Hallo zusammen!

Am Wochenende vom 11. zum 12. Juli hin ist in Bonn die FeenCon. Das ist denke ich genauso bekannt wie das Fakt, dass ich da sein werde um eigentlich im Rahmen der DORP dort zu stehen, aber natürlich auch unser aller Schreibtum zu präsentieren.
Vielleicht nicht bekannt ist, dass dort bei uns am Stand auch Moritz Mehlem sitzen wird; der hat für das von ihm in Deutschland verlegte Rollenspiel „Labyrinth Lord“ eine Adaption unseres Films Xoro: the Eifelarean geschrieben, für das ich bezüglich des Hintergrundes als Berater tätig war. Klingt jetzt vielleicht dramatischer, als es ist, aber wir freuen uns alle wie irre auf das Modul und werden sicher bei den Erstkäufern sein.

Aber darum soll es heute nur am Rande gehen, denn wir bringen noch was zur FeenCon mit. Ja, die Ankündigung eines neuen, großen Projektes der DORP auch, sicherlich. Exemplare von Seelenbilder und Kritzeleien, sicher doch. Aber noch was.
Ab Samstag stellen wir erste Leseproben zu gleich zwei Büchern bereit: Mein Einfach Filme machen und Julia Osterbrinks Living Fantasy. Und das Beste: Die Leseproben gibt es bei uns am Stand ausgedruckt, aber zeitgleich auch hier sowie bei den Sinnstiftern als PDF-Downloads. Wenn das mal kein Service ist.

Und sonst?
Neben der Kleinigkeit, dass es jetzt rechts im Menü den neuen Unterpunkt „Auf dem Schreibtisch“ gibt, bei dem ich versuchen werde, mal aktuell bleibend jeweils grob zu umreißen, was ich gerade mit welchem Buchprojekt tue, geht es vor allem voran.
Einfach Filme machen, ja, da ist noch immer ein kleiner Teil des Lektorats offen, aber ich hoffe, dass sich das sehr, sehr bald endlich ändern wird. Den letzten Layout-Akt habe ich jetzt schon mal begonnen, so dass bis Monatsmitte ein komplettes Master bereit steht. Das wird dann noch mal mit Argusaugen gesichtet und dann, ja, endlich, geht es nach zweieinhalb Jahren der Arbeit ab in den Druck.
Julias Living Fantasy ist ja bekanntermaßen bereits fertig. Die nötigen Anfragen bezüglich der zwei schon mal erwähnten Bildrechte sind raus und wenn das alles so entspannt weitergeht, wie es begonnen hat, gehe ich davon aus, werfen wir das Buch dann im Spätsommer/Herbst in den Druck.
Dann kommt im Winter mein Verfluchte Eifel, das nach erster Überarbeitung gefühlt sieben bis zehn mal so rund wirkt wie noch in der Erstfassung. Derzeit putze ich noch immer an der zweiten, namensgebenden Novelle herum und arbeite vor allem an einer Passage, die sich noch sträubt, aber bald, ganz bald dürfen da erste Testleser ran.

Nebenher läuft die Arbeit bei der AZ gut, wenn auch das Sommerloch beginnt, sich langsam auszubreiten. Aber gut, das geht auch wieder vorbei und bis dahin kann ich weitere Energien in die obigen Bücher stecken.

Für 2010, wenn ich mal vorsichtig in die Ferne blicken darf, sind auch bereits Ideen im Raum. Ich rede derzeit immer mal wieder mit einer potentiellen, weiteren Sinnstifterin – sieht gut aus, bisher. Wäre dann wieder ein popkulturelles Sachbuch, was mich sehr freut. Das Thema kann man gar nicht genug behandeln, scheint mir.
Meinerseits wird sicherlich 2010 ein weiteres erzählendes Buch folgen. Nennen wir es mal Buch 4, bis ich mich traue und ihm einen (Arbeits-)Namen gebe. Vielleicht beginne ich auch noch mit einem Sachbuch, aber wenn ich von Einfach Filme machen ausgehe, wird das dann 2010 eh nichts.
Aber genug der fernen Worte, bleiben wir im hier und jetzt. Und eben da höre ich jetzt einmal mit dem Tippen auf und verlagere meine Aufmerksamkeit zurück zu einer Datei, die „Verfluchte Eifel.odt“ heißt und wo ein unbotmäßiger Absatz noch immer auf seine Abreibung wartet…

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Heute nur ganz kurz notiert:

Dear Octopus

Dear Octopus

Wie eh und je führt es die Theatergruppe des Anglistischen Instituts, Actor’s Nausea, wieder auf die Bühne. Vom 16 bis 19 Juli spielen sie auf der Bühne „The Space“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen auf. Das Stück ist dieses Mal ein eher unbekanntes Werk, heißt „Dear Octopus“ und wurde von Dodie Smith geschrieben.

