Seelenworte

Gelebte Phantasie

Hallo zusammen!

Da ich derzeit eh um viele Zeit-Killer aus dem Netz befreit bin, erweisen sich gerade die kurzen Pausen, die man sich am Tag so gönnt, im Moment als sehr produktiv. So kommt es, dass ich hier nicht nur einen Fortschritt, sondern gar die Fertigstellung meiner Layout-Arbeiten an Julia Osterbrinks Sinnstifter-Buch „Living Fantasy“ vermelden!

Zur Rekapitulation: „Living Fantasy“ ist eine Ethnographie. Normalerweise sind das sprach- und kulturtheoretische Untersuchung, die eben innerhalb einer bestimmten Volksgruppe vorgenommen werden. Spannender wird es, wenn stattdessen bestimmte Bevölkerungsgruppen untersucht werden.
So auch hier: Die untersuchte Ethnie sind Rollenspieler. Der Schwerpunkt liegt bei denen, die mit Stift, Papier und Würfeln in fremde Welten eintauchen, aber auch Computer- und Live-Rollenspieler werden nicht ignoriert.

Das Buch war ursprünglich Julias Magisterarbeit im Bereich der anglistischen Linguistik und ist demnach auf englischer Sprache verfasst, der Fokus liegt jedoch voll und ganz auf deutschen Verhältnissen. Wirkt bisweilen etwas skurril, wenn deutsche Spielrundenmitschnitte auf Englisch untersucht werden, aber das Institut ließ da keine Wahlmöglichkeiten zu.

Das Layout ist, wie schon geschrieben, jetzt abgeschlossen. Schöne, runde 100 Seiten wird das A5-formatige Taschenbuch haben, das für einen Preis rund um die 10 Euro in den Laden kommen wird. Die einzigen Punkte, die derzeit noch geklärt werden müssen, sind die Bildrechte für zwei der insgesamt knapp ein Dutzend Abbildungen innerhalb des Buches, damit es da keinen Ärger gibt, Zitationsrechte hin oder her.
Das dürfte jetzt aber auch nicht mehr zu lange dauern, schätze ich.

Eine Leseprobe des Buches ist ebenfalls geplant, gut möglich, dass die sogar noch vor dem Erscheinungstermin bereits auf der Sinnstifter-Webseite erscheinen wird. Ebenso werde ich den von mir gestalteten Buchumschlag bald in meiner Galerie veröffentlichen; dann gebe ich hier aber auch sicher jeweils noch mal Bescheid.

Es ist, alles in allem, ein sehr schönes und rundes Produkt und, Eigenbeteiligung hin oder her, ich freue mich schon sehr darauf, es dann in den Händen halten zu können. Der Termin bleibt, aus Erfahrung heraus, aber erst mal noch vage bei „Mitte 2009“.

Viele Grüße,
Thomas

Funksignale aus dem Umzugskarton

Morgen zusammen!

Ich dachte, ich gebe mal ein kurzes Update an dieser Stelle, nachdem hier ungewöhnlich lange Funkstille herrschte. Der Grund, ich schrieb es ja schon hier und da, ist schlicht der, dass der geneigte Autor, also ich, gerade umzieht. Nicht, wie man das im Internet normalerweise verwendet, also etwa von Server zu Server, sondern so klassisch, von Wohnung zu Wohnung.

Insofern könnte ich an dieser Stelle zwar diverse Erfolgsmeldungen geben, allerdings derzeit halt keine im Sinne „Kapitel xy geschrieben“ oder „gelayoutet“, sondern eher im Sinne von „Heute den Eck-Billy und das andere Regal im Wohnzimmer erfolgreich aufgebaut.“
Internet ist derzeit etwas, was meine Holde und ich uns über einen dieser O2-Sticks teilen, was zwar für Absurditäten wie „Ich geh mir mal eben in der Küche das Internet holen“ grandios, ansonsten aber insgesamt eher nachteilig ist. Zumindest gibt mir das Gelegenheit, morgens an allen möglichen Fronten zu arbeiten. Etwa an der ersten der zwei Novellen aus Verfluchte Eifel. Die hat sich am Anfang etwas gesträubt, nimmt aber immer weiter Form an. Der zweite Text, das wird die titelgebende „Verfluchte Eifel“ sein, dürfte sich dafür leichter fügen, denn immerhin kann ich da auf ein ebenso komplettes wie kurbelfertiges Drehbuch zurückgreifen, bei „Xulu“ auf nicht viel mehr als wirre Notizen.

Für kommende Woche sind mir dann auch weitere fertige Texte aus dem Einfach Filme machen-Lektorat zugesagt worden, so dass es an der Front auch dann weitergehen kann. Wäre doch gelacht, wenn ich meine viele Zeit abseits des Internets nicht auch in diese Richtung noch produktiv eingesetzt bekäme.
Ich denke also, zum nächsten Update hier habe ich wieder mehr zu erzählen. Vielleicht habe ich bis dahin ja auch endlich meine Finger an die CW16 bekommen und kann erzählen, wie sich mein Artikel dort („Aus den Berufen eine Berufung machen“) in dem Magazin so macht, wer weiß…

Ansonsten, um noch kurz einen letzten Gedanken loszuwerden, ist im aktuellen „Spiegel“ mal wieder was zum Aufregen drin: Ein Artikel über Fantasy-Literatur. Großes Kino, kann ich da nur sagen, von Eskapismus-Kritik bis zum impliziten Vorwurf, eigentlich nur was für Kinder und Jugendliche zu sein und von den Verlagen irriger Weise als Literatur für alle Altersklassen fehl-gestempelt wird.
Ist jetzt in der Form überspitzt gesagt, aber alles in allem mal wieder ein Anlass, den Kopf zu schütteln.

