Allerlei: Ein Preis-Hinweis, ein Buch und ein kleines Webseiten-Update

Hallo zusammen!

Wie jedes Jahr folgte auf den großen (wenngleich verspäteten) Jahres-Anfangs-Marathon erst einmal Stille hier, aber es war auch viel los in diesen ersten nicht mal drei Wochen des neuen Jahres. Heute aber komme ich zumindest endlich dazu, hier ein paar Kleinigkeiten durchzufunken.

seraph_2017Zunächst einmal sei einfach nur weitergetragen, dass die Longlist für den Seraph 2017 veröffentlicht wurde. Der Seraph ist ein vom Phantastische Akademie e.V. verliehener Buchpreis, der dieses Jahr die Kategorien „Bestes Debüt“ und „Bestes Buch“ honoriert.
In jener Kategorie „Bestes Buch“ lese ich dann auch gleich eine Reihe Namen, denen ich es allen gönnen würde. Dirk van den Boom kenne ich insofern, als dass ich früher einige seiner Bücher lektoriert habe, Thomas Finn schätze ich einfach als Autor ungemein (und er war vor vielen Jahren bei einigen Begegnungen auf Cons definitiv auch motivierendes Vorbild), Christian von Aster spricht nicht zuletzt Pro- und Epilog in unserem Xoro und Judith und Christian Vogt, deren Steampunk-Roman „Die verlorene Puppe“ nominiert ist, sind sowieso Freunde, insofern … ja, viel hochkarätiges Volk versammelt, scheint mir; die Shortlist in beiden Kategorien wird Anfang März bestimmt.
Womit wir auch gleich schon bei meinem (milden) Grund zur Kritik wären, denn die letztjährige, dritte Kategorie für den besten Independent-Autor gibt es dieses Jahr „aus organisatorischen Gründen“ nicht. Hmpf. Es geht mir dabei explizit nicht um mich – ich hab ja in der fraglichen Zeit nicht mal etwas im passenden Genre veröffentlicht –, aber es ist halt leider mal wieder eine weitere verpasste Chance, die verlagslosen Autoren in Deutschland etwas mehr zu honorieren. Nun war die Lösung letztes Jahr, bei der nur Bücher zugelassen waren, die bei Neobooks veröffentlicht wurden (danke, Internet-Archiv, fürs Konservieren), auch nicht das Gelbe vom Ei, nun aber gar nichts zu haben ist auch nicht besser. Da kann der 1. Vorsitzende Oliver Graute auch noch mal betonen, dass im Self-Publishing-Bereich „oft echte Perlen [entstehen]“, es bleibt einfach so: Der Selbstverlag ist und bleibt in Deutschland im Ansehen noch sehr weit hinter dem regulären Verlagswesen zurück.

rollenspiel-essaysAber apropos Verlagswesen – ich arbeite ja nicht nur für einen im Hauptberuf, manchmal erscheinen ja auch Texte von mir in Verlagsveröffentlichungen. So geschieht es gerade wieder beim Band Rollenspiel-Essays aus der Reihe Handbücher des Drachen im Ulisses-Verlag.
Das Buch ist das Ergebnis eines im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossenen Crowdfundings und ist in PDF-Form soweit ich weiß auch schon an die Unterstützer raus. Für Freunde greifbarer Bücher ist es derzeit aber auch beim Drucker und kommt dann auch in den Handel.
Ich werde hier noch mal aktiv trommeln, wenn es so richtig da ist, aber für hier und heute kann man ja schon mal festhalten: Ich bin da mit drin vertreten!
(Disclaimer: Ulisses Spiele ist natürlich auch mein regulärer Arbeitgeber, gelayoutet hat die Bände jedoch meine Kollegin Nadine.)

Und zuletzt noch in Bezug auf diese Seite: Es gibt eine neue Unterrubrik. Oben findet ihr im Menü Audio/Video nun den Punkt Filmprojekte, der eben auch genau das abbildet, was dran steht. Keine neuen Offenbarungen und für Leute, die hier schon länger mitlesen auch nichts, wovon sie nicht schon mal gehört hätten, aber nun ja, es war doch irgendwie an der Zeit, das zumindest so die nennenswerteren (und auch schlicht online verfügbaren) Projekte hier auch mal gebündelt Einzug halten.
Die Rubrik deckt übrigens nicht meine allgemeinen Youtube-Videos ab, die gab es ja schon länger hier, sondern es geht explizit um Spielfilme.