Wie gehabt ist die gesamte Gruppe unter der wiederholten Leitung von Regisseurin Sarah Bingham gut aufgelegt. Ebenso wie gehabt ist alles, was an Grafikdesign vom Poster bis zur Eintrittskarte rund um das Stück existiert, von mir entworfen und gestaltet worden. Wobei, Ehre wem Ehre gebührt, die Grundidee für das Poster kam dieses Mal von Schauspielerin Tanja Romich. Ebenso wie man mich wohl wieder an jedem der Abende an der Kasse vorfinden wird.

Informationen zur Gruppe und zum Stück gibt es bereits auf der offiziellen Homepage unter www.actorsnausea.de – ich werde hier auch noch mal mehr dazu schreiben, aber Freizeit ist so ein rares Gut, daher müssen es diese knappen Worte für heute tun.

Viele Grüße,

Thomas

Hallo zusammen!

Heute nur ganz kurz notiert:

Wie eh und je führt es die Theatergruppe des Anglistischen Instituts, Actor’s Nausea, wieder auf die Bühne. Vom 16 bis 19 Juli spielen sie auf der Bühne „The Space“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen auf. Das Stück ist dieses Mal ein eher unbekanntes Werk, heißt „Dear Octopus“ und wurde von Dodie Smith geschrieben.

Wie gehabt ist die gesamte Gruppe unter der wiederholten Leitung von Regisseurin Sarah Bingham gut aufgelegt. Ebenso wie gehabt ist alles, was an Grafikdesign vom Poster bis zur Eintrittskarte rund um das Stück existiert, von mir entworfen und gestaltet worden. Wobei, Ehre wem Ehre gebührt, die Grundidee für das Poster kam dieses Mal von Schauspielerin Tanja Romich. Ebenso wie man mich wohl wieder an jedem der Abende an der Kasse vorfinden wird.

Informationen zur Gruppe und zum Stück gibt es bereits auf der offiziellen Homepage unter actorsnausea.de – ich werde hier auch noch mal mehr dazu schreiben, aber Freizeit ist so ein rares Gut, daher müssen es diese knappen Worte für heute tun.

Viele Grüße,

Thomas

Morgen zusammen!

Es ist ja irgendwie so eine Art Hassliebe, mit dem Spiegel und mir. Einerseits lese ich das Dingen wirklich gerne und er ist mir über den Wochenlauf treuer Begleiter bei so mancher Mahlzeit. Die Interviews darin machen häufig Spaß, er ist polemisch, aber auf eine Art, die ich besser verdauen kann als etwa die BILD und alles in allem, ja, finde ich es gut, das Dingen zu beziehen.
Dann wiederum sind da gelegentlich so Artikel, da wird mir ganz anders, wenn ich sie lese. Und irgendwie geht es meist, wenn auch nicht immer, dabei irgendwie um Film. Viele Eskapaden habe ich hier nie weiter erwähnt, eine war mir sogar mal einen Leserbrief wert, der aber wiederum nicht abgedruckt worden ist. Damals ging es um eine Thomas Mann-Verfilmung, heute geht es um … Michael Bay.

Ich werde gar nicht erst großartig den Versuch unternehmen, mich in die „Schund-oder-Kult“-Diskussion rund um „Transformers 2“ einzubringen, das geht ja meistens doch schief. Der Artikel zum Thema ist, das ist sehr freundlich, sogar online zu lesen und impliziert an verschiedenen Stellen zwei Eindrücke: Was für ein banaler und dummer Kram der Film doch sei, nur Schauwert ohne jeden Gehalt und „von den meisten Kritikern verhöhnt“, und wie kommerziell erfolgreich er doch gewesen sei.
Überhaupt, diese zwei scheinbar unvereinbaren Elemente: Anspruch und kommerzieller Erfolg.

Wenn Filme im Heft besprochen werden, dann selten positiv. Ob nun „Buddenbrooks“ oder „Transformers“, die Vorwürfe sind im Grunde gleich: Keinen Fokus auf die Geschichte gelegt, sondern nur immer wieder diese Schauwerte. Pfui!

