Seelenworte

Zuhause und daheim

Hallo zusammen!

Ich schreibe das von euch aus gesehen gestern, also Sonntagnachmittag. Ich sitze hier mit einem dampfenden Kaffee, ein grollendes Gewitter rollt über die Eifel hinweg … und ich bin zuhause. Was nach den letzten Tagen, gemessen an sonst, ungewöhnlich scheint.

Donnerstag und Freitag war ich mal wieder im Taunus bei meinem Zaibatsu. Es gab allerhand live vor Ort bei Ulisses zu erledigen, was allerdings weitgehend hier glaube ich nicht interessiert. Arbeit halt. Was man aber vielleicht sagen kann, da ich meine Arbeit dort in gewisser Weise von hier aus ja immer schon nachgezeichnet habe, ist, dass ich mich nun offiziell gewissermaßen Teamleiter Layout nennen kann. Das ist in der Arbeitspraxis vermutlich schon länger der Fall, aber nun bin ich auch ganz offiziell irgendwie zu einer Führungskraft geworden. Auch irgendwie abgefahren, wenn man sich anschaut, dass ich als Freelance-Quereinsteiger meinen Anfang gemacht habe.
Aber ich gebe es zu: Ich bin schon stolz drauf.

Diesmal kein virtuelles Mockup sondern ein Foto vom „real deal“

Dann war ich Freitag kurz daheim und habe mich um ein paar Dinge gekümmert. Interessant zu vermelden ist, dass die ersten Exemplare von Verdorbene Asche genau rechtzeitig eingetroffen sind. Wie gehabt bei On-Demand-VÖs tut sich der Einzelhandel noch etwas schwer (wobei man es ja durchaus bereits bestellen kann), aber damit ist es dann wirklich real geworden. Einband, Innenteil, alles zum In-der-Hand-Halten – und zumindest die 10 Exemplare, die jetzt im Hauseingang lagen, erfüllen meine Erwartungen total. Satz und Einband wirken beim physischen Produkt durchaus gefällig – wer Schleier aus Schnee kennt, kann recht erahnen, was er bekommt, außer dass Verdorbene Asche glänzend eingeschlagen ist – und selbst Gaiman’s First Law1 hat bisher noch nicht vollends zugeschlagen.
Ich bin zufrieden.

Und dann war an diesem Wochenende nun auch noch das diesjähre RSWE, das Rollenspielwochenende, eine Zusammenkunft von tollen Rollenspielerinnen und Rollenspielern in der malerischen Eifel. 18 Teilnehmer, drei parallel laufende Runde, eine verbindende Story. Und es war wieder einmal großartig. (Ein paar inhaltliche Worte dazu gibt es dann auch kommenden Sonntag im nächsten DORPCast, schätze ich mal.)
Daher schrieb ich oben aber auch, die Asche sei genau rechtzeitig eingetroffen, denn so konnte ich dort doch direkt einigen interessierten Menschen einige erste Exemplare überlassen. Die „Sonntags-nach-dem-Frühstück-gegenseitig-im-Kreis-signier“-Runde war auf jeden Fall charmant.
Apropos Menschen: Die Menschen, die sich dort jedes Jahr einfinden, sind allesamt toll, eine angenehme Gesellschaft, die den Aufenthalt dort – obschon meine Anreise geradezu albern kurz ist – zu einem schönen, kleinen Mini-Urlaub machen. Dass viele von ihnen, etwa die Vögte, Hannah Möllmann oder Mia Steingräber, ihrerseits aus dem Kreativbereich kommen, hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass sich dort auch mal die Chance bietet, sich mit Leuten auszutauschen, die beruflich z.B. ähnliche Probleme bewältigen müssen wie man selbst. Nicht, dass mein Freundeskreis nicht auch viel Gelegenheit zu gutem Austausch bieten würde, aber ich denke ihr kennt das ja auch – oft ist es für Menschen außerhalb der eigenen Branche schwer, nachzuvollziehen, was einen genau umtreibt. Auch auf so eine Weise kann man sich denke ich sehr gut daheim und gut aufgehoben fühlen.

Und sicher, das lässt es jetzt viel hochtrabender klingen, als es war – denn keine Sorge, war es nicht –, aber es war toll, es hat Spaß gemacht, und es war kreativ bereichernd.
Was will man denn mehr?

Ich gebe zu, die nächsten Wochen will ich erst mal im eigenen Bett schlafen und Zeit zuhause verbringen, die sozialen Akkus hier und da aufladen, aber eines kann ich sagen: Ich bin zufrieden.

Viele Grüße,
Thomas


  1. “Picking up your first copy of a book you wrote, if there’s one typo, it will be on the page that your new book falls open to the first time you pick it up.” – Neil Gaiman 

Noch ein Allerlei: Textarbeit, Filmprojekte und ein Webtipp

Hallo zusammen!

Heute nur ein kurzes Update von der Textarbeit:
Verdorbene Asche bahnt sich weiter seinen Weg vorwärts. Die große Krake Amazon hat das Buch bereits gelistet (Affiliate-Link, und so), allerdings noch nicht auf Lager. Das eBook ist ebenfalls noch nicht zu sehen.
Und auch im sonstigen Buchhandel findet sich das Buch mittlerweile – ebenfalls noch ohne digitale Version. Die kommt aber, versprochen.
Alldieweil könnt ihr wie schon geschrieben auch mit der ISBN 978-3-7347-4541-6 zu jedem Buchhändler eures Vertrauens stapfen und bestellen.

