Seelenworte

Lasst uns mal übers Binge-Watching reden

Hallo zusammen!

Ich schaue mich derzeit (ziemlich begeistert) durch die dritte Staffel von Stranger Things, und das ist gewissermaßen der perfekte Zeitpunkt, um hier mal etwas anzusprechen, was mir schon länger auf der Seele brennt.

Binge-Watching. Bingen bezeichnet das Schauen einer Fernsehserie „am Stück“. Nicht wie früher eine Folge pro Woche, sondern Folge um Folge hintereinander, idealerweise bis man durch ist.
Das Konzept nahm seinen Anfang sicherlich mit dem Aufkommen von Staffelboxen auf DVD (und obskuren Time-Life-VHS-Deals, die ich mal willentlich ignoriere), aber der Durchbruch in die Allgemeinkultur kam sicherlich mit Streaming-Diensten wie Netflix.
Nicht nur, dass brandneue Serien plötzlich auf einen Schlag verfügbar waren, die im Vergleich zu früheren 20-24 Folgen stark reduzierte Episodenzahl machte es plötzlich sogar realistisch, das an einem normalen Wochenende pro Staffel problemlos machen zu können.
Und plötzlich war Bingen in. Plötzlich bingen sehr viele.1 Und ich?
Ich mag es nicht.
Heute wollte ich mal anhand von drei Schlaglichtern erläutern, warum nicht.

Nicht schlingen. Genießen.

Fangen wir mal vorne an. Zunehmend fällt mir da etwas ins Auge (bzw. Ohr), wenn ich mit Leuten über Serien rede. Es sind Aussagen wie: „… dann kann ich das auch mal von meiner Liste streichen“. Oder: „Nee, noch nicht gesehen, ich will das mal am Stück weggucken.“
Achtet mal drauf, derartige Aussagen findet man mehr, als man meint. Und merkt ihr, welcher Stil das ist? Das ist der Umgang mit einer To-Do-Liste. Als wären Serien so etwas wie medial-häusliche Pflichten, die man zu erledigen hat. Etwas, was man abarbeiten muss; sicherlich befördert durch die schiere Menge an Alternativen, die man auch sehen könnte oder auch noch sehen will.
Nur … führt das irgendwo hin?
Eigentlich, so mein Gedanke, sollten wir Serien und Medien doch konsumieren, weil sie uns Spaß bringen. Nicht, um damit fertig zu werden. Es gibt keinen Preis für x geschaffte Serien, keinen Orden für den, der seine Watchlist leer hat. Keinen Chef, der über solch einen Rückstau meckert als wäre es eine Liste noch zu bearbeitender Kundenanfragen.
Und dennoch stürzen sich scheinbar viele in dieses Hamsterrad … und ich verstehe es nicht.
Das ist ein wenig, als würde man essen und hätte eine verdammt leckere Mahlzeit vor sich, aber anstatt diese Mahlzeit zu genießen, schlingt man sie runter, nimmt etwas Übelkeit in Kauf aber hat dafür die Aussicht, direkt die nächste Speise anzugehen. Die ist lecker, sicher, aber … das war die letzte ja auch.
Ihr versteht, was ich meine.

