Allerlei: Interviews mit DORP-TV, ein Artikel, eine Künstlerin, eine Con und ein Buch

Hallo zusammen!

Kommen wir – nach der lahmsten Überschrift hier seit langem – doch direkt zum Eingemachten: Die DORP-TV-Videos von der RPC 2017 sind da!

Das erste Video ist direkt das klassische, jährliche Interview DORP mit DORP, in dem Markus und ich wie immer einen Überblick geben über das, was seit der letzten RPC passiert ist und in Zukunft kommen soll.
Ich denke es ist ganz cool geworden – wie die anderen Interviews auch.
Wenn ich mich gerade im Kopf nicht verrechnet habe, sollten es etwas über zwei Stunden Content sein, womit ein, zwei Abendessen gerettet sein dürften.
Viel Spaß damit!

Doch auch andere Seiten haben guten Content: Bei Vice ist ein Artikel mit dem griffigen Titel Insider erzählen, wie der Job in der Games-Welt sie (fast) zerstört hat erschienen, der auf ein ziemlich reales Problem hindeutet, was wir etwa ja auch im DORPCast 100 tangiert haben. Kann man denke ich gut mal lesen, ist wichtig, dass da Bewusstsein aufkommt.

Dann ist da Carolin. Carolin ist hier noch gar nicht erwähnt worden und mir auf der letzten Dracon erstmals persönlich begegnet; aber sie beginnt gerade den langen Weg zur Illustratorin – und da ich a) die Projekte von Freunden und Bekannten immer gerne feature und b) unglaublich gerne meine kleine Reichweite nutze, um gute Leute zumindest ein wenig zu bewerben – voilà: Carolin hat einen Patreon-Account gestartet und ich dachte mir, hey, das ist auf jeden Fall einen Hinweis wert. Alles noch ganz, ganz am Anfang, aber ich sehe da Potenzial. Ihr ja vielleicht auch.

Dann, apropos Dracon, haben wir den neuen Dracon-Termin bekanntgegeben: Die Dracon 12 steigt am Wochenende vom 13. bis 15. 04. 2018. Save the date, save the world.
Oder so.

Und daaaaann, zu allerletzt, kann ich noch freudig verkünden, dass Der Tanzball 2016, der Bildband zum gleichnamigen Event letztes Jahr, angeliefert worden ist. Backer sollten da in den nächsten Tagen beschenkt werden.

Und sorry, dass es redaktionell diesen Monat hier ein wenig mau ist, aber die Arbeit zieht gerade wieder an und das Wetter hilft mir Winterkind nun nicht. Vor allem geht meine Schreibzeit gerade aber primär in Verdorbene Asche, damit es da auch endlich weitergeht.

Dennoch: Gute Artikelideen stehen bevor, denke ich.
Bis dahin: Genießt das Sommerwetter!

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Von Schweigen, der deutschen Wikipedia und ganz vielen Preisverleihungen

Hallo zusammen!

Verdorbene Asche (in Arbeit)

Zunächst: Japp, sehr still ist es bisher in diesem Monat hier gewesen. Und dabei hatte ich doch Urlaub!
Aber ich war auch nicht ganz faul, wie man meinen könnte, sondern habe unter anderem massiv an Verdorbene Asche weitergearbeitet; das Buch ist in seiner Erstfassung nahezu abgeschlossen. Doch ganz alleine darauf fokussieren kann ich mich auch nicht, dafür brannten mir dann heute doch ein paar Sachen zu sehr auf der Seele.

Mal der Reihe nach. Vor etwas mehr als sieben (!) Jahren schrieb ich hier im Blog einen kurzen Artikel über die deutsche Wikipedia. Genauer gesagt darüber, dass ich nicht verstehe, warum immer wieder sinnvolle Artikel mit dem fadenscheinigen Argument fehlender Relevanz mit Löschanträgen versehen werden.
Das war damals schon Quatsch, und ist es leider auch noch heute. Vorgestern Abend stieß ich auf der Facebook-Seite von Felix Münter mal wieder auf die neuerliche Manifestation der gleichen Denke – auch der Autor1, der unter anderem bisher bei Mantikore, Papierverzierer und Prometheus verlegt wurde, steht nun unter dem Verdacht, nicht relevant genug zu sein, das „Privileg“ einer Wiki-Seite zu besitzen.
Dort ist auch ein Link zur Lösch-Diskussion zu finden … und dieses blasierte Besserwisser- (bzw. Besserleser-)Tum in der Debatte ist bedrückend. Es gibt eine vehemente Gegenstimme, aber der Teil, der mich wirklich gefuchst hat, war der, an dem einer erklärt, dass die Wikipedia-Richtlinie effektiv nur sage, man müsse bei einem regulären Verlag verlegt sein und Mantikore sei einer, und paraphrasiert die „Entgegnung“ dann war: „Jaaaaa. Ja, das kann ja erst mal jeder sagen.“
Leute. Wenn der Generalverdacht der Irrelevanz und effektiv die Vorurteile gegenüber Kleinverlagen in ihrer Gesamtheit so weit gehen, dass es auf eine Art „im Zweifel wider dem Angeklagten“ hinausläuft, dann ist das kein Makel, dann ist das ein systemimmanenter Defekt, der auf Dauer die grundlegende Existenz einer solchen Online-Enzyklopädie untergräbt.
Andere Artikel zeichnen ja sogar noch düsterere Bilder; aber das kann ich nicht selbst beurteilen. Die Löschdiskussion aber ist ein Trauerspiel, das für jeden einsehbar ist.

