Seelenworte

ACHTUNG! Die Dracon wechselt die Location!

Hallo zusammen!

Kurz und knackig: Wegen Umständen, die außerhalb unserer Einflussmöglichkeit liegen, steht unsere gewohnte Location in Paustenbach dieses Jahr sehr kurzfristig nicht zur Verfügung; das wissen wir seit Montag. Nach einigen Tagen des wahnwütig-wilden Rotierens von Alternativen haben wir seit heute allerdings eine neue Location sicherstellen können.

Das Natur-bewegt-dich-Gruppenhaus in Woffelsbach konnte kurzfristig als Ersatzlocation gemietet werden und somit kann trotz widriger Umstände die Dracon 13 wie geplant am 26. bis 28. April stattfinden.

Die neue Anschrift ist die Uferstraße 11 in 52152 Simmerath-Woffelsbach. Die gute Nachricht: Das ist nur etwa eine Viertelstunde mit dem Auto von der anderen Location entfernt.
Mit dem ÖPNV ist es aufwendiger, das wissen wir, aber wie gesagt, das war diese Woche alles unnötig spontan und stressig, sodass wir in diesen sauren Apfel gebissen haben. (Ich habe gerade mal beim AVV geguckt und mit dem Bus scheint man relativ verlässlich in ca. 90 Minuten vom Bushof in Aachen dorthin zu kommen. Wenn ihr aber arg in Bredouille geratet, einfach mal bei uns melden.)

Insofern seht uns bitte diese kurzfristige Ankündigung nach, uns blieb da wenig Wahl. Aber wir sind definitiv glücklich, relativ nah zum ursprünglichen Ort und vor allem am gleichen Termin dennoch starten zu können. Wir wissen ja, dass sich einige mittlerweile eigens für die Dracon Urlaub nehmen – und wir wollten ja niemanden enttäuschen müssen.
Die neue Location bietet ebenfalls Schlafplätze, Küche(n), mehrere getrennte Gemeinschaftsräume – und ist dazu noch malerisch direkt am Rursee gelegen.

Dank gebührt dabei explizit dem Condra e.V. und unseren DORPatreon-Unterstützern, die uns einfach die notwendige Rückendeckung geben können, so so spontan umzuplanen.

Sorry für das Chaos, das ist uns so in vielen Jahren Dracon- und LARP-Organisation auch noch nicht passiert. Aber die Geschichte nimmt ja ein gutes Ende – und insofern freuen wir uns auf euch am kommenden Wochenende! Nur dann halt: in Woffelsbach.

Viele Grüße,
Thomas

Live ist Live (Na na, nana na?)

Hallo zusammen!

Die letzten beiden Wochenenden waren, jedes auf eine andere Art, dazu berufen, mich dazu zu bringen, hier noch mal in ein altbekanntes, aber nach wie vor wahres Horn zu stoßen. Aber der Reihe nach.

Vorletzten Samstag habe ich mich mit einigen Leuten vom Stolberger Ballett-Atelier in Heerlen getroffen. In der gesamten Euregio findet derzeit wieder das Schrit_tmacher-Festival statt, eine große Veranstaltungsreihe rund ums Thema Tanz. Das Young Ensemble der Batsheva Dance Company hat dort Ohad Naharins Sadeh21 aufgeführt – und wem das alles nichts sagt, kein Problem, hier eine grobe Idee:

Dann, jetzt letzten Samstag, war ich mit Gérard und Kathi im Aachener Capitol, weil dort Murnaus Nosferatu (sicherlich einer der Klassiker des deutschen, aber auch des internationalen Stummfilms) aufgeführt wurde – mit Livemusik!
Wer das generell nicht kennt: Die Musik, die wir heute als Konservenbegleitung erhaltener Stummfilme kennen, ist ja nur eine Annäherung an das, was ursprünglich in den Lichtspielhäusern praktiziert wurde – ein oder mehrere Musiker, traditionell auf jeden Fall ein Pianist, saßen neben der Leinwand und spielten live zu den aufgezeichneten Bildern.
Und ja, es hat schon eine ganz eigene Wirkung, schlicht schon weil Instrumente live halt doch immer anders klingen, als eine Einspielung es wiedergeben kann.