So, und das war’s soweit heute von mir.
Ich schaue aber mal, dass wir in den kommenden Wochen hier mal wieder mehr auf einen konstanten Takt kommen!

Viele Grüße,
Thomas

Das war 2016, Teil 5: Das wird 2017

Hallo zusammen!

Wie ich schon über die letzten Tage angekündigt habe, ist derzeit viel geplant für 2017. Ich habe eine Menge Projekte, die ich dieses Jahr gerne in der einen oder anderen Form realisieren würde und dementsprechend voll ist die nachfolgende Übersicht.
Allerdings sage ich auch gleich vorweg, dass diese Übersicht … optimistisch ist. Aber lieber ich setze meine Ziele hoch und schaffe möglichst viel, anstatt gleich von Anfang an die Hälfte der Sachen ad acta zu legen und es gar nicht erst zu versuchen, sage ich mir. Ich verzichte darum hier weitgehend aber auch auf die Nennung geplanter Terminfenster; die habe ich zwar, aber ob die so jemals Realität werden, das weiß ich auch noch nicht.

Belletristik

Verdorbene Asche (in Arbeit)

Das aktuelle Projekt ist noch immer Verdorbene Asche, mein neuer Roman im selben Setting wie schon zuvor Verfluchte Eifel. Das Buch ist aber schon sehr weit fortgeschritten, gerade in den letzten Wochen, und sollte im Februar an die ersten Testleser rausgehen. Danach schaue ich weiter. Aber es formt sich und derzeit gilt es „nur“ noch, die noch offenen Kapitel des letzten Viertels zu schreiben. Dann lasse ich es vermutlich ein, zwei Wochen ruhen, lese es dann noch mal selbst und gebe es dann an erste neugierige Augen weiter.
Bisher habe ich ein gutes Gefühl bei dem Buch.

das-dritte-kaer-coverversion-1-webKomplett neu in dieser Übersicht ist dagegen Das dritte Kaer – und das ist auch ein wenig ein Ausreißer aus dem sonstigen Vorgehen. Schon vor über einem Jahr fragte mich Michael Mingers, ob ich nicht Lust hätte, eine Earthdawn-Erzählung zu schreiben und dann im Rahmen des Fanprojekt-Programms zu veröffentlichen. Hatte ich sofort – aber dann fing ich fest bei Ulisses an und wir wurden uns erst einmal unsicher, was das für dieses Projekt bedeuten würde.
Nun bin ich nach einem Jahr noch immer fest angestellt, aber wir sehen eigentlich nichts, was gegen das Projekt spricht, sodass ich die Novelle (Den Kurzroman? Ich weiß noch nicht genau, wie umfangreich es wird …) wohl 2017 mal angehen werde.

Weltenscherben

Parallel schwelen weiter die Weltenscherben, die Sammel-Anthologie aller möglicher meiner Texte, die so mit und mit anfallen. Ich weiß, dass der Buchtitel hier im Blog schon lange herumgeistert, aber es wächst immer mal wieder, das Buch. Auf keinen Fall ist es vergessen.
Ob ich nebenher auch noch mal Anthologie-Beiträge wie mein Vater, sie kommen wieder letztes Jahr schreiben werde, weiß ich dagegen noch nicht. Bei der richtigen Ausschreibung zum richtigen Thema aber gerne.
Noch keinen neuen Zeitplan gibt es für Geschichten aus Condra 2, das ja den Arbeitstitel Für die Freiheit trägt. Ich denke in ein, zwei Zwischenstand-Beiträgen weiß ich mehr.

Das Audio-Projekt

DruckRegelmäßige Leser wissen, dass Gérard Wüller und ich an einem kleinen Hörspiel-Projekt arbeiten. Die (interne) Pilotfolge haben wir letztes Jahr fertig bekommen, aber das Gesamtwerk soll aus sechs Folgen bestehen, die wir versuchen werden, alle 2017 zu produzieren und es dann zu veröffentlichen.
Und wie schon mehrfach betont, aber immer wieder gefragt: Nein, es baut nicht auf irgendeiner schon bestehenden Marke auf. Damit das Kind aber endlich einen Namen hat: Das Hörspiel wird Hallo Anne heißen – und es hat ein Logo, das ihr nebenstehend begutachten könnt.