Nun denn, ich werde mich mal wieder dem Tagewerk zuwenden. Melde mich die Tage wieder!

Viele Grüße,
Thomas

RPC-Rückblick und Zwischenstände

Heyho!

Die RPC vergangenes Wochenende war ein voller Erfolg, kann man sagen. Sowohl Seelenbilder als auch Markus‘ Kritzeleien haben sich gut verkauft, sogar in einem Maße, dass ich alle noch ausstehenden Kosten für die Im-Druck-Haltung meines Artbooks für 2009 bereits souverän in der Tasche habe und somit das, was dieses Jahr noch gekauft wird, tatsächlich Gewinn ist. Damit stellt sich das Buch besser als manch anderes Artbook, denke ich, und ich bin langsam aber sicher wirklich geneigt, von ‚Erfolg‘ zu sprechen, sei es auch ein kleiner.

Feedback auf der Messe wie auch online im Bezug auf mein neu angekündigtes Verfluchte Eifel sowie Sinnstifter-Neuzugang Living Fantasy von Julia Osterbrink war durch die Bank weg positiv und gerade Julias Buch hat auch schon erste gespannte Anfragen erhalten. Also auch durchweg positiv.
Auch für unser Webprojek DORP konnten wir einige schöne Sachen zumindest generell zu planen beginnen, aber dazu dann mehr, wenn da was spruchreif ist.
Gleiches galt für meinen Workshop, der wie das Buch Einfach Filme machen genannt war und zwar jetzt keine Massen, aber doch eine Gruppe Interessierter angezogen hat, bei der ich auch durchaus den Eindruck hatte, dass sie etwas aus dem Vortrag mit nach Hause nehmen konnten. Es war damit auch ein guter Feldtest für das Buch bzw. seine Botschaft und sein Inhalt, basierte der Vortrag doch in vielen Punkten genau auf dem Aufbau meines noch immer in Lektorat und Layout befindlichen Zweitlings.
Auch ein Feldtest, aber auf andere Art, waren Montag und Dienstag dieser Woche, als ich unserem Xoro-Regisseur Matthias bei seinem Abschlussfilm als Tonassistent zur Seite stehen konnte. Schön, endlich mal wieder drehen zu können…

Die CW16 konnte ich auf der RPC bereits erspähen und mein Artikel „Aus den Berufen eine Berufung machen“ ist wie angekündigt natürlich darin. Das Layout wirkte auf der Messe beim Durchblättern etwas eigenwillig und, sagen wir mal, etwas großzügig im Umgang mit ‚whitespace‘, aber ich halte mich mal mit Kommentaren dazu zurück, bis mich mein Muster erreicht hat und ich es mir mal in Ruhe anschauen kann.
Sogar schon vor der RPC, nur abseits meiner Aufmerksamkeit, ist das zum Artikel gehörige ‚web enhancement‘ zum Magazin ins Netz gegangen. Auf der offiziellen Seite des Magazins findet man hier einen erneut aktualisierten Charakterbogen und eine kleine Liste an Beispielberufen, die den Heft-Artikel ergänzen soll. Das man mich seitens Pegasus da so machen lässt und ich meine Artikel so noch weiter unterfüttern kann finde ich vom Verlag her echt löblich und sei hier auch entsprechend lobend erwähnt.

Ansonsten hatte der geneigte Autor dieser Zeilen gestern ein spannendes Bewerbungsgespräch, damit er bald wieder größere Brötchen kaufen kann, aber obschon positiv angehend, will ich da mal nichts verraten, bevor ich den Stift nicht schwungvoll über einen Vertrag streichen durfte.
Wohl aber verraten kann ich schon mal, dass ich am Wochenende nach Ostern umziehen werde. Wer auf der RPC eine Visitenkarte mit Postanschrift von mir bekommen hat, der kennt bereits die neue Anschrift, muss also nicht umdenken. Für alle anderen ist das vor allem relevant, weil es demnach in dem Zeitraum zu einigen Pausen und Verzögerungen im Bereitstellen von Postings hier kommen kann. Ist dann unvermeidlich, aber nun wisst ihr, weshalb.

Es gäbe sicherlich noch mehr anzukündigen, aber das lasse ich jetzt einfach mal bleiben, habe ja erst mal schon genug geschrieben. Wer derzweil noch etwas Messeluft schnuppern will, der kann ja mal in unsere Berichte auf DORP TV hereinschauen.

Ich für meinen Teil lasse es jetzt mal bewenden und hole mir mal wieder meine aktuellen Passagen aus Verfluchte Eifel auf den Schirm, mache der Blog-basierten Prokrastination ein Ende und arbeite fleißig an dem Buch weiter…

Viele Grüße,
Thomas

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