Ich kann da im Bezug auf den neuen Artikel sogar meinen alten Leserbrief zitieren: „[D]as, was er offenkundig gelungen scheint, vor allem die visuelle Umsetzung, zentrales Element eines jeden Filmes, wird abgeschmettert und zur niederen Kunstform deklariert, trivial[...]“.
Dumm nur, dass Film ein visuelles Medium ist, also eines, wo schöne Bilder zentral zu werten sein sollten.
Dumm auch, dass Film eben auch ein Unterhaltungsmedium sein kann und es von daher allenfalls eine Frage der Zielgruppe sein sollte, ob der Film nun eher tiefgründig oder eher flach und laut ist. Beides hat eine Daseinsberechtigung, so wie Schoko- und Vanillepudding. Das eine oder das andere dafür zu kritisieren, dass es eben die eine oder andere Sorte ist, wirkt doch auch albern und kindisch.

Ein Film kam dann, allerdings hier unter Vorbehalt, weil aus Erinnerung gesprochen, doch gut weg bei den Damen und Herren aus Hamburg: „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Auch da will ich jetzt gar nicht viel zum Film sagen – den hab ich leider noch nicht sehen können – aber er basiert auf einem Buch, dass nicht nur als Spiegel-Sachbuch erschienen ist, sondern auch noch von Stefan Aust geschrieben wurde, der bis Februar 2008 leitender Redakteur bei dem Magazin war.
Sicherlich gab es auch schon andere, positive Besprechungen dort. Dennoch würde ich mir im Großes und Ganzen wünschen, das ganze Feld der Filmkritiken würde etwas weniger auf der “Wir gegen die”-Basis operieren…

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Seit nunmehr einem halben Monat, mehr oder weniger, bin ich nun also freier Mitarbeiter in der Lokalpresse. Es hat mich zur Aachener Zeitung verschlagen und, wer die liest (also explizit die AZ und nicht eine der Lokalvarianten wie der Eifler Zeitung), der kann dort Texte von mir entdecken. Wahlweise halt unter vollem Klarnamen veröffentlicht, oder aber mit dem Kürzel (TM) versehen. Heute auch, falls noch jemand Interesse hat und an einem Kiosk vorbeikommt.

Das ist für mich klar Neuland. Zwar hab ich schon Säcke voll Schreiberfahrung und das hat das Vorstellungsgespräch auch sehr beschleunigt, jedenfalls meinem Eindruck nach, aber es hat bisher nie etwas mit tagesaktueller und lokaler Berichterstattung zu tun gehabt. Fünf Termine habe ich den knappen zwei Wochen jetzt wahrgenommen und dabei auch schon ein beachtliches Spektrum vom Klassiker, dem Schützenverein, über weiteres Vereinsleben bis hin zu einem spannenden Vorabtermin um eine ganz besondere Ausstellung hier in Aachen (noch einmal sei auf die heutige Ausgabe verwiesen, da steht es drin).

Eindrücke könnte ich daher haufenweise anführen, aber es ist schwer, da zwischen interessanten und uninteressanten Fakten zu entscheiden. Was irgendwie auch schon der erste Punkt dieser Übersicht sein kann, denn es ist spannend, genau diese Auswahl auch im Hinblick auf die Artikel zu treffen. Was finden die Leute vor Ort interessant, was finde ich interessant, was die Redaktion und was der Leser?

Auch ist es durchaus mit einer gewissen Verantwortung versehen, was mir auch eigentlich erst bei meinem ersten Termin wirklich klar geworden ist: Man stellt Leute der Öffentlichkeit vor, nicht selten auch jene, die eben normalerweise nicht im Rampenlicht stehen. Dabei braucht dieses Blog hier zum Beispiel doch so seine Zeit, bis ein Artikel auch nur annähernd an die normale Auflage der AZ herankommen könnte – es sind also zwar nicht viele Augen auf mich, wohl aber auf den Text gerichtet.
Spannend dahingehend ist auch, dass bei den Terminen selbst durchaus auch viele Augen auf einen gerichtet sind – man nimmt die Lokalpresse ernster und wichtiger, als ich es erwartet hätte. Aus obigen Gründen in meinen Augen durchaus zu Recht, aber in unserer Zeit, in der irgendwie ja doch alle über das Netz publizieren und umgekehrt das goldene Zeitalter der gedruckten Zeitung mutmaßlich auch passé ist, hat es mich dennoch – positiv – überrascht.

Die Atmosphäre und der Umgangston in der Redaktion und mit Kollegen vor Ort ist super, das Klima motiviert ungemein. Mit Vertretern anderer Presseorgane hatte ich bisher nur vereinzelt zu tun, der Umgang scheint mir auf den ersten Blick höflich, auch freundlich, aber dennoch zurückhaltend.