Aber das geht dann ja auch noch weiter. Jetzt am Sonntag etwa war ich in Stolberg im Ballett-Atelier und habe dort mal wieder die Proben mit Aufnahmen begleitet – und eben dort auch wieder großartigen Tänzerinnen und Tänzern beim Proben, Üben, Lernen und Lehren zusehen können.
Und wo wir vom Atelier sprechen – da sind natürlich auch die Portugal-Fotos zu nennen, bzw. im Sinne dieses Artikels die ganze Portugal-Reise.

Merkt ihr, worauf ich hinaus will?
Worum es mir geht, ist das erleben.
Es klingt so trivial, es ist an sich banal, aber manchmal lohnt es, denke ich, sich zu erinnern, dass wir Dinge in dieser Welt live erleben (können).
Nicht davon lesen, keine Doku dazu sehen, sondern selbst vor Ort sein. Das Atmen und die Schritte der Tänzer auf der Bühne hören. Die Livemusik nicht nur wahrnehmen, sondern ganzkörperlich fühlen können. Die warme Sonne auf der Haut spüren, das weiter im Süden anders fallende Licht sehen, die fremden Gerüche, das ungewohnte Essen – kurzum, das alles erleben.

Und ja, dabei ist mir bewusst, dass ich hier in vielerlei Hinsicht aus einer privilegierten Perspektive schreibe. Zumindest, soweit es meine akuten Beispiele betrifft. Aber dies ist kein Plädoyer für hochpreisige Erfahrungen, das sind nur recht trennscharfe Beispiele. Im Kern geht es mir um jede Erfahrung. Die frische Luft nach einem starken Unwetter riechen, durch einen Wald gehen und dabei spüren, wie der Boden unter den eigenen Füßen knarzt, aber auch etwa das gesamte Gefühl einer gedrängten Innenstadt, die dortigen Gerüche, Geräusche, die Eindrücke wahrnehmen. Oder nehmt das Gefühl nach anstrengendem Sport, das Ziehen der Muskeln, das Pochen des Pulsschlags in eurem Hals, der Schweiß, das Endorphin. Mein Appell (wenn man so will): Spürt dem nach!

Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir unglaublich viel Zeit unseres Lebens im Autopiloten verbringen – und dass wir dabei auch noch alle möglichen Aktivitäten ins Mediale outsourcen können, macht es höchstens arger. Nichts gegen Dokus, gegen Fotos, gegen Berichte, Bücher oder Filme. Aber das Erleben ist etwas, was einfach nicht zu kurz kommen sollte. Nicht weil euch das irgendein Typ in seinem Blog schreibt; für euch.
„Erleben“ ist in seinen Bedeutungen etymologisch gar nicht wenig komplex, aber stark vereinfacht gesagt beschreibt es einen Umstand, in dem das Leben nicht nur da ist, sondern in dem uns unser eigenes Leben aktiv passiert. In dem wir unsere eigene Lebendigkeit erfahren.

Das Leben kommt und geht erstaunlich schnell. Und irgendwie scheint es doch Verschwendung, nicht möglichst viel für sich herausholen zu wollen. Auch sensorisch. Die oft erkannte und selten bekämpfte Eile unseres Alltags schlägt da auch hinein. Immer schon den nächsten Schritt weiter, immer den nächsten Termin, die nächste Aufgabe, aber auch das nächste Hobby im Kopf. Und dann hat man etwas gegessen und erinnert sich später kaum noch daran, wie es geschmeckt hat.
In meinem Wikipedia-Kritik-Artikel neulich schrieb ich ja noch mal, dass „mit der Macht auf Nichtabbildung die Gefahr von Nichtexistenz einhergeht“; und das gilt auf anderer Ebene auch für einen selbst, für das Spektrum der eigenen Erfahrungen. Wenn etwas wie Petrichor – der Geruch von Regen auf trockener Erde – etwas ist, was ihr nicht einmal live und bewusst erfahren habt, dann bleibt selbst dann, wenn euch das Konzept etwas sagt, nur ein leeres Abbild dessen zurück. Und damit sind wir im Grunde sogar bei dem, was in der Zen-Lehre auch als „Aufmerksamkeit“ betitelt wird; das Sich-Bewusst-Machen der Dinge, die einen Umgeben. (Das wird dann aber auch noch mal für sich Thema hier sein.)