Zeit für Reflexion

Aber während das ja noch eher eine philosophisch-abstrakte Fragestellung ist, gibt es denke ich auch einen ganz anderen Nachteil für einen selbst, den man in Kauf nimmt, wenn man sich durch die Serien frisst. Man nimmt sich selbst die Zeit zur Reflexion.
Wenn ich an Serien denke, die ich wöchentlich oder wenigstens täglich geschaut habe, habe ich eine relativ gute Intuition dafür, wie die ganze Handlung abgelaufen ist. Bei Serien, die ich am Meter „weggeschaut“ habe, verschwimmt hingegen vieles zu einem sehr undurchdringlichen Brei. Sicher, generell weiß ich auch, was darin passiert ist, aber der Kontext wird diffus.
Ein Einwand, den man bringen kann, ist natürlich, dass heutige Serien auch in sich nicht mehr die Trennschärfe alter Produktionen haben, was die Folgengrenzen angeht. Gerade etwas wie Game of Thrones ist letztlich pro Staffel eher ein zehnstündiger Film, als eine Staffel mit zehn Folgen. Stimmt schon. Aber GoT ist ein Extremfall (der, welch‘ Ironie, auch noch Woche für Woche ausgestrahlt wurde). Viele Serien haben durchaus noch erkennbar klassische Handlungsbögen pro Folge, und man sollte Cliffhanger auch nicht mit einer „durchlaufenden“ Handlung verwechseln.
Letztlich ist der Effekt aber auch kognitiv zu erklären. Unser Hirn braucht immer wieder seine Zeit (und letztlich gesunden Schlaf), um Informationen irgendwie sinnvoll abzulegen. Füttert man sie in kleineren Dosen, anstatt gleich den ganzen Eimer oben reinzuschütten, verbessert sich diese Verarbeitung. Gleich ob die Serie das von sich aus eher unterstützt, oder nicht.

Der Watercooler-Effekt

Zuletzt gibt es aber noch eine ganz andere, eine soziale Ebene. Ich erinnere mich noch, als letztes Jahr beispielsweise Altered Carbon oder die Umbrella Academy auf Netflix erschienen. Als die Folgen die Plattform erreichten, gab’s überall in meinem Umfeld Gespräche darüber, in beiden Fällen wurde ich allerorts gefragt, ob ich die Serie je schon gesehen hätte.
Und dann, eine Woche später? Eine Woche später sprach dann niemand mehr davon.
Andererseits lief ja vor kurzem die zweite Staffel Star Trek Discovery über die Bildschirme. Wöchentlich. Und für drei Monate gab’s in meinem Freundeskreis, wann immer man sich sah, Gesprächsstoff über die jüngste Folge. Es gab sogar eine gewisse Gnade für Leute wie mich, die nicht regelmäßig zum Schauen kommen und auch mal eine Woche aufholen können, ohne dass direkt jedwede Relevanz bereits verflogen ist. Kurzum: Die Serie entwickelte im Gegensatz zu den anderen genannten Beispielen einen längerfristigen Watercooler-Effekt2.
Insofern finde ich diesen dritten Aspekt zugleich den vielleicht stärksten, aber auch den problematischsten, den ich hier nenne. Dieser soziale Austausch hat einen Mehrwert für mich, er gibt der Serie ein Leben über den reinen Couchkonsum hinaus. Aber zugleich ist es im Grunde der einzige Aspekt, den man selbst nicht völlig beeinflussen kann. Man kann etwa nur eine Folge pro Abend gucken und dadurch sowohl das Mahl genießen als auch dem Hirn die Chance geben, das Gesehene zu verarbeiten. Aber es erfordert deutlich mehr Absprache, um alleine im Freundeskreis dann noch parallel zu schauen, da die externe Lenkung durch den Veröffentlichungsrhythmus wegfällt.

Trotz allem, entsprechende Erlebnisse waren immer sehr stark. Ein anderes Beispiel war die erste Staffel American Gods, bei der ich Online noch viel Austausch hatte (vor meiner partiellen Social-Media-Diät seit Jahresbeginn) und bei der es auch einfach schön war, die Seherlebnisse noch miteinander zu teilen.

Vielleicht bin ich nur ein alter Mann, der Wolken anschreit.
Möglich.
Vielleicht habe ich aber auch nicht völlig Unrecht.
Vielleicht lohnt es sich für euch zumindest, auch einfach mal drüber nachzudenken. Zu Reflektieren. Und zu schauen, ob ihr gegebenenfalls auch in einem Hamsterrad lauft, ob auch ihr eigentlich phantastische Mahlzeiten verschlingt, den gierig gewordenen Blick immer schon auf das nächste Tablett gerichtet.