Aber nun gut, kommen wir zu schöneren Dingen. Die Preise im Bereich Phantastik und Rollenspiel haben gerade Hochkonjunktur scheint es.
Wer beim Deutschen Phantastikpreis – auch da habe ich ja meine systematischen Probleme, wünsche aber dennoch so vielen Nominierten gleichzeitig den Preis – abstimmen will, der muss sich sputen. Das geht noch genau heute. Und zwar hier entlang.
Dann ist da der Skoutz-Award, bei dem gerade die Abstimmung über die Midlist zur Bildung einer Shortlist ihres Literaturpreises läuft. Ist weniger kompliziert als es klingt, und ist definitiv eine interessante Abstimmung.

Dass der RPC Award vergeben wurde und mit Klingen der Nacht, Die Siebenwindküste oder Aventuria: Wald ohne Wiederkehr durchaus Produkte gute Plätze gemacht haben, an denen ich mitgewirkt habe, hatten wir hier glaube ich schon. Der Deutsche Rollenspielpreis ist mittlerweile auch vergeben, da sind wir aber Ulisses- wie DORP-seitig gar nicht aufgestellt gewesen.

Ich glaube das war es soweit mit Preisen auch erst einmal; und generell soll es das für hier und heute damit auch gewesen sein.
Ich mache mich nun feiertäglich noch ein wenig zurück an Verdorbene Asche und arbeite weiter an den Video-Beiträgen zum kommenden Ballett-Stück Das Hexenei … „Wer ewig strebend sich bemüht“, ihr wisst schon.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Ich kenne Felix nicht privat, aber unsere Wege haben sich beruflich indirekt schon mal gestreift; bei einigen seiner bei Mantikore erschienenen Cover habe ich bei der Gestaltung mitgewirkt. Transparenz und so. 

Kein Schatten in der Stadt (Zwischenstände)

Hallo zusammen!

Da ist es doch schon Juni; aber gut, der Mai zog im Sog der RPC gar zügig vorüber, jetzt ist erst einmal Innehalten angesagt; wenigstens ein paar Tage. Ich blicke auf ein paar Tage Urlaub auf Balkonien, die ich vor allem endlich mal wieder zum Schreiben zu nutzen gedenke. Gott was ich mich drauf freue!
Zur RPC muss ich glaube ich nicht viel sagen, mein letzter Beitrag ging ja alleinig darum, wie toll die war. Was ich noch nachtragen kann, ist aber, dass mit Klingen der Nacht und Die Siebenwindküste sowohl der erste als auch der dritte Platz beim RPC Fantasy Award 2017 in der Kategorie Pen&Paper von mir gelayoutet wurden; das war vermutlich kein Kriterium, so für sich, aber es freut mich halt dennoch gleich doppelt.
Sonntag geht zudem der DORPCast zur RPC online, da gibt es das dann alles noch mal im Detail. Wenden wir uns doch stattdessen mal all dem anderen zu hier …
Ach ja, der Titel ist übrigens eine freie Übersetzung einer Liedzeile aus „Summer in the City“ (eigentlich von The Lovin’ Spoonful, aber oh was liebe ich die Joe-Cocker-Version!), wo es da heißt:

Been down, isn’t it a pity?
Doesn’t seem to be a shadow in the city
All around people looking half-dead
Walking on the sidewalk, hotter than a matchhead

Trifft es derzeit glaube ich ganz gut.
Hach, tolles Lied, perfekt zur Jahreszeit …

Belletristik

Hier hat sich im letzten Monat wenig getan, aber es wird sich hoffentlich kommende Woche etwas tun: Mein Ziel ist es, Verdorbene Asche bis zum Ende meiner Urlaubswoche bei den ersten Testlesern zu haben. Dann ist’s auch noch lange nicht fertig, aber das wäre schon wichtig, damit das zumindest dieses Jahr noch was wird.
Genauso werde ich kommende Woche mal Zeit in Geschichten aus Condra stecken, aber vor allem organisatorischer Natur. Unser Autorenstab ist etwas geschrumpft, aber der Rest hat weiterhin Ambition und will auf Kurs gelenkt werden!

