Seelenworte

Kurzfilm: Actuarium

Hallo zusammen!

Letztes Jahr im September haben wir uns angeschickt, einen kurzen Film zu drehen. Ein Fantasy-Projekt, mit Condra – unserem LARP-Setting – als Fundament, aber zugleich ein Testballon für einige Dinge, die wir in Xoro 2 nutzen wollen.
Und so kann ich nun den Vorhang lüften und sagen: Viel Spaß mit Actuarium!

Der Titel („Die Jagd“) ist übrigens Latein, da es der Film faktisch auch ist – jedes gesprochene Wort ist Latein – was sicher auch irgendwie so einen Eintrag auf der Bucket List darstellt.
Abgesehen davon haben mich ein paar Dinge zu dem Film getrieben:

  • Wir wollten gucken, ob wir eigentlich gute Effekte mit Kunstblut hinbekommen – und wie wir erwartet haben ist das gar nicht so trivial. Wir haben aber viel Wichtiges gelernt.
  • Ich wollte noch ein wenig mehr Praxis-Tests mit einer DSLR als Kamera für narrative Aufnahmen – check.
  • Unabhängig davon wollte ich nach zwei Bildbänden und einer Kurzgeschichtensammlung einfach mal was Filmisches mit Condra machen.
  • Und unabhängig von beidem faszinierte es mich schon lange, dass Nine Inch Nails (mhm, die Nine Inch Nails) ihr Album The Slip als Creative Commons veröffentlicht hatten – und zwar mit den getrennten Aufnahme-Spuren, was eine ganz neue Art ermöglichte, die Musik auf den Film anzupassen. Ich liebe Trent Reznors und Atticus Ross‘ spätere Film-Scores zu „The Social Network“ und „The Girl With The Dragon Tattoo“, ebenso wie ich das auf „The Slip“ enthaltene Lied „Corona Radiata“ liebe – und das kam hier dann einfach alles perfekt zusammen.

Dank gebührt dabei auch meinem häufigen partner in crime Gérard Wüller mit mir hinter der Kamera, sowie Lars Raasch und Susanne Evans vor der Kamera. Auch für ihre Geduld, dass ich für die Postproduktion des Films halt ewig gebraucht habe.

Ich habe ein paar B-Roll-Aufnahmen und denke, ich versuche in den kommenden Wochen daraus noch – wie eh geplant – ein kleines Making Of zu schneidern. Eventuell verliert das gegen größere Projekte, aber das ist auf jeden Fall der Plan.

Viele Grüße,
Thomas

Die Dracon 13 hat ein Poster

Hallo zusammen!

Die Dracon 13 hat ein Poster!

Die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel steigt zum 13. Mal am Wochenende vom 26. bis 28. April 2019 – und ich hoffe, viele von euch dort zu sehen!

Das Poster jedenfalls macht mich glücklich! Vielen Dank an meinen tapferen Mitorganisator Lars und M. (von der ich gerade nicht weiß, ob sie online genannt sein mag), die geholfen haben, dieses Poster Wirklichkeit werden zu lassen.
Was wir gelernt haben: Diese Opfer-Umrisse auf dem Boden … die sind gar nicht so einfach zu machen. Und natürlich kam dann genau in dem Moment Wind auf, in dem ich die Dose mit dem Foto-Dunst für den Taschenlampen-Lichtkegel zückte – aber am Ende hat sich alles wunderbar gefügt, finde ich.

Bei der Dracon 13 jedenfalls gibt es soweit ich das sehe nur zwei denkbare Tatwaffen … Würfel und Waffeln.
(Und alle relevanten Spuren findet man auf der offiziellen Webseite!)

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Ein Kurzfim, ein Buch, Ulisses-Dinge und Gedanken übers Wandern

Hallo zusammen!

Vielleicht habt ihr es schon auf meinem Instragram-Account erspäht, aber Actuarium hat einen Teaser:

Zur Erinnerung: Actuarium ist ein Kurzfilm, der Condra, unser LARP-Setting, als Hintergrund verwendet, aber zugleich eine Ausrede war, schon mal ein paar Dinge für Xoro 2 testen zu können. Es ist ein ca. 4 Minuten langer Film geworden, diesmal kein Unfug im Sinne eines Carport sondern durchaus ernst gemein, und wie der Teaser verrät, wird der Film am 30. September 2018 auf YouTube erscheinen.
Tatsächlich ist der Film auch mittlerweile fertig, sodass ich ein ruhiges Gewissen habe, den Termin so rauszuhauen.
Der Dreh liegt ein volles Jahr zurück – und lag damit wenige Wochen, bevor mein Vater schwer krank wurde, was dann ja letztlich alle Projekte ebenso wie mein Leben an sich erst mal aus der Spur gehauen hat – wodurch er aber natürlich auch als gutes Omen gesehen werden kann, dass Dinge langsam wieder zueinander gefunden haben.
Die beiden Hauptrollen im Film verkörpern Lars Raasch (den kennt ihr vielleicht als den Stabkämpfer am Anfang von Xoro) und Susanne Evans (die kennt ihr vielleicht als Kara, die Königin der Amazonen in Hilde), und die praktischen Spezialeffekte am Set stammen von Gérard Wüller. Kamera, Schnitt und VFX sind von mir, und mehr Beteiligte hatte das kleine Projekt auch gar nicht.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Film und hoffe, ihr habt dann übernächsten Sonntag auch euren Spaß daran!