Wir leben, wie man so oft liest, im zweiten goldenen Zeitalter der Fernsehunterhaltung. Es wäre doch ein Jammer, das zu verschwenden.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Dass der Duden zwar nicht weiß, was Binge-Watching ist, Binge-Drinking aber kennt, verbuche ich mal unter „Hä?!“ 
  2. Der Water cooler effect kommt aus der Psychologie und beschreibt vereinfacht gesagt den informellen Austausch einer sozialen Gruppe an einem Sammelpunkt. Alternativ waren das gerade früher die Raucherecken oder sind es etwa Kaffeeecken in einer Firma. Orte, wo Leute – abteilungsübergreifend und nicht von der beruflichen Agenda angewiesen – zusammenkommen und die Chance haben, sich auch kulturell auszutauschen. 

Den Kopf ganz voll mit Elfenstaub

Hallo zusammen!

Tänzer bewegen sich behänd über die Bühne. Scheinbar schwerelos gleiten sie dahin, scheinbar ohne Widerstand folgen Arme und Beine ihrem Willen. Synchron, in der Gruppe eins, in farbiges Licht gemalt und von den Klängen umwoben, denen ihr Tanz folgt, verzaubern sie federleicht die Augen der Zuschauer.

Doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Tage, Wochen, Monate haben sie geprobt. Haben an den Bewegungen, den Abläufen gefeilt, an ihren eigenen wie auch denen der Gruppe als Gesamtwerk. Musik wurde ausgesucht, wurde geschnitten, Bühnenhintergründe wurden – teils digital – geschaffen, Traversen errichtet, Lampen programmiert, Nebelmaschinen platziert und getestet.
Die Stühle, auf denen das Publikum sitzt, jemand hat sie aufgestellt und ausgerichtet. Die Brote, die Tänzer und Helfer während der Generalprobe essen, jemand hat sie geschmiert. Auch an diesen Ecken und Enden: Tage, Wochen, Monate der Planung, der Logistik, der freiwilligen Helfer.
Viel Herzblut, viel Leben, alles kanalisiert auf wenige Stunden Bühnenprogramm, zwei Akte mit Pause an gerade mal zwei Tagen. Ein kleines Tor heraus aus der Welt, eine kleine Möglichkeit, sich von der unglaublichen Intensität persönlich erlebter Bühnentänzer forttragen zu lassen an einen anderen Ort voller Magie, voller Elfenstaub.
Man kann an dieser Stelle die häretische Frage nach dem Sinn und Zweck stellen. Fragen, ob es das wohl alles wert sein kann.
Worauf ich entschieden antworte: Ja, kann es. Unbedingt sogar.

Elfenstaub ist der Titel des diesjährigen Bühnenstücks des Vereins Kids on Stage gemeinsam mit dem Ballett-Atelier aus Stolberg gewesen, dass ich im Vorfeld (weniger als sonst, aber dennoch) und natürlich vor Ort als Bühnenfotograf begleitet habe. Ich bin demnach natürlich massiv voreingenommen in allem, was ich hier sage, aber ich fand, es war eine rundum gelungene Inszenierung.
Ich denke, mit Tanz-Bühnenstücken ist es eher wie mit Musik oder meinetwegen Poesie und weniger wie mit Theater und Prosa – es geht nicht so sehr um die faktische Handlung, um den Plot der Geschichte, sondern es geht darum zu fühlen, was man sieht. Und fühlen, ja, das konnte man.

Einige Tage vor der Aufführung war ich noch mal im Atelier und Marion, die Chefin des Ateliers, drückte mehr oder weniger ihre Sorge aus, dass die freiwilligen Helfer – so wie ich – so viel investieren würden. Und sicher, ich mache das alles ehrenamtlich, aber das heißt nicht, dass ich nichts zurückbekommen würde dafür.
Die Foto- und Video-Tage sind Arbeit, die noch vor mir liegende Foto-Auswertung und der Schnitt des jährlichen Trainingsmedleys, das wird ebenfalls Arbeit sein. Aber es ist ein wundervoller Ausgleich zu meinem sonstigen Alltag. Ich war noch nie jemand für die Bühne, aber es ist schwer auch nur hinreichend mit Worten auszudrücken, wie wohl ich mich neben und hinter der Bühne fühle.
Nicht zuletzt, weil die Menschen dort allesamt so großartig sind. So viele Leute mit so viel Herzblut, so viel Freude am Tanz, am Ausdruck, an der Kunst daran und der Perfomance darin. Die Wertschätzung dort, von den Tänzerinnen und Tänzern wie auch all den anderen Helfern, ist wohltuend, der Respekt auch für Kunstfertigkeit meinerseits ebenso.