Sachbuch

Einfach Filme machen in der 2. Auflage ist nach wie vor in den frühen, ersten Augenblicken seit der Komplett-Neubesinnung zum Projekt vor einigen Wochen. Ich mag das neue Konzept, das Buch wirkt viel Runder, aber der Weg ist auch weiter geworden.
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Hörbücher, Hörspiele und andere Audio-Projekte

Wir müssen dringend an Hallo Anne weitermachen. Mal sehen, Gérard hat auch bald frei, meine ich, dann können wir bald mit frisch getankten Batterien wieder ans Werk. Es ist aber wirklich einfach die verfügbare Zeit, an der es hakt.
Bei dem Podcast-Projekt, dem ich etwas Starthilfe gab ist übrigens auch noch Leben drin; man steckte mir, dass sich da bald was tun soll. Wenn es soweit ist, werde ich trommeln!

DORP

Der DORPCast hat nur eine neue Folge erfahren – Folge 98: Die Komplexität von Spieltests –, die Nummer 99 hatten wir von letztem auf dieses Wochenende verschoben, um nicht in der RPC unterzugehen.
Schrecken aus der Tiefe, geschrieben von Marcel Gehlen, leicht ergänzt von Gérard Wüller und insgesamt für den Druck betreut von mir, war auf der RPC mit einigen erste Vorab-Drucken vertreten und kam sehr gut an, hatte ich das Gefühl. Die kostenlose PDF und die reguläre Handelsausgabe folgen, na, ich denke im Laufe des Juno.
Allzeit bereit, der zweite Abenteuerband der 1W6 Freunde, ist weiter nach oben auf den Stapel gewandert und sollte sich auch bald wieder regen. Geplant ist er für Herbst; er wird fünf Abenteuer enthalten, drei von mir, eines von Michael Mingers, eines von Matthias Schaffrath. Und auf der RPC habe ich mit einem möglichen Gastautor für den dritten Abenteuerband (2018 dann) gesprochen – Arbeitstitel Frisch, fromm, fröhlich, frei –, das könnte auch sehr cool werden.
Mehr News zu Mystics of Mana gibt es hoffentlich diesen Monat.
Und mit Will the real martian please stand up hat Markus Heinen ein Savage-Worlds-Abenteuer auf der DORP bereitgestellt, dessen Layout auf meine Kappe geht.
Alles in allem sehr, sehr geschäftig derzeit bei der DORP.

Condra

Wenn alles klappt, wird es diesen Monat eine neue Ausgabe der Tröte geben, unserer Ingame-LARP-„Tageszeitung“. Leicht überarbeitet im Format, etwas stärker überarbeitet in einigen redaktionellen Setzungen. Lassen wir uns überraschen, ob es klappt!

Bildbände

Der Der Tanzball-Bildband ist in Produktion. Ich rechne im Juni endlich mit den Büchern. Alles auf Kurs.

Eifelarea Film

Ich hatte gehofft, bis heute Hilde-Neuigkeiten zu haben, aber die Hoffnung setzt sich nun halt fort. Eine Premiere im Sommer bleibt das Ziel; um eine Anfrage zur Location wird sich bemüht.
Ach ja, und allgemein: Der Drehbeginn von Xoro 2 wird wohl eindeutig 2018 sein; aber ich will definitiv dieses Jahr noch in die Vorproduktion gehen mit dem Film.

Weitere Video-Projekte

Im Mai ist ein neues Video erschienen, bei dem ich mitgewirkt habe:

Das ist echt special interest, ich weiß. Aber Tobi brauchte es für seinen Tag der Offenen Tür am JCNS und da ich ja für allen Unfug immer zu haben bin, wurde es dieses Mal eine Art gefälschter Frontal-Vortrag.
Für den Juni habe ich ebenfalls ein Video fest geplant; eine Art Rückschau auf die Video-Bühneninstallation, an der ich 2015 bei der Ballett-Inszenierung Turbolento in Stolberg mitgewirkt hatte.
Das passt auch ganz gut, denn der Juni wird auch im Zeichen der Video-Arbeiten für Das Hexenei stehen, die Bühnenaufführung, die dieses Jahr ansteht und an der ich ebenfalls wieder mit Videos mitwirke.

Ich, live

Im Juni gibt’s mich tatsächlich nicht live, aber Ende Juli bin ich mit dem Rest der DORP in Bonn auf der Feencon; vielleicht sieht man sich ja dort!

Und sonst

Wie immer gilt: Folgt mir doch auf Twitter, wenn ihr mögt abonniert mich auf Youtube, fügt dieses Blog eurem Feedreader zu und auf Instagram bin ich ja auch. Über eine kleine Spende wider den Betriebskosten der Seite freue ich mich natürlich auch immer.

Über das Wochenende atme ich jetzt erst mal durch, denke ich, aber kommende Woche wird neben Verdorbene Asche ganz sicherlich auch noch irgendwas fürs Blog abfallen.
Bis dahin euch allen aber erst mal ein frohes, freies, langes Pfingstwochenende!

Viele Grüße,
Thomas