Und wenn ich von Projekten spreche, die endlich zueinander finden, so gilt das auch für Verdorbene Asche. Ich bin mit meiner eigenen Überarbeitung des Skriptes durch und nun ist der Tag gekommen und es geht endlich an die Testleser raus, in der Hoffnung, dass auch dieses Buch 2018 noch erscheinen kann. Es ist als Horror-Roman denke ich ein gutes Buch für die kalte Jahreszeit.
Auch hier zur Erinnerung: Verdorbene Asche ist ein Sequel im Geiste zu Verfluchte Eifel, spielt gewissermaßen in der gleichen, fiktionalisierten Grusel-Eifel jener Novellen, aber führt uns in einen neuen Ort und vermengt dort Hexen, Osterbräuche, frühchristliche Kulte und ein paar der bei mir vermutlich eher typischen Tropes zu einer hoffentlich kurzweiligen Lektüre.
Vom Umfang her sollte es am Ende etwas dicker sein als Schleier aus Schnee.

Wenn wir schon von Büchern sprechen, erlaubte ich mir noch mal einen Exkurs zu den Handbüchern des Drachen, der von mir redaktionell betrauten Reihe über Rollenspiel-Theorie bei Ulisses. Das Crowdfunding läuft von heute aus noch 13 Tage und hat noch allerlei schöne Dinge, die freigeschaltet werden können.
Konkret sind gerade die nächsten beiden Ziele nicht uninteressant (Stand Mittwochmittag) – bei 14.000 fällt mein Essay, Aus einem Guss, indem ich darüber schreibe, wie man Setting und Regeln miteinander im Einklang entwickeln kann – und ob man es sollte. Und bei 15.000 Euro wird nicht nur ein Essay im Andenken an André Wiesler und sein Projekt Protektor freigeschaltet, den Janina Robben schreiben wird, sondern auch die bisherige Essay-Sammlung entsprechend zu einem Buch aufgerüstet.
Es lohnt sich also definitiv alles weiterhin!

Foto © Ulisses Spiele 2018

Wen meine Ulisses-Arbeit sonst interessiert, der kann auf der Ulisses-Webseite vom ersten Ulisses Unplugged lesen; einer Führung durch die Firma und exklusive Spielrunden für Backer entsprechender Crowdfundings. In diesem Falle waren es die Vampire-Unterstützer – und hier auch noch mal ein Gruß an „meine“ tapferen vier Kainiten! War toll mit euch!

Dann, nur eine Randnotiz, werden wir noch diese Woche das Foto für das nächste Dracon-Poster aufnehmen – das sollte dann also auch in den kommenden Wochen das Licht der Welt erblicken.
Auf jeden Fall könnt ihr euch die Convention ja schon mal vormerken: Wir laden wir ein ins malerische Paustenbach in der Eifel vom 26. bis 28. April 2019 – die offizielle Webseite kennt die Details.

Und dann zum Schluss hier noch ein persönlicher Gedanke. Ich war vor ein paar Tagen mit einer Freundin eher ausgedehnt wandern – 25 Kilometer hinab ins Ahrtal und wieder zurück. Es war anstrengend, es war toll – und man könnte natürlich die Frage stellen, ob es der richtige Zeitpunkt war, mitten in einer Woche Urlaub, die ich hatte, um mich primär um Umzugsangelegenheiten zu kümmern.
Doch explizit: Ja. Es war genau der richtige Zeitpunkt.

CGP Grey hat in einer der aktuelleren Folgen Hello Internet sinngemäß die Frage aufgeworfen, wie er denn wissen solle, was er denke, wenn er gar keine Chance habe, abseits von medialer Beschallung überhaupt mal auf seine eigenen Gedanken zu hören. Und das ist eine unglaublich gute, wahre Beobachtung.
Sicherlich, ich war nicht alleine unterwegs und natürlich haben wir uns unterhalten, aber es war mal wieder ein Beispiel für das, worauf ich hier über die Jahre schon so viele Loblieder gesungen habe – das Rauskommen, das Durchatmen, die kleine Chance zur Besinnung. Und natürlich kann ein Tag des Wanderns nicht die selbe Katharsis bieten wie es unsere Wochen-Ausstiege in den Schwarzwald sonst leisten – da trennen mich noch drei Monate von –, aber es hat halt dennoch gut getan.
Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie gut Wandern es vermag, Gedanken zu ordnen. Sei es, dass man alleine geht und reflektiert, oder aber, dass man zu zweit marschiert und im Dialog entlang des Weges auch auf ernste Themen zu sprechen kommt, die man anderweitig vielleicht ruhen lassen würde.
Vom Bestaunen der Schönheit der Natur ganz zu schweigen.
Also: Hier und jetzt genug gelesen und wenn ihr könnt, dann raus mit euch!

Viele Grüße,
Thomas

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