Insofern ist dieser Beitrag hier letztlich vor allem Ausdruck von Dankbarkeit. Nächstes Jahr sind es dann auch schon zehn Jahre, die ich mit dem Ballett-Atelier zusammen Unfug treibe … und es ist definitiv weit oben auf der Liste der besseren Entscheidungen und Fügungen meines Lebens.

Bis es (jenseits der beiden im Artikel enthaltenen) Fotos vom Wochenende geben wird, wird’s noch einen Moment dauern, aber wer mehr Ballett-Impressionen möchte, der wird hier im Blog zumindest Anfang kommender Woche die Elements-Bildreihe finden können, die ich derzeit noch bei Instagram poste.

Viele Grüße,
Thomas

Die Göttin des verlöschenden Herdfeuers

Hallo zusammen!

Wie der eine oder andere von euch vielleicht mitbekommen hat, habe ich mich die vergangene Woche (und durchaus bis heute) mit einer bemerkenswert fiesen Erkältung herumgeschlagen. Und weil mein Hirn nicht wirklich aufnahmebereit für anspruchsvolle Medien war, habe ich mich einem meiner geheimen Comfort Foods zugewandt – amerikanische Late-Talk-Shows. (Guilty Pleasure, I know.)
Soweit, so gut. Lange und vermutlich irrelevante Herleitung, worauf ich dabei jedenfalls stieß, war der nachfolgende Ausschnitt:

In diesem Ausschnitt spricht Fry, unter anderem, von Hestia, der Göttin des heiligen Herdfeuers. Das ist für sich genommen cool, weil ich denke, dass er Recht hat mit der Annahme, dass Hestia im Olympischen Pantheon, rund um Zeus und seine Geschwister, definitiv ein wenig untergeht neben Hera, Hades, Poseidon und Demeter. Aber das ist nicht der Punkt, auf den ich hinaus will.

Interessant finde ich durchaus auch seine Analogie, das gemeinsame Mahl und die gemeinsame Küche als Zentrum des Zusammenlebens zu sehen. Interessant auch in erster Näherung nicht mal so sehr aus seinem gegenwartskritischen Gedanken heraus. Interessant vielmehr, weil ich ja nunmal am Wochenende zuvor auch auf dem Rollenspielwochenende war, das eben – neben konkreten Aktivitäten wie halt dem Rollenspiel an sich oder einem ziemlich interessanten Workshop zur Einführung in das Fechten mit dem Langen Schwert (danke nochmal, Klaus!) – nicht zuletzt aus gemeinsamen Mahlzeiten bestand.
Etwas, was tatsächlich im Hobby Rollenspiel in den meisten Runden irgendeine Rolle einnimmt, egal ob man nun füreinander oder miteinander kocht, oder Essen bestellt.
Ich habe das schon immer gemocht. Ich weiß auch, dass andere das teilweise eher kritisch sehen, als etwas, was einen effektiv gemeinsame Spielzeit kostet – was nicht falsch ist (denn das tut es), doch haltet den Gedanken – ich komme darauf zurück.

Man muss aber kein Rollenspieler sein. Es gibt auch andere, ähnliche Beispiele. Einmal im Monat gehe ich mit einigen Freunden in die Sneak ins Kino, und ebenso essenziell wie der Film an sich und ein kurzes Gespräch über das Gesehene nach dem Film, ebenso essenziell ist für mich auch, dass wir vorher noch zusammen flott was essen gehen.

