maßstab, wo Pen&Paper, Videospiele, LARP und nun eben auch Cosplay miteinander existieren können.“
    Genau das macht für mich auch den besonderen Reiz der RPC aus, und deshalb reizt sie mich auch in den letzten Jahren, in denen sie nicht mehr ganz so Rollenspiel-zentriert ist, mehr als bei meinen ersten Besuchen um 2009. BuCon, FeenCon und so weiter mögen familiärer sein, aber sie zeigen eben immer nur eine oder zwei Facetten des Geekdoms oder wie man es nun nennen will.

    • Ja, genau. Klar liegt auch mein Schwerpunkt (schon beruflich) bei der RPC souverän im Rollenspiel-Feld, aber ansonsten kann die Messe, wenn es nach mir geht, eigentlich fast nicht zu vielfältig und bunt werden. „Fast“, weil Projekte, die *zu* breit werden, manchmal dazu neigen, ihre Gesamt-Richtung zu verlieren; aber das Risiko sehe ich bei der RPC nicht. Ich find’s cool :)

      (Und ich habe leider erst im Nachhinein gelesen, dass du auch in Köln warst, sonst hätte man sich ja auch mal persönlich hallo sagen können :))

      Viele Grüße,
      Thomas

  2. Pingback: Maiansichten 2017 – Fragment Ansichten

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