Drei mobile Apps in meinem kreativen Alltag

Hallo zusammen!

Es ist jetzt etwas über zwei Jahre her, dass ich hier noch schrieb, dass ich keine Smartphones mögen würde und es ist etwas unter einem Jahr her, dass ich nach einem Schwarzwald-Urlaub einräumte, mein Standpunkt habe sich dahingehend abgemildert. Nun denn. Einige Eckdaten sind geblieben – die ewige „Immererreichbarkeit“ stört mich auch heute noch und erliegende Diskussionen in geselliger Runde, weil einer die Frage schnell per Google recherchiert finde ich noch immer schlimm und anstrengend, aber mein Bild ist vielgestaltiger geworden. So gibt es halt durchaus auch einfach ein oder zwei Menschen, für die ich eben doch gerne immer erreichbar bin und das auf eine Weise kann, die zwar vielleicht noch vorher per SMS möglich war, aber ja, doch, durch Instant Messanging eine schöne Sache wird. Und Twitter ist zumindest in meinen Augen etwa ein soziales Netzwerk, das mit der mobilen Komponente zusammen deutlich mehr Freude bereitet.
Aber lässt man die offensichtlichen Kandidaten – Facebook, Twitter, Whatsapp, Bahn- und Post-Apps und was einem da so einfällt – mal außen vor, so gibt es zudem einige Programme, die sich tatsächlich im produktiven und kreativ-produktiven Alltag als von erheblichem Nutzen erwiesen haben.
Warum also, so dachte ich mir, stelle ich euch nicht einfach mal drei davon vor?
Vorweg muss ich noch sagen, dass ich ja auch zu den exotischen Verfechtern vom Windows Phone gehöre; aber es geht ja auch mehr um den App-Typus; entsprechende Äquivalente für iPhones und Androiden sind immer vorhanden.
Da das alles ja nicht für jedermann ist, stecke ich es des Rest Artikels mal hinter einen [Weiterlesen]-Knopf; und wem das alles viel zu digital ist, für den hab ich dann im nächsten Artikel hier auch wieder was Handfestes. Weiterlesen

Der Tag wird kommen (Webtipp)

Hallo zusammen!

Wer mir lange genug auf genügend Kanälen folgt, der weiß vielleicht, dass ich seit vielen Jahren großer Marcus-Wiebusch-Fan bin. Das war ich, als er mit seiner Punk-Band …But Alive aktiv war, das blieb ich, als er mit seiner neuen Band Kettcar musikalisch sanfter und textlich metaphorischer wurde und das bin ich auch heute, wo er mit „Konfetti“ sein aktuelles Solo-Album vorgelegt hat.
Wiebusch ist 15 Jahre älter als ich, aber in gewisser Weise hat seine Musik für mich immer zur jeweiligen Zeit den richtigen Nerv getroffen. Und, was wichtiger ist für mich, schon immer haben seine Texte Dinge an- und ausgesprochen, die gesagt werden mussten. Schon in frühen Liedern wie „Sie war sie ist sie bleibt“, aber dann gerade mit Kettcar in ihren oft melancholischen Subtexten wie in „Am Tisch“, oder in „Balu“, das in so vielen Punkten so viel meines Lebensgefühl auffing, wenn er singt

wie die Dinge sich wohl anfühlen
wenn sie denn noch ganz wären
ein Lebenslauf gebastelt, mit den Händen eines Tanzbären

Aber so wie sich Dinge im Leben verändern, so verändert sich auch Wiebuschs Musik und es war für mich eine sehr freudige Erkenntnis, dass „Konfetti“ wieder einmal in vielen Punkten für mich ein voller Treffer war. Eine Menge guter Lieder finde ich auf dem Album (Anspieltipp: Schwarzes Konfetti), aber eines sticht insgesamt heraus: „Der Tag wird kommen“.
Und offenbar sticht das Lied nicht nur für mich heraus, denn es war auch dem Sänger wichtig genug, ihm ein Video zu verpassen, und nicht nur einfach so – es wurde ein Crowdfunding-Projekt gestartet (eines von bisher dreien, die mich dazu bringen konnten, Geld zu investieren), es wurde wirklich Aufwand betrieben und es wurde ein sehr gutes Video produziert für ein Lied, dem ich vor allem eine Beschreibung geben würde: Es ist wichtig.
Aber schaut erst einmal selbst:

Das Lied, es spricht von der schweren Situation Homosexueller im Profi-Fußball, aber eigentlich, eigentlich spricht es von der schweren Situation Homosexueller in ungezählten Schichten unserer Gesellschaft. Und somit spricht es eigentlich von Intoleranz und von Vorurteilen, von denen man meinen sollte, sie seien ausgestanden, die jedoch in Wahrheit nur verschleppt wurden, die noch immer unter der Oberfläche brodeln und darauf warten, wieder hervorzubrechen.
Und so wie ich im Bezug auf eine andere Form der Intoleranz bei der WM schon andernorts schrieb, dass das Problem nicht die Fahnen sind, sondern in den Köpfen einiger derer liegt, die sie schwenken, so ist das Problem letztlich auch hier eines, das wir nur gemeinsam, durch ein Umdenken in der Gesellschaft, angehen können. Das ist dabei nicht mal eine Frage, ob man selbst betroffen ist: Mich als heterosexueller Mensch geht diese Intoleranz ebenso an wie mich Rassismus als weißer, deutschstämmiger Bundesbürger angeht, denn beides sind Ausprägungen von Menschenfeindlichkeit, und die geht uns alle an. Die muss uns alle angehen.
Mein Weltbild ist, so jetzt im Herbst 2014, wirklich nicht positiv. Aber meine Hoffnung in das Potenzial der Menschheit bleibt ungebrochen – doch wenn wir aus all diesen Kreisläufen der Eskalation herauswollen, ist Toleranz ein Fundament, auf das wir bauen müssen. Und auch wenn dieses Video vermutlich – wie alles in dieser Richtung – erst einmal den Bekehrten predigt, wer weiß, vielleicht ist es für den einen oder anderen ja doch ein erster Schritt, über seine Welt nachzudenken.

Viele Grüße,
Thomas

Teaser: Carlos meets Ballet

Hallo zusammen!

Ich hatte es in den Zwischenständen ja schon angekündigt – ich habe, aus einigen der Aufnahmen, die während der Proben seit Januar entstanden sind, einen kleinen Teaser für „Carlos meets Ballet“ angefertigt.
Fangen wir doch mit dem einfach an:

„Carlos meets Ballet“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Ballett-Atelier Stolberg, dem Verein Kids on Stage und dem Live-Musiker Carlos, die gemeinsam am 20. September in Stolberg gewissermaßen all ihre Kunstfertigkeiten zu einem Event verschmelzen lassen wollen.

Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr und der Eintritt liegt bei 10 bzw. ermäßigt bei 5 Euro.
Wer wissen möchte, der wird auf der Seite des Ateliers fündig.

Viele Grüße,
Thomas

Die Wahrheit ist irgendwo dort draußen (Zwischenstände)

Hallo zusammen!

Am 10. September 1993 lieft in Amerika „The X-Files“ an, die hierzulande einen immensen Erfolg unter dem Titel „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ feiern sollte. Das ist jetzt 21 Jahre her. Das ist grob das Alter, das „Raumschiff Enterpreis“ hatte, als ich in meiner Kindheit das erste Mal darauf stieß, eine Serie, die an einem 8. September vor jetzt satten 48 Jahren anlief. Aber ich will hier nicht darüber schreiben, wie alt ich bin, sondern wie wichtig die Serie(n) mir war(en) – wie wenig andere Dinge, „Krieg der Sterne“ vielleicht noch, hat „Akte X“ damals meine Phantasie befeuert, als ich jung war – und damit einen der Grundsteine für all das hier gelegt, was ich so treibe. Irgendwo in mir versteckt sich ein kleiner Junge; einer, der sich zeigt, wenn ich nachts auf meinem Balkon stehe und in die scheinbare Endlosigkeit der Sterne über mir blicke, wenn ich mich frage, was sich dort wohl verbirgt, jenseits aller für uns erreichbarer Grenzen. Und nicht nur ist das sicherlich der gleiche Junge, der diese fremden Sterne mit Kirk und Spock bereisen, und sie mit Luke Skywalker und Obi-Wan Kenobi verteidigen wollte, nein, ich glaube es ist in vielen Punkten derselbe kleine Junge, der herausbricht, wenn ich etwas Kreatives erschaffe. Ich denke, es braucht dieses „Kind im Manne“ (respektive ganz selbstverständlich genauso, idiomatisch vernachlässigt, das „Kind in der Frau“), irgendwo im Herzen aller, die kreativ arbeiten.
Und auch wenn dies eine etwas lange Einleitung ist, wie anders sollte ich Zwischenstände beginnen in einer Kalenderwoche, die gleich die Startdaten beider genannten Fernsehserien enthält?
Genau. Sehe ich auch so.
Aber kommen wir zum Eingemachten.