Sachbücher

EFM 2015 Coverentwurf 1 Frontcover webDrei Sachbücher habe ich für 2017 geplant, mit variabler Sicherheit. Einfach Filme machen soll nach wie vor in eine Neuauflage gehen und ich arbeite an dem Buch, aber es ist auch viel, das ich ändern will. Da ich es lieber gründlich als schnell machen möchte, gehe ich derzeit mal von „Mitte des Jahres“ aus, halte aber im Grunde alles für möglich. Es ist auf jeden Fall in Arbeit.
Hilde: Das offizielle Begleitbuch ist es ebenfalls weiterhin. Für diejenigen, die erst später zugeschaltet oder es seit der letzten Erwähnung vergesse haben: Das Buch wird das komplette Drehbuch zu Hilde und die Glocken der Amazonen (s.u.) sowie kleinere Making-of-Artikel und viele, viele Set-Fotos enthalten. Das gute Stück ist sicher, aber kommt halt erst, wenn der Film raus ist.
Umschlag Tanzbuch Regulär Frontcover webTänze von einst, die maximal fortentwickelte Fassung von Das Tanzbuch mit stärkerem Fokus auf Tanztraining, Tanzvermittlung, Hintergrundwissen und Trivia, ist ebenfalls fest im Plan, aber könnte auch gut ein 2018er-Projekt werden. Die Arbeit an dem Sonderband zum Tanzball war viel Arbeit und ich vermute, das hier wird nur mehr. Schauen wir mal, was möglich ist.
Auf jeden Fall wird es anders als Das Tanzbuch ein kostengünstiges Softcover und wird im freien Handel dann auch erhältlich sein.

Bildbände

Konzentriert bei der Foto-Arbeit auf den Tanzball schauend (Foto © Hagen Hoppe)

Konzentriert bei der Foto-Arbeit auf den Tanzball schauend (Foto © Hagen Hoppe)

Apropos „Der Tanzball“: Der Bildband Der Tanzball 2016 wird Anfang des Jahres erscheinen. Noch warte ich auf die letzten Fotos, dann treffe ich die Auswahl, erstelle das Layout und gebe das Buch dann auch direkt in Produktion. Am Liebsten wäre mir, wenn das noch diesen Monat passiert, sonst spätestens Februar.
Außerdem ist mein ultralimitiert konzipiertes Foto-Bildband-Projekt mit anrüchigen Fotos und einer Auflage von gerade mal drei Stück auch für dieses Jahr endlich geplant. Alles ist fertig gesetzt, nur ein einziges Foto fehlt noch. Das schaffen wir aber auch noch.

DORP

cover_umschlag-webDie Liste dorpiger Wunschprojekte ist lang. Den Anfang wird Die Legende der Orkenkluft machen, ein DSA-5-Abenteuer, das ich zeitnah angehen möchte und das als erstes DORP-Projekt im Rahmen von Ulisses‘ Scriptorium Aventuris als „offizielles Fanmaterial“ erscheinen soll. Ich bin da schon gespant.
Bei den 1W6 Freunden sind für 2017 zwei Dinge geplant: Zum einen, das ist schon bekannt, Allzeit bereit, der nächste Abenteuerband für das Spiel. Fünf Abenteuer, drei von mir, eines von Michael Mingers, eines von Matthias Schaffrath. Ich freu mich drauf, das Buch zusammenzustellen, auch wenn der eigene Anspruch nach dem vielen Lob für Geister, Gauner und Halunken entsprechend hoch ist.
1W6 Freunde Allzeit bereit Frontover webDas andere Jugenddetektiv-Projekt trägt den Arbeitstitel Ihr Name ist Mensch und soll hier noch nicht zu weit erläutert werden; nur so viel: Wir hoffen, dass es klappt, und dass wir damit sogar realweltlich etwas Gutes tun können. Ich werde es aber vermutlich hier erst wieder erwähnen, wenn es greifbarer wird, aber so ist es zumindest laut genannt und ich bringe mich selbst etwas unter Handlungszwang.
Was Mystics of Mana angeht, so will ich dieses Jahr mindestens die Regel-Beta unters Volk bringen. Gerne dann auch im Anschluss direkt das Grundregelwerk, aber einen Schritt nach dem anderen, denke ich. Die Beta aber muss dieses Jahr raus, sonst wird das alles irgendwann Vaporware, und das wäre schade.
sadt-neues-frontcover-webBleibt Schrecken aus der Tiefe, an dem ich ja selbst soweit gar keine Schreibarbeit leiste, aber das ich dieses Jahr endlich auch gedruckt in den DORP im Druck-Fundus überführen möchte. Und wir arbeiten dran – ganz ehrlich!
Ach ja, und 1W6 Fäuste für ein Halleluja? Möglich. Durchaus möglich.
(Es gibt auch noch weitere DORP-Projekte, etwa von Markus Heinen, die ich an dieser Stelle aber auslasse, weil ich diese zwar vermutlich setzen werde, aber sie nicht primär betreue.)