Soviel zum Ersteindruck. Vermutlich war dieser Beitrag stellenweise etwas mehr „typisch Blog“ als anderes, was ich hier schon geschrieben habe, aber ich wollte diese Impressionen trotzdem einfach mal auch explizit hier teilen. Denn diese Seite steht halt doch primär unter dem Thema „Das Schreiben und ich“ – und dies hier ist dann eben doch auch das erste Mal, dass ich meine Wortpflanzkunst nicht zuletzt auch dem Broterwerb dienlich mache.
Man wird nicht reich als freier Mitarbeiter, aber es ist dennoch ein netter Bonus.

Aber keine Sorge, die Bücher werden darunter nicht leiden, werden nicht vernachlässigt. Im Gegenteil – ich bin ja im Juli mit der DORP und Eifelarea Film nebst Stand auf der Feencon in Bonn. Und ich denke, erstmals dort und zeitgleich oder im Anschluss dann auch hier wird es die erste größere Kostprobe aus „Einfach Filme machen“ geben. Das kommt diesen Sommer. Garantiert.

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Im Grunde kennt es sicher jeder: Das Pseudonym. Sicherlich, das Konzept ist generell auch ebenso simpel wie einfach nachzuvollziehen – ein Autor schreibt nicht seinen eigenen Namen auf ein Buch, sondern eine Art Kunstnamen. Dabei ist das Pseudonym trennungsunscharf vom Künstlernamen zu differenzieren, den ein Autor mehr oder weniger für sein ganzes Leben, nicht aber nur für einzelne Projekte annimmt. Paul Celan etwa – der hieß mit bürgerlichem Namen eigentlich Paul Antschel.

Warum aber wählt ein Autor ein Pseudonym?
Stephen King, sicherlich einer der prominentesten Pseudonym-Nutzer unserer Zeit, hat eine ganze Reihe Bücher unter dem Namen „Richard Bachmann“ veröffentlicht. Gefragt, warum er das getan habe, erklärte er, es sei vor allem ein Experiment gewesen. Er habe sich gefragt, ob die Leute seine Bücher eigentlich noch gut fänden, weil sie eben gut seien, oder nur noch, weil er ihr Autor war. Da sich aber auch die Bachmann-Bücher großer Beliebtheit erfreuten, konnte er guten Gewissens seiner Zunft treu bleiben.

Einen anderen, irgendwie aber auch nachvollziehbaren Grund hatte beispielsweise Anne Rice. Die in den 90ern schwer angesagte Schöpferin von Büchern um den Vampir Lestat und andere Kreaturen der Nacht hatte sich auch in einer ganz besonderen Reihe der literarischen Figur der ‘Sleeping Beauty’ angenommen. Ziemlich harte, schwere und umstritten erotische Kost, die in ihrer deutschen Fassung sogar rechtlich gar nicht mal mehr einfach zu erwerben ist. Die Bücher erschienen zunächst unter dem Namen „A.N. Roquelaure“. Das ist insofern ein nettes Augenzwinkern, als dass „A.N.“ recht nahe an „Anne“ ist und ein Roquelaure ein französischer Mantel. Durchaus ein nettes Spiel mit dem Namen.

Wiederum klar in das Gebiet der Marktwirtschaft fallen dann auch die ’satirischen’ Pseudonyme, die in der Regel jedoch auch von eher weniger als mehr kreativem Humor künden. Das beginnt bei der Herr der Ringe-Parodie, die von einem Herrn Tollkühn geschrieben sein soll und endet bei einem gewissen Charles Roch, der mit „trockenzonen“ etwas vom großen Topf voll Gold abhaben möchte, den Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ nach wie vor darstellen.

Pseudonyme sind allgegenwärtig, reichen hin bis zu Lokalgrößen wie Jacques Berndorf, dem König der Eifel-Krimis. Aber eine Frage ist berechtigt: Was hat das Thema mit dem Medium Buch zu tun?
Gibt es, über den Spleen der Autoren hinaus, Gründe, dass ein Buch nicht explizit unter dem Namen des Verfassers erscheint?
Man ahnt es, sonst hätte ich nicht so viel geschrieben – ja, gibt es.