Belletristik

Schleier aus Schnee

Schleier aus Schnee

Gute Nachrichten an der Belletristik-Front: Testleserin Nummer 3 hat Schleier aus Schnee ausgelesen. Wir sind uns einig, dass das vierte Viertel der Geschichte noch hakt, wenngleich wir noch nicht ganz sicher sind, woran es liegt. Aber wir kreisen es langsam ein und ja, das Ziel scheint zum Greifen nah.
Auch bei Geschichten aus Condra: Die blaue Gans ist es ausnahmsweise mal so gekommen wie erwartet und die vorletzte Geschichte liegt mir endgültig vor. Eine fehlt noch, dann kann auch dieses Buch noch dieses Jahr erscheinen. Auf der Dracon (siehe unten) werde ich mindestens eine Leseprobe dabeihaben.
Die Weltenscherben derweil wachsen weiter an Ideen – was ja zu erwarten war. Eine unglaublich fiese Idee, die mir in einem Gespräch vor dem Mafia-LARP neulich ins Ohr gesetzt wurde, muss da einfach mit rein. Aber, wie immer bei diesem Buch: Frühestens kommendes Jahr!

Oh, und im Oktober hab ich noch eine Kleinigkeit mit Verfluchte Eifel vor.
Das lest ihr aber dann hier.

Sachbuch

Lovecraft und Duve

Lovecraft und Duve

Der Oktober und damit die Entscheidung, ob Lovecraft und Duve den Deutschen Phantastikpreis gewonnen haben mag, rückt näher, und ich gebe zu, meine Spannung wächst, auch wenn ich ja nach wie vor nicht damit rechne.
Derweil hat das Tanzbuch mittlerweile ein Konzept, wie ich die Tänze aufschlüsseln will, das ich allerdings mit Co-Autorin Anke Simon noch nicht besprechen konnte.
Die Überarbeitung von Einfach Filme machen hat ebenfalls in meinen Kopf langsam aber sicher eine scharfe Kontur angenommen, aber noch geht gerade die Belletristik einfach vor. Einen Schritt nach dem anderen, erst das eine, dann das andere fertigstellen.
Ende des Jahres vielleicht?

Notizbücher und Journale

Hier ist nicht allzu bald mit mehr News zu rechnen, daher einfach noch mal der dreiste Hinweis, dass man mein Film-Journal Bewegte Bilder beispielsweise hier bestellen kann. Weiterlesen

Fire Bucket Challenge

Letzten Freitag sprach mich mein Kumpel Tobi an; er habe da eine Idee. Inspiriert von einem anderen Video auf Youtube und, natürlich, letztlich auch inspiriert durch den langsam abebbenden Trend von „Ice Bucket Challenge“-Videos wollte er auch etwas beitragen. Aber nicht einfach einen weiteren Eimer Eis – seine Ambitionen waren feuriger. Er brauchte einen Kameramann – und ich hab da nicht nein gesagt.
Jetzt am Dienstag haben wir uns getroffen, zusammen mit Gérard als helfender Hand und zugleich als demjenigen, der neben dem Löscheimer saß, für Notfälle. Wir haben uns im Innenhof eines befreundeten Ehepaares getroffen – wem die Szenerie bekannt vorkommt, ich hab in der gleichen Wohnung zuvor auch mal gewohnt –, und unser Werk vollbracht.

Wie ich auch schon schrieb und was auch hier gesagt gehört, bevor wir zum Video kommen: Bitte nicht einfach unüberlegt nachmachen. Zwar wurde hier nichts nachbearbeitet und das, was ihr dort seht, ist ein echter Stunt ohne Kompromisse, aber zugleich ist er halt auch die Zusammenarbeit von drei Leuten, die in ihren jeweiligen Metiers Jahre der Erfahrung aufweisen können. Und wie ich schon auf Facebook schrieb: Ich würde es hassen, so etwas nicht mehr teilen zu können weil ich dann fürchten müsste, dass sich ein Leser/Zuschauer im Anschluss wegsprengt.

So, nun aber genug Spaßbremse gewesen und so geht es, ohne weitere Unterbrechung, voran zur Fire Bucket Challenge.

Und kommendes Mal gibt es dann wirklich die aktuellen Zwischenstände.
(Kurz darauf dann ggf. noch ein Video, aber dann auch endlich mal wieder für sich selbst stehende Artikel.)

Viele Grüße,
Thomas

PS: Meine Meinung zu dem ganzen ALS-/Tierversuche-/Medienhype-Thema an sich ist im Übrigen sehr komplex und nichts, was ich hier mal aus dem Ärmel schütteln werde; das wäre wenn einer dieser Blog-Artikel, denen viel Recherche vorausgehen müsste.
Was nicht heißt, dass er nicht kommen könnte, aber derzeit nicht.
Eine gute Freundin und ich, wir hatten ebenfalls die Idee zu einem Video-Gedanken zu dem Thema, den wir vielleicht eines Tages mal umsetzen werden; falls ja, wäre das ja ein guter Anlass.