LARP

Es wird dieses Jahr ja nur wenige Ausgabe der Vereinszeitung Die Tröte geben, aber die geplante Zahl wird wohl erscheinen. Ich bin noch immer unentschlossen, ob ich einen 10 Jahre Tröte-Gesamtsammelband machen will, habe mir aber vorgenommen, das bis Mitte Februar zu entscheiden.
Und zuletzt ist noch das seit einem Jahr herumgeisternde Condra-Buch-Geheimprojekt im Raum, der nächste Band der Condrianischen Bibliothek. Ich denke, dieses Jahr klappt der.

Filme

hilde-poster-v1-2Bleiben zuletzt noch Filme. Hilde und die Glocken der Amazonen wird dieses Jahr erscheinen. Ist mir egal, was uns die Welt entgegenwirft, der Film kommt und basta.
Genauso möchte ich dieses Jahr unglaublich gerne mit der Produktion von Xoro 2: Die Maske des Xoro beginnen. Leider habe ich vor einigen Tagen eine gute Chance, alle zentralen Mitwirkenden an einem Ort zu treffen, verpasst, sodass ich hier einen aktuellen Stand leider etwas schuldig bleiben muss.
Ebenfalls noch nicht realisiert ist da mein Schnee-Kurzfilm-Ding, das ich schon länger mit mir herumtrage und das ich gerne bei der erstbesten Gelegenheit drehen will. Aber dafür braucht es Zeit, Schnee und die zwei Darsteller, die ich dafür vor der Kamera haben möchte. Drückt einfach mal die Daumen, dass es entweder jetzt bald, oder aber dann am Ende des Jahres irgendwann einfach mal klappt.

Und sonst

poster-dracon-11-webNatürlich gibt es noch hundert weitere, kleine Dinge. Fotos zum Beispiel, da habe ich noch immer sackweise Wunschprojekte und hoffe auf gute Chancen. Eine erneute Video-Bühnen-Installation für das Ballett-Atelier. Hoffentlich zumindest ein, zwei Folgen Easy Props. Eine Dracon. Natürlich mehr oder weniger alle 14 Tage der DORPCast. Und so weiter, und so fort.
Aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Ich denke im Kern kann man sagen, die Ambitionen dieses Jahr sind ebenso hoch wie der Anspruch an mich selbst … und in etwas weniger als einem Jahr werden wir hier spätestens Revue passieren lassen, was gelungen ist und was nicht.
Ich hoffe, auch für euch ist das eine oder andere Projekt dabei, was Interesse weckt. Auf jeden Fall werde ich alles geben, damit 2017 ein Jahr wird, das einfach rockt!

Viele Grüße,
Thomas

Das war 2016, Teil 4: Der Medienkonsum

Hallo zusammen!

Wie jedes Jahr ist es im vierten meiner fünf Neujahrs-Beiträge Zeit, auf das vorige Jahr medial zurückzublicken und zu betrachten, was so die Highlights all dessen waren, was ich gelesene, gesehen, gespielt habe.
Und wie immer gibt nur die Highlights und keine analoge „Worst of“-Liste; wer hier öfters mitliest, der weiß warum, behaupte ich.
Ach ja, und wie immer gilt etwas krude: Ich bewerte, was ich dieses Jahr konsumiert habe; ungeachtet des faktischen Erscheinungsjahres.

Spielfilme, Kino

Zehn Mal war ich 2016 im Kino, wenn ich das gerade richtig überschlagen habe – ein im Vergleich zu den Vorjahren sagenhaft guter Schnitt! Es gab einige Aussetzer, aber auch eine ganze Reihe ziemlicher Highlights. Den Kampf um den Thron müssen am Ende zwei Filme für mich austragen, die so unterschiedlich sind, dass es nahezu unmöglich ist, einen vor den anderen zu setzen. Aber ich denke so ganz final ist Rogue One in meinem Star-Wars-Fanherz ganz, ganz knapp mein Jahreshighlight vor dem gleichsam unfassbar guten The Hateful Eight von Quentin Tarantino.
Im Zweifel: Guckt einfach beide.