Nehmen wir zum Beispiel jene Buchreihen, die in Gönnerschaft erscheinen. Was ich meine? Beispielsweise diese Bücher, die von verschiedenen Autoren geschrieben werden, aber bei denen am größten auf jedem Cover „Wolfgang Hohlbein präsentiert“ steht. Warum tut es das?
Einerseits, keine Frage, geht es hier darum, Kunden zu locken. Der Name Hohlbein zieht und damit ist er eine gute Aussicht darauf, die eigenen Verkaufszahlen entsprechend verbessern zu können. Aber das ist nicht der einzige Grund. Gerade die großen Buchhandlungen sortieren ihre Auslagen in den Regalen nach dem Verfasser. Und was passiert, wenn das erste Buch einer Reihe von Reinhard Müller, das zweite Buch dagegen von Hildegunde Alfons geschrieben wird? Richtig, sie stehen quer im Laden verteilt. Die „präsentierten“ Bücher werden dagegen oftmals unter dem Namen des Gönners einsortiert, wodurch es er der Kunde bedeutend einfacher hat, die ganze Reihe zu überbrücken.

Will man den Vorteil in der Sortierung, aber eben keinen Gönner, so kann ebenfalls eine Abart des Pseudonyms ins Spiel kommen: Der fiktive Herausgeber des Gesamtwerks. Doch, ja, so etwas gibt es.
Das leider derzeit auf Eis liegende Fantasy-Epos „Gezeitenwelt“ wurde von Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser, Karl-Heinz Witzko und Thomas Finn geschrieben – auch hier sieht man schnell, dass das so niemals im Laden beieinander stehen kann. Hier nun half ein Pseudonym aus der Klemme: Die Taschenbuchausgaben der Reihe erschienen unter dem Namen Magus Magellan. Das war dann je nach Band einer der vier zuvor Genannten, aber im Laden fanden sie alle beieinander beim Buchstaben ‘M’ ihren Platz.
Man könnte allerdings vermuten, dass auch das so keine perfekte Lösung war, da weder die Fans von Hennen wie auch die von Wieser, Witzko oder Finn beim Buchstaben ‘M’ nachgeschaut haben dürften.

Wo man auch immer die Ursachen vermutet: Nicht immer geht ein Pseudonym alleine auf Koketterie der Autoren selbst zurück, manchmal ist es auch eine Entscheidung mit direktem Bezug auf das Buch als solches.
Ich jedenfalls sehe derzeit noch keinen Bedarf, unter falschem Namen zu publizieren.

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Ein weiteres Lebenszeichen aus der nach wie vor begrenzt zum Internet verbundenen Welt, in der ich mich – ganz im Sinne früherer Blog-Beiträge – derzeit eigentlich sogar sehr wohl fühle. Aber ich dachte, ich ergreife die Chance und bringe mal einige Aktualisierungen rund um mein Tun und Streben.
Die Überschrift verrät dabei schon, was sicherlich an zentralster Stelle stehen muss: Einfach Filme machen naht der Fertigstellung. Derzeit liegt nur noch ein einsames, letztes Kapitel im Lektorat und unsere Gedanken sollten derzeit bei Julia sein, die zwar sprachlich fit und daher qualifiziert ist, aber sich für dieses explizite Kapitel inhaltlich so sehr interessiert wie ich mich damals für den Mathematik-Unterricht – quasi nicht. Das Thema ist „Die Kamera“, sozusagen ein optionaler Exkurs für den Leser, der etwas mehr Infos rund um die Technik wünscht. Sowie das dann bei mir ist, geht die letzte Hand voll Material ins Layout und dann, ich glaub es kaum, das Buch in den Druck. Wird vielleicht nicht mehr Juni werden, aber alles in allem liegt hier noch alles im Rahmen.

Ähnlich gut voran geht es bei Verfluchte Eifel. Beide Novellen, die in dem Buch enthalten sind, liegen in einer ersten Textfassung vor. Mittlerweile bin ich bei einer Art zweiten Schreibdurchgang und „Xulu“ erfährt derzeit eine gar gravierende Umarbeitung. Da ich hier im Endeffekt auch wesentlich mehr Freiheiten alleine vom Quellmaterial her habe – diese Novelle basiert auf einem groben Entwurf, die den Titel gebende „Verfluchte Eifel“ ja auf einem fertigen Drehbuch – dachte ich mir, nutze ich die auch. Somit erhält der Text derzeit eine komplette zweite Handlung, die zwar vorher schon implizit da war, die jetzt aber gehörig das vorherige Material erweitert und, wie ich finde, aufwertet.