Wie letztes Mal angekündigt haben Ralf und ich auch jetzt am Wochenende eifrig für Morold und die Karte von Carthagena in die Tasten gehauen. Und ich kann sagen, wir sind bisher sehr zufrieden.
Der Kurzfilm – ich schätze wir reden am Ende von ca. 10 Minuten – spielt wie der Titel suggeriert im gleichen Setting wie Xoro und Hilde. Da ich schon gefragt wurde: Es ist ein Sequel, das heißt erstmals seit dem Erscheinen des Barbarenfilms vor 12 Jahren blicken wir über das Finale von Xoro hinaus.
Und nun steht auch die Besetzung! Markus Heinen gibt uns wieder den titelgebenden Morold, Torben Hoffmann verkörpert erneut den Zebrafellweste tragenden Räuber. Kathi Fischer wird mit Mærelyn eine komplett neue Figur verkörpern, ebenso wie (unerwartet!) ich eine kleine Nebenrolle haben werde.
Gedreht werden soll dieses Jahr, geplant sind drei Drehtage – rechnet wie gehabt mit Vlogs und allem drum und dran.

Oh, und das Drehbuch zu Dagonett, dem zweiten Condra-Kurzfilm, wächst und gedeiht ebenfalls. Wie schon letztes Mal geschrieben hat der Film sogar schon seine Besetzung: Dennis Kurzweil gibt uns einen condrianischen Soldaten, Julia Fink (Selene in Hilde) eine … Zivilperson und Tim Claahsen (einer von Morolds Mannen in Hilde) den titelgebenden Charakter Andariel Dagonett. Gedreht, das schrieb ich meine ich schon, wird im August.

Soweit, so gut. Und damit ihr nicht immer nur, immer wieder hier meine Statusmeldungen lesen müsst – wobei mich ja freut, wenn ihr das tut – hier noch eine Empfehlung: Die Lena schreibt drüben in ihrem Blog über Spoiler und das Ungewollt-Gespoilert-Werden, wenngleich auf Englisch. Ein guter Artikel, wie ich finde, und vor allem einer, der ziemlich viele Punkte aufgreift, über die ich seit Endgame schreiben wollte, aber wozu ich nie kam. Schau an, jetzt muss ich gar nicht mehr, denn die Lena hat schon. Insofern … schaut mal rein.
(Übrigens, ergänzender Profi-Tipp: Wenn ihr derzeit über Game of Thrones schreibt, blogt oder tweetet und glaubt, eine total clevere Überschrift zu haben, die so verklausuliert ist, dass nur Eingeweihte sie verstehen und sie sicher niemanden spoilert … vermutlich irrt ihr. Gott, was ich schon alles über Staffel 8 weiß, einfach nur weil ich einmal am Tag auf soziale Medien gucke …)

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Voice-Over, Bucherwarten, Arbeitstitel, Kurzfilmplanung

Hallo zusammen!

Zeit, mal wieder ein paar Dinge grob zusammenzukehren. Zunächst mal hatte ich neulich hier erwähnt, dass ich ein paar kleine (oder eher: kleinste) Voice-Acting-Dinge gemacht habe, zu denen ich noch nichts sagen konnte. Das eine war natürlich der Audio-DLC zum Dracon-Schreibblock, den ich hier ja schon mehrfach betrommelt habe.
Das andere war ein winziger (Sprach-)Auftritt in einem Video von Orkenspalter TV:

Dann sind da diverse Bücher fast da. Wie bekannt und unverändert: Verdorbene Asche ist weiterhin in der Verarbeitung bei BoD. Ich bin ja jetzt nicht plötzlich in Eile, ich bin halt nur gespannt, und hoffe, dass sich da bald was tut.
Ebenfalls in der weiteren Verarbeitung sind die Handbücher des Drachen bei Ulisses, die von mir betreute Buchreihe, die den Crowdfunding-Unterstützern als Vorab-PDF ja auch schon serviert wurde. Alles auf Kurs, die Ansage Frühjahr steht. (Der übliche Disclaimer, Frühjahr geht von März bis Juni, auch wenn das Bauchgefühl das anders sieht.)
Hier also keine Neuigkeiten jenseits von: Läuft.

Wenn ihr Verdorbene Asche dann letztlich in der Hand haltet, findet ihr vorne in der Titelei übrigens auch den Arbeitstitel meines nächsten Romans. Mehr oder weniger.
Der war jetzt fast ein Jahr unverändert das, was dort steht. Dann gebe ich das Buch in den Druck, gehe zwei Tage später spazieren und stelle fest, dass ich es eigentlich anders nennen will. Warum genau bin ich manchmal so verquer?
Na, wie dem auch sei. Bringen wir erst mal die Asche ins Ziel und schauen dann in die Roman-Zukunft.

Filmisch wiederum gibt es tatsächlich Bewegung an der Front nicht eines, sondern zweier Kurzfilme: Morold und die Karte von Carthagena ist ein Eifelarea-Kurzfilm und wenn alles klappt, setzen Ralf und ich uns Samstagmorgen hin und schreiben die Dialoge. Drei von vier Schauspielern stehen auch bereits fest, nur die vierte Rolle (eine neue Figur, noch nicht aus Xoro oder Hilde bekannt) ist noch offen.
Dagonett ist hingegen der zweite Condra-Kurzfilm (nach Actuarium letztes Jahr). Der hier ist sogar schon einen kleinen Schritt weiter, hat eine vollständige Besetzung und einen Drehtag – im August ist es soweit.
Erscheinen sollen aber beide noch dieses Jahr.

Soweit mal wieder Rundumschlag. Es bleibt ansonsten dabei, sowie konkrete Bestellmöglichkeiten für Verdorbene Asche auftauchen, rufe ich!

Viele Grüße,
Thomas

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