Spielfilme, Heimkino

Wenn ich mich nicht verzählt habe (und keinen vergesse), gab es ergänzend dazu 26 Filme im privaten Heimkino. Da war die Ausbeute dieses Jahr weniger eindeutig. Viele Filme, die ich dieses Jahr daheim geschaut habe, waren … gut. Aber halt nicht sehr gut. Auch hier war wenig völliger Unfug dabei, aber ein Highlight? Schwer.
Ich denke am Ende gewinnt Nicolas Winding Refns Drive; ein sehr schön erzählter, aber vor allem visuell brillanter Film. Nennungen ehrenhalber bekommen aber L.A. Confidential, der ebenfalls ein Meisterwerk ist, aber mir schon bekannt war, und Eiskalte Engel, der viel besser war, als ich das vermutet hätte.

Animation – Filme und Serien

Die Kategorie ist doppelt einfach – einerseits weil ich nur ein einziges Animationswerk im ganzen Jahr gesehen habe, und andererseits, weil es dazu auch noch absolut großartig war. Star Wars Rebels, Staffel 1. Nicht vom etwas klobigen Look abschrecken lassen, da steckt eine Menge drin in der Serie. Staffel 2 liegt schon bereit, aber das Jahr endete zu früh, um die noch zu schaffen.

Serien

Ich habe fünf (Real-)Serienstaffeln im vorigen Jahr ganz gesehen, und gut waren die alle. Am Ende gewinnt aber True Detective, Staffel 2 – genau, die, die keiner mochte – für mich durch ihre wunderbare Erzählweise, ihre brillante Musik und, ja, ihre coolen Darsteller. Haarscharf auf Platz 2 trudelt Scream, Staffel 2 ein, die mit ihrem ganzen Stil noch immer sehr meinen Nerv trifft.

Bücher, Sachbuch

Kommen wir aber mal zum gedruckten Wort. Mein jährliches Lese-Ziel sind ja 50 Bücher; 38 sind es geworden. Das ist ausbaufähig, waren es am Ende doch sogar sieben weniger als im Vorjahr. Nun denn, 2017, mal sehen was hier möglich ist. (Wen interessiert, was ich lese, der kann das auch immer hier verfolgen.)
Was Sachbücher angeht, so waren es am Ende nur derer drei. Von denen ist dann wohl Chris Stuckmans The Film Buff’s Bucket List eine ganz interessante Lektüre, weil die Filme des letzten Jahrzehnts gerade in „Beste-Filme-Listen“ doch oft eher geschmäht werden. Und Joanna Penns The Successful Author Mindset war okay, denke ich.
Aber so richtig die Empfehlung habe ich hier nicht.

Bücher, Belletristik

Dafür hat es mir die Belletristik echt schwer gemacht dieses Jahr. Das Drei-Autoren-Gemeinschaftsprojekt Tage wie diese von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle war das erste Buch 2016 für mich und bereits ein verdammt guter Start. Die beiden Frontiersmen-Bände Höllenflug nach Heaven’s Gate und Blutfehde auf Alverado von Wes Andrews (alias Bernd Perplies) sind ebenfalls extrem gut gewesen.
Aber am Ende geht die Krone – es tut mir fast Leid – an Star Wars: Aftermath – Life Debt; aber sorry, auch wenn das dieses Jahr sehr, sehr Star-Wars-zentrisch ist hier, das Buch war einfach verdammt gut.

Bücher, Comic

Bei den Comics nun kann ich aber zumindest beweisen, dass es nicht immer der Krieg der Sterne sein muss. Da habe ich zwar auch einige gelesen, aber der Comic des Jahres für mich geht an Pascal Crocis Dracula; die visuelle Wucht dieses so unglaublich schrägen Comics sowie seine unkonventionelle Erzählweise haben mich am Ende einfach am deutlichsten gerockt.
Ein haarscharfer zweiter Platz geht an Gaimans Sandman Ouverture, der nicht weniger ein Meisterwerk ist (wenngleich er nur dann die höchsten Weihen erreicht, wenn er auf den Schultern der zehn regulären Bände der Reihe stehen kann), eine Ehrennennung zudem Matthieu Bonhommes Der Mann, der Lucky Luke erschoss.
Es war ein verdammt gutes Comic-Jahr, wenn ich mir das so überlege.