Ich hatte im April ja noch von bewusstem Leben und dem Konzept der Aufmerksamkeit geschrieben, und ich glaube, das greift ineinander. Generell gibt es glaube ich zu oft bereits die Auffassung von Essen als reinem Akt der Nahrungsaufnahme, als ärgerliche, aber unvermeidliche Zufuhrt lebensnotwendiger Stoffe zu der Maschine, die wir Körper nennen. Schon das finde ich ja fundamental falsch; ein immenser Verlust von Lebensqualität alleine dadurch, dass wir der Ästhetik des Essens1 keine Bedeutung beimessen.

Worauf Fry aber den Finger legt, ist finde ich noch komplexer. Schlimm genug, dass wir dann, wenn wir für uns allein sind, Essen vielleicht nur in uns hineinspachteln um Sättigung zu erreichen, statt es mit Genuss zu verzehren. Wenn wir aber schon das Essen unter Freunden und Bekannten nicht mehr wertschätzen, dann ist es weit mehr als nur ein ästhetischer Verlust.

Ich denke zwar, Fry greift mit seinen Beispielen etwas kurz und „jeder hat eine Playstation in seinem Zimmer“ verleiht dem Maß, wie sich glaube ich für viele Menschen die gesamten Lebensumstände in den letzten zehn, zwanzig Jahren verändert haben, nicht wirklich den nötigen Ausdruck und das nötige Gewicht. Auf gewisse Art hat das mehr einen neophoben Klang, der eher vom Kern des Ganzen ablenkt. Zweifelsohne hat er in meinen Augen aber Recht, dass wir auf dem Weg sind, da etwas zu verlieren.

Wie ich so über das Video weiter nachdachte – ich bin übrigens wirklich nicht gut im Nichtstun, sagte ich das schon mal? – fielen mir durchaus zahlreiche positive Beispiele aus meinem Leben ein. Mal davon ab, dass ich mich gerne mal mit Freunden zum Frühstück oder zu einem gemeinsamen Essen verabrede, sind da auch etwa die Schwarzwald-Urlaube, wo wir zwar nicht jede Mahlzeit gemeinsam einnehmen, aber doch viele. Oder die Portugal-Reise letztes Jahr, wo sich Ankes und meine Terrasse nahezu jeden Morgen als Magnet offenbarte, der andere Leute anzog, sich beim Frühstück zu uns zu setzen. Und eben natürlich das Rollenspielwochenende. Wenn ich etwa von der Chance schrieb, „sich mit Leuten auszutauschen, die beruflich z.B. ähnliche Probleme bewältigen müssen wie man selbst“, dann betraf das ja nicht zuletzt die Gespräche während der gemeinsamen Mahlzeiten.
Und natürlich sind Geschäftsessen weiterhin etwas, das auf einer ganz fundamental kulturellen Ebene existiert, um einen Austausch zwischen Menschen zu befördern.

Aber. Aber. Ich denke der wichtige Knackpunkt, wie bei all diesen Themen, ist und bleibt der Alltag. Ich bin selber weit zu introvertiert, um jeden Tag Menschen um mich haben zu wollen. Zugleich aber halte ich es für immens wichtig, jeden Tag zu bestreben, auch den Alltäglichkeiten wie dem Essen ein wenig Bedeutung zu verleihen.
Und sich zu fragen, ob wir eigentlich wirklich in den jeweiligen Momenten gerade ein soziales Miteinander pflegen, oder ob wir nicht Gefahr laufen, dass ein soziales Beieinander daraus wird.

Das kann und muss jeder für sich entscheiden.
Was wir aber gemeinsam festhalten können, ist der Wille, das glimmende Herdfeuer nicht ausgehen zu lassen.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Zwei kurze Klarstellungen, die auszuführen den Text hier aber sprengen würde. Ästhetik meint hier nicht das alltagssprachliche Schönsein, sondern im Sinne von aisthētikḗ die sinnliche Wahrnehmung insgesamt. Und Essen meint den Akt des Essens, nicht nur das Zeug auf dem Teller.
    Aber „…, dass wir der sinnlichen Wahrnehmung des Essensaktes keine Bedeutung beimessen“ knallt halt auch nicht wirklich … 
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