Abgesehen davon hat die zugehörige Produktionscrew mein Script für das Jugenddetektiv-Hörspiel Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners ohne Umschweife genommen und wir treffen uns vielleicht noch diese Woche, um es einmal in kleiner Runde zur Probe zu lesen. Die Rollen werden auch bereits verteilt, so dass auch das noch dieses Jahr über die Bühne gehen sollte.
Für die Cthuloide Welten entwerfe ich derzeit mal langsam meinen nächsten (bzw. von dem, was schon zu haben ist, ausgehend meinen übernächsten) Artikel, also den für Heft Nr. 18. Der Text für Heft Nr. 17 – „Das Kampfsystem im Fadenkreuz“ – ist ja schon länger beim Verlag und sollte, wie gehabt, zur SPIEL dann auch zu kaufen sein.

Zuletzt noch eine ganz andere Verlautbarung – man will ja schließlich Miete zahlen, und so begab es sich, dass der Autor sich etwas suchte, um mit Texten auch zumindest etwas stetiger dazu beisteuern zu können. Als Ergebnis darf ich mich jetzt, mit ehrlicher Freude und unerwartetem Stolz, als freier Mitarbeiter des Lokalteils der „Aachener Zeitung“ fühlen. Mal sehen, was sich daraus machen lässt…

So viel von mir an dieser Stelle; ich arbeite noch an weiteren Fronten an anderen Projekten (Stichworte wären Eifelarea Film, Sinnstifter, DORP und andere), doch für jetzt und hier sollten dies der Infos doch erst mal genug sein.

Da die Aktion neulich aber so gut angekommen ist, setzte ich in den kommenden Tagen erst mal meine ‘Exkurse rund um das Buch’ fort. Mal sehen, worüber genau ich schreiben werde…

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Man soll sich ja auch immer mal an neue Aufgaben wagen und so habe ich in den vergangenen Tagen etwas fertig geschrieben, was ich bisher auch noch nicht gemacht habe: Ein Hörspiel.

Im Zuge des bei der quasi hauseigenen DORP GbR erschienene Jugenddetektiv-Rollenspiel „Die 1W6 Freunde“ habe ich jetzt das erste Hörspiel meines Lebens geschrieben. Der Text ist vorgestern Nacht an meine Ko-Autoren des Spiels herausgegangen und sofern keine großartigen Beanstandungen anfallen, wird das dann denke ich alsbald produziert werden.
Wir planen derzeit, es dann kostenlos als MP3 auf der DORP (und ggf. ja auch hier) zum Download anzubieten und zusätzlich eine Sammler-CD zum Selbstkostenpreis zu produzieren.

Es hat auf jeden Fall soweit viel Spaß gemacht, den Text zu produzieren und dabei keines der Klischees auszulassen, die beispielsweise gerade TKKG immer sehr aktiv unterstützt hat. Also gibt es neben einer Jugendsprache, die schon in den 80ern niemand wirklich so verwendet hat, vor allem Sexismus und Rassismus, wovon ich mich persönlich sehr distanziere; aber ich denke, das Augenzwinkern wird dann auch hörbar sein.
Überhaupt, ich hoffe auch, dass es so lustig geworden ist, wie es intendiert war. Für diejenigen, jetzt gerade „Parodie auf Jugenddetektive“ gelesen haben und sofort „Ferienbande“ dachten – ja, kenne ich, habe ich aber absichtlich länger nicht gehört, um nicht ungewollt zu viel zu klauen. Aber ich denke, ich kann mit Fug und Recht sagen, unser Humor funktioniert dann letztlich auch anders.
Dennoch, wen das Thema anmacht – mal „Ferienbande“ googlen, das lohnt auch.

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Jeder, der gerne mit Büchern hantiert kennt sie, sieht sie täglich, nutzt sie auch ganz unbewusst; aber kaum jemand denkt über sie nach: Buchrücken.
Buchrücken sind nicht, wie man vielleicht meinen könnte, die Rückseiten von Büchern im Sinne des „Backcover“ in der englischen Sprache, sondern vielmehr die Rückenseite der Bücher, dort wo ihre zentrale Verbindungseinheit sitzt – zumeist eine Leimung. Es sind die flachen oder leicht rundlichen Seiten, die einen aus Buchregalen im Geschäft oder daheim anlachen, die rufen „Kauf mich!“ oder „Lies mich!“ – auch „Lass mich bloß stehen!“. Und sie sind mit einer Menge lustiger Fakten und Trivia verbunden.