Musik

Musik ist schwer dieses Jahr. Auch hier habe ich eine Menge gehört, was ich gut fand, aber wenig, was ich brillant fand. Den größten Impact hatte schlussendlich aber Leonard Cohen – so komplett.
Ganz bitter: Ich kannte den Mann aus dem Studium als Dichter. Auf seine Musik bin ich dagegen erst dieses Jahr gestoßen, habe mich dann gefreut, dass der sogar noch lebt und gerade ein neues Album herausbringt … und dann war er auch schon tot. Aber auch darum halt: Der Mann, komplett. Einfach mal beim Streaming-Dienst eurer Wahl reinwerfen und reinhören, das ist alles großartig, was man da findet. (Nebenbei: 2016, das Jahr in dem ich vollumfänglich auf Streaming-Musik umgestiegen bin; Apple Music ist der Dealer meiner Wahl. Bisher bereue ich nichts.)
Instrumental sei noch Ennio Morricone und sein Soundtrack zu The Hateful Eight genannt; gerade die Eröffnung ist atemberaubend. Die Nennungen ehrenhalber gehen an Jennifer Rostock, deren neues Album Genau in diesem Ton schon echt fett geworden ist, Hugh Lauries zwei Jazz-Alben Didn’t It Rain und Let Them Talk, die ich so nicht von ihm erwartet hätte und Emilie Autumns Album Opheliac, das generell hörenswert ist, vor allem aber das unglaublich ohrwurmige „Marry Me“ enthält.

Podcasts und Youtube

Das waren im Vorjahr zwei Kategorien, aber dieses Jahr lohnt es, das zusammenzufassen: Das geht alles an Easy Allies. Ihre Rezis und ihre sonstigen Projekte auf Youtube, ihre zwei Podcasts The Easy Allies Podcast und Frame Trap dort oder als Audio.
Im März schrieb ich über ihre Gründung und, was selten ist, sie konnten alle meine Wünsche und Hoffnungen erfüllen.
Alle meine Vorjahresnennungen in beiden Kategorien sind weiterhin mehr oder weniger Pflichtprogramm, auf Youtube besonders Tom Scott, Super Bunnyhop und LGR, aber Easy Allies zahle ich pro Monat sogar das gleiche Geld wie Netflix – und bin massiv zufrieden mit dem, was ich kriege.

Fernsehen

… hm … nope.
Nope.
Nichts. Sorry.

Videospiele

Siebzehn Videospiele habe ich im vorigen Jahr gespielt, wobei zwei davon extrem gut, aber noch nicht zu Ende gespielt sind und daher wohl auf die 2017er-Liste rutschen müssen.
Aber von allen Spielen, die ich durchgespielt habe, ist Kathy Rain mein Gewinner. Ein Retro-Point’n’Click-Adventure mit cooler Pixel-Optik, toller Story mit Twin-Peaks-Flair und einer insgesamt ungeheuer stimmigen Gesamtpräsentation.
Knapp dahinter reihen sich The Banner Saga und Shadowrun Returns ein, die auch beide sehr gut sind.
Nebenbei, von den 17 Spielen waren es 8 auf dem Mac unter OS X, 5 auf dem Nintendo 3DS (eines davon ein emulierter Game-Boy-Titel) und 4 auf der X-Box 360. Das ist definitiv ein Trend aus dem Vorjahr hin zum Spielen am Rechner, der sich fortgesetzt hat.

Rollenspiele

Und zuletzt bleibt die Frage nach rollenspielerischen Highlights. Spielend, das ist wohl ausreichend Dokumentiert, war das FATE-Star-Wars-Rollenspielwochende ein klares Highlight, aber es geht hier ja eher um Produkte. Hm, da ist es schwieriger, zumal ich an so viel mitgewirkt habe, was ich darum auch nur ungern nennen will.
Die deutsche Ausgabe von Numenéra ist schon sehr cool geworden und vermutlich alleine schon ob der proppevollen Box mein Gewinner. Mit großer Vorfreude warte ich zudem auf Zweihänder, das OSR-Retroklon-WFRP sozusagen. Das wäre ein guter Kandidat gewesen, aber hat abseits einer Preview-PDF die Zielgerade nun leider verpasst.
Ja, ich denke, das sind die objektiv nennbaren Highlights gewesen.

Soweit also der Rückblick auf 2016, nun sowohl was meine, als auch, was anderer Leute Werke so angeht. Und damit ist der spannende Moment gekommen, die Kristallkugel herauszukramen. Morgen nun versuchen wir einen Blick in die Zukunft und schauen, was für 2017 so alles auf meiner (unrealistisch optimistischen) To-Do-Liste steht.

Viele Grüße,
Thomas