Insofern – ich zitiere hier ja immer mal wieder gerne Kettcars „Ich danke der Academy“ mit den Zeilen: „also tragt es in die Welt/haut es mit Edding an die Wände“.
Nur, wenn ihr das nächste Mal etwas an die Wand haut, fühlt auch mal über die Wand. Den kalten Waschbeton, den rauen Putz, die schroffen Klinker, die überspannte Metapher. Nehmt Dinge nicht einfach als gegeben hin. Nehmt sie wahr.

Es lohnt sich.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Portugal-Fotos, Voice-Over, DORP-Dinge und die Dracon

Hallo zusammen!

Bevor wir in den kommenden Tagen hier noch zu „richtigem“ Content, kommen, wollte ich zum Wochenbeginn erst mal ein wenig das Liegengebliebene der vergangenen Woche(n) aufwischen.

Da war beispielsweise der DORP-Aprilscherz, für den allerdings primär Markus und Tom gelobt gehören. Von mir stammt „nur“ das Voice-Over, aber daran hatte ich definitiv diebischen Spaß:

Ich habe ja selbst auch ein gespaltenes Verhältnis zu Aprilscherzen, aber solche wie diesen, der einfach auch sehr schnell offenlegt, dass er ein Scherz ist – die mag ich durchaus.

Ich habe in der letzten Woche auch noch für andere Dinge Voice-Over aufgenommen – so frei nach dem Motto „When did that become a thing?“ –, die sind aber noch nicht erschienen. Ich werde jeweils darauf hinweisen, wenn es soweit ist.

Ebenfalls letzte Woche begonnen hat die laaaange überfällige Veröffentlichung der Ballett-Fotos, die auf meiner Portugal-Reise mit dem Ballett-Atelier letzten Mai entstanden sind. Bis einschließlich heute gab es auf Instagram je vier neue Fotos zu sehen, die erfreulich viel Lob und Likes erfahren haben. Morgen wird es hier dann auch als großes Finale eine insgesamt noch mal umfangreichere Galerie zu bestaunen geben, wenn alles klappt.
Auf jeden Fall freut mich sehr, dass den Portugal-Fotos etwas gelungen ist, womit sich meine Ballett-Fotos bisher schwer getan haben, nämlich auch Aufmerksamkeit aus dem eher Rollenspiel- und Bücher-Umfeld meiner Follower zu erzielen. Es macht mich ja doch arg glücklich, wenn ich da ein wenig die Brücke zwischen meinen Leidenschaften schließen konnte.

Dann schadet es sicher nicht, noch mal darauf hinzuweisen, dass die Dracon, die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel, Ende des Monats zum dreizehnten Mal stattfinden wird. Wie die letzten Jahre von Lars Raasch und mir organisiert, wie schon die letzten beiden Jahre in Paustenbach in der Eifel angesiedelt, und wie im letzten Jahr mit DORPatreon-finanzierten Goodies versehen. Wobei ich vor allem auf eine dieser Dreingaben dieses Jahr besonders stolz bin – sowie die Exemplare geliefert sind und ich weiß, dass alles geklappt hat, dann auch an dieser Stelle mehr dazu.
Details zur Con ab sich hat wie gehabt die offizielle Webseite, auf der sich mittlerweile auch eine stattliche Zahl vorher angemeldeter Runden eingefunden hat.

In dem Zuge sei aber auch auf einen Tweet von mir verwiesen, den ich Ende März schon rausgehauen habe, für den ich hier aber noch ein wenig trommeln will:

Hoffe, der eine oder andere beißt an … das ist auch so ein Nebenprojekt, auf das ich schon ganz heiß bin!

Aber damit für heute auch genug des Allerleis, ich werde mich jetzt (aka „gestern Nachmittag“, wenn ihr das lest) mal weiter um dem Softproof von Verdorbene Asche kümmern. Das soll ja auch diesen Monat noch zur Türe raus.

Viele Grüße und einen schönen Start in die Woche,
Thomas

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