Wusstet Ihr beispielsweise, dass früher der Preis auch auf dem Rücken verzeichnet wurde, ganz besonders bei Taschenbüchern? Wer so richtig alte Bücher, also im Sinne der Nachkriegszeit, etwa von Goldmann, in die Finger kriegt, der kann auf der Seite Punkte entdecken. Diese Punkte, oft ähnlich wie auf Würfeln in Mustern arrangiert, entsprachen dem Preis in DM. Wer ein Reclam-Taschenbuch erwirbt, dass vermutlich seit langer Zeit im Abverkauf ist, kann diese Punkte dort übrigens teilweise bis heute finden.
Aber auch danach wurde die Politik noch lange Zeit beibehalten – in Form einer numerischen Angabe, irgendwo klein und versteckt. Hatte man etwa ein Buch, auf dessen Rücken irgendwo klein „980“ stand, so war es eines für 9 Mark 80. Eine Eigenart, die mir lange Jahre viel Freude bereitet hat, wenn Bücher verschenkt und Preise auf der Rückseite unlesbar gemacht wurden, auf dem Buchrücken aber ebenso getarnt wie ungeniert nach wie vor die Summe prangte. Naja, Bibliophilen-Humor…

Praktisch waren die Angaben trotzdem. Man konnte im Laden die Buchregale abschreiten und, war die eigene Börse zu schmal bestückt, musste man das Buch gar nicht erst weiter beachten. Oder aber, es fiel einem auf, dass auf einem besonders dicken Buch ein besonders schmaler Preis stand und man wurde so neugierig.
Gestorben sind die Angaben mit der Umstellung auf den Euro und der Einführung der doppelten Preisangabe auf der Buchrückseite. Vermutlich der Mehrdeutigkeit wegen. Wie dem auch sei, mir fehlen sie, aber heute würden sich die Verlage vielleicht ja auch gar nicht mehr trauen, auf ein Buch mit wenigen Seiten zweistellige Beträge zu schreiben. Dann sähe man ja, wie teuer Bücher heute sind…

Aber zurück zu den Buchrücken. Wer auch englische bzw. englischsprachige Bücher besitzt, dem ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass da eine ganz brisante stille Konvention in beiden Kulturkreisen genau entgegengesetzt wirkt: Die Ausrichtung. Steht ein deutsches Buch im Regal, so sind die Oberkanten der Buchstaben links. Man muss also den Kopf nach links neigen, um den Titel lesen zu können.

Das ist kein Zufall. So absurd es klingt: Untersuchungen haben ergeben, dass der generische Mitteleuropäer seinen Kopf aufgrund der Beschaffung seines Nackens angenehmer nach links als nach rechts neigen könne; die Buchrücken kommen dieser Neigung nach.

Bei englischen Büchern ist es genau anders herum. Die Buchstaben haben ihre Oberkante zur rechten Seite, sind also sozusagen anatomisch ungünstig konstruiert. Dummheit und/oder Zufall?
Mitnichten. Aufgrund einer dieser Konventionen, über deren Ursprung es viele und keine Erklärungen gibt, produziert der angelsächsische Markt seine Bücher so, dass sie, wenn sie im Regal liegen, das Cover nach oben haben können und zugleich der Titel lesbar bleibt. Und in der Tat: Legt man ein deutsches Buch mit dem Cover nach oben ins Regal, würde es eines Kopfstands bedürfen, den Buchrücken lesen zu können.

Manche Buchreihen sind dabei besonders fesch und besitzen etwas, was sich „durchgehendes Rückenmotiv“ nennt. Das Beispiel, das jeder kennt: Disneys Lustige Taschenbücher. Die haben, seit eh und je, von Rücken zu Rücken, Buch zu Buch übergreifende Motive, meist Abbildungen der bekannten Figuren des Konzerns, so dass das Ganze am Ende im Regal betrachtet einen schönes, durchgehendes Bild ergibt.
Auch das ist übrigens in der Praxis nicht immer so leicht umzusetzen. Hat man ein Buch mit flachem Rücken, dessen Front und Rückseite ebenfalls absolut flach sind, dann kann man natürlich im Layout einfach die Teilmotive arrangieren. Hat man aber Bücher mit rundem Rücken und daraus resultierender Pfalz (diese „Rille“, die zwischen Rücken und Deckel verläuft), so muss man den sich wiederum daraus ergebenden Überstand bedenken. Diese Bücher schließen im Regal nicht dicht an dicht an, sondern sind vielleicht einen halben Millimeter voneinander entfernt. Plant man das nicht ein und lässt diesen Teil des Rückenmotivs nicht einfach „weg“, so dehnt sich das Bild und wirkt fies und aufgebläht.
Auch sollte man immer bedenken, dass der Umschlag eines Buches nicht in Maßstäben rechnet, die für die Raumfahrt geeignet wären – bis zu fünf Millimeter Spielraum nach oben und unten kalkuliert man ein, wenn man einen Umschlag gestaltet. Dass trotzdem durchgehende Rückenmotive immer wieder gelingen sollte insofern durchaus mit Ehrfurcht wahrgenommen werden.

Ganz „nebenbei“ haben Buchrücken aber natürlich ihre klassischen Funktionen. So werden Autor und Titel, Verlag und ggf. die Reihe genannt, in der das Buch erscheint. Über all das, also Verlags- und Reihennamen, Logos und etwa die Art, wie Autoren genannt werden, könnte man dabei sicherlich locker weitere, ganze Beiträge schreiben … ja, ich glaube, das werde ich demnach auch einfach tun…

Für heute soll es das zum Thema Buchrücken gewesen sein. Wir lesen uns die Tage wieder hier!

Viele Grüße,
Thomas

Hallo zusammen!

Nicht, dass ich glauben würde, dass es in Japan einen Absatzmarkt für mich gibt, aber falls doch, dann kann ich ab jetzt auf Amazon.jp verweisen:
Seelenbilder bei Amazon.jp

Das ist schon schräg irgendwie, das eigene Buch auf solch eine Distanz präsentiert zu sehen.
Und ganz offenbar ist mein Buch 1,987¥ wert. Ist ja auch mal nett zu wissen, sowas…

Das musste ich einfach teilen.

Viele Grüße,
Thomas

Schöne gute Nacht zusammen!

Meine Meldungen hier sind derzeit etwas seltener als sonst, aber ich schrieb ja oft genug mittlerweile, dass das vor allem an meiner Unpässlichkeit in Sachen Internetzugang liegt.
Das aber wiederum heißt natürlich nicht, dass ich faul oder untätig wäre, sondern im Gegenteil, dass ich die Zeit nutze, um an den Büchern zu arbeiten; derzeit schreibend vor allem an Verfluchte Eifel.

Von den zwei enthaltenen Novellen habe ich mittlerweile eine in einer ersten, sehr frühen Fassung fertig: „Xulu“. Ob das Kind seinen Namen behalten wird, ist noch unklar, aber zumindest eher unwahrscheinlich, denke ich. Das, was bisher geschrieben ist, ist soweit auch ganz nett, mit aber mit etwas Abstand gesehen zu linear. Als das Ganze noch eine Filmidee war, lebte es sehr von unabhängig voneinander stehenden Zeitsträngen, die noch örtlich, wohl aber zeitlich getrennt waren. In dieser ersten Fassung nun hatte ich dieses Element weitestgehend entfernt, aber nun fehlt es mir doch zu sehr. Dementsprechend werde ich „Xulu“ wohl noch mal kräftig um- und ausarbeiten, bis die Geschichte mal vor fremde Augen wandern wird.
Diese Umarbeitung wird wohl auch dazu führen, dass der bisherige erste Satz der Geschichte nicht mehr der erste Satz sein wird, was mich etwas betrübt. Aber die Gesamtdramaturgie profitiert davon und es wäre doch etwas übertrieben, diesen Vorteil für einen Satz zu opfern.
Wie er lautet?

Zuerst waren die Städte entlang der Schienenstrecke kleinen Ortschaften gewichen, und nun hatten auch diese den Weg frei gemacht für ein karges, leeres Land und vereinzelte Bauernhöfe.

Derzeit aber habe ich mir noch etwas Zwangsabstand von der ersten Geschichte verordnet und schreibe an der titelgebenden Novelle, „Verfluchte Eifel“. Das geht extrem gut von der Hand, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich an der Ausarbeitung des kompletten Drehbuchs damals schon maßgeblich als einer von zwei Lektoren beteiligt war und insofern sehr vertraut mit Stoff, Handlung und Charakteren bin.
Es macht hier auch vor allem Spaß, die recht große Protagonistengruppe auszuarbeiten und in den Dialogen ihre sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten zum Tragen zu bringen. Jetzt verstehe ich doch langsam, warum manche Autoren von ihren Figuren wie von alten Freunden und Bekannten sprechen.

Derzeit will ich im Bezug auf Verfluchte Eifel keine zeitlichen Prognosen wagen. Sicherlich noch dieses Jahr, aber alles andere, das muss sich noch zeigen und fügen. Es soll ja auch nicht ein mehr oder weniger herausgesautes Produkt für „Eifelarea“-Fans werden, sondern auch den ganz alltäglichen Leser ansprechen und, im Idealfall, gruseln.
Denn genau das sind sie, die beiden Texte in dem Buch: Schauergeschichten.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Viele Grüße und gute Nacht,
Thomas

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