Allerlei: Ein Kurzfim, ein Buch, Ulisses-Dinge und Gedanken übers Wandern

Hallo zusammen!

Vielleicht habt ihr es schon auf meinem Instragram-Account erspäht, aber Actuarium hat einen Teaser:

Zur Erinnerung: Actuarium ist ein Kurzfilm, der Condra, unser LARP-Setting, als Hintergrund verwendet, aber zugleich eine Ausrede war, schon mal ein paar Dinge für Xoro 2 testen zu können. Es ist ein ca. 4 Minuten langer Film geworden, diesmal kein Unfug im Sinne eines Carport sondern durchaus ernst gemein, und wie der Teaser verrät, wird der Film am 30. September 2018 auf YouTube erscheinen.
Tatsächlich ist der Film auch mittlerweile fertig, sodass ich ein ruhiges Gewissen habe, den Termin so rauszuhauen.
Der Dreh liegt ein volles Jahr zurück – und lag damit wenige Wochen, bevor mein Vater schwer krank wurde, was dann ja letztlich alle Projekte ebenso wie mein Leben an sich erst mal aus der Spur gehauen hat – wodurch er aber natürlich auch als gutes Omen gesehen werden kann, dass Dinge langsam wieder zueinander gefunden haben.
Die beiden Hauptrollen im Film verkörpern Lars Raasch (den kennt ihr vielleicht als den Stabkämpfer am Anfang von Xoro) und Susanne Evans (die kennt ihr vielleicht als Kara, die Königin der Amazonen in Hilde), und die praktischen Spezialeffekte am Set stammen von Gérard Wüller. Kamera, Schnitt und VFX sind von mir, und mehr Beteiligte hatte das kleine Projekt auch gar nicht.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Film und hoffe, ihr habt dann übernächsten Sonntag auch euren Spaß daran!

Und wenn ich von Projekten spreche, die endlich zueinander finden, so gilt das auch für Verdorbene Asche. Ich bin mit meiner eigenen Überarbeitung des Skriptes durch und nun ist der Tag gekommen und es geht endlich an die Testleser raus, in der Hoffnung, dass auch dieses Buch 2018 noch erscheinen kann. Es ist als Horror-Roman denke ich ein gutes Buch für die kalte Jahreszeit.
Auch hier zur Erinnerung: Verdorbene Asche ist ein Sequel im Geiste zu Verfluchte Eifel, spielt gewissermaßen in der gleichen, fiktionalisierten Grusel-Eifel jener Novellen, aber führt uns in einen neuen Ort und vermengt dort Hexen, Osterbräuche, frühchristliche Kulte und ein paar der bei mir vermutlich eher typischen Tropes zu einer hoffentlich kurzweiligen Lektüre.
Vom Umfang her sollte es am Ende etwas dicker sein als Schleier aus Schnee.

Wenn wir schon von Büchern sprechen, erlaubte ich mir noch mal einen Exkurs zu den Handbüchern des Drachen, der von mir redaktionell betrauten Reihe über Rollenspiel-Theorie bei Ulisses. Das Crowdfunding läuft von heute aus noch 13 Tage und hat noch allerlei schöne Dinge, die freigeschaltet werden können.
Konkret sind gerade die nächsten beiden Ziele nicht uninteressant (Stand Mittwochmittag) – bei 14.000 fällt mein Essay, Aus einem Guss, indem ich darüber schreibe, wie man Setting und Regeln miteinander im Einklang entwickeln kann – und ob man es sollte. Und bei 15.000 Euro wird nicht nur ein Essay im Andenken an André Wiesler und sein Projekt Protektor freigeschaltet, den Janina Robben schreiben wird, sondern auch die bisherige Essay-Sammlung entsprechend zu einem Buch aufgerüstet.
Es lohnt sich also definitiv alles weiterhin!

Foto © Ulisses Spiele 2018

Wen meine Ulisses-Arbeit sonst interessiert, der kann auf der Ulisses-Webseite vom ersten Ulisses Unplugged lesen; einer Führung durch die Firma und exklusive Spielrunden für Backer entsprechender Crowdfundings. In diesem Falle waren es die Vampire-Unterstützer – und hier auch noch mal ein Gruß an „meine“ tapferen vier Kainiten! War toll mit euch!

Dann, nur eine Randnotiz, werden wir noch diese Woche das Foto für das nächste Dracon-Poster aufnehmen – das sollte dann also auch in den kommenden Wochen das Licht der Welt erblicken.
Auf jeden Fall könnt ihr euch die Convention ja schon mal vormerken: Wir laden wir ein ins malerische Paustenbach in der Eifel vom 26. bis 28. April 2019 – die offizielle Webseite kennt die Details.

Und dann zum Schluss hier noch ein persönlicher Gedanke. Ich war vor ein paar Tagen mit einer Freundin eher ausgedehnt wandern – 25 Kilometer hinab ins Ahrtal und wieder zurück. Es war anstrengend, es war toll – und man könnte natürlich die Frage stellen, ob es der richtige Zeitpunkt war, mitten in einer Woche Urlaub, die ich hatte, um mich primär um Umzugsangelegenheiten zu kümmern.
Doch explizit: Ja. Es war genau der richtige Zeitpunkt.

CGP Grey hat in einer der aktuelleren Folgen Hello Internet sinngemäß die Frage aufgeworfen, wie er denn wissen solle, was er denke, wenn er gar keine Chance habe, abseits von medialer Beschallung überhaupt mal auf seine eigenen Gedanken zu hören. Und das ist eine unglaublich gute, wahre Beobachtung.
Sicherlich, ich war nicht alleine unterwegs und natürlich haben wir uns unterhalten, aber es war mal wieder ein Beispiel für das, worauf ich hier über die Jahre schon so viele Loblieder gesungen habe – das Rauskommen, das Durchatmen, die kleine Chance zur Besinnung. Und natürlich kann ein Tag des Wanderns nicht die selbe Katharsis bieten wie es unsere Wochen-Ausstiege in den Schwarzwald sonst leisten – da trennen mich noch drei Monate von –, aber es hat halt dennoch gut getan.
Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie gut Wandern es vermag, Gedanken zu ordnen. Sei es, dass man alleine geht und reflektiert, oder aber, dass man zu zweit marschiert und im Dialog entlang des Weges auch auf ernste Themen zu sprechen kommt, die man anderweitig vielleicht ruhen lassen würde.
Vom Bestaunen der Schönheit der Natur ganz zu schweigen.
Also: Hier und jetzt genug gelesen und wenn ihr könnt, dann raus mit euch!

Viele Grüße,
Thomas

Die Handbücher des Drachen II

Hallo zusammen!

Heute gibt es, passend zum gestarteten Crowdfunding, mal ein Mittagsposting – denn, ja, die Finanzierungsphase der Handbücher des Drachen II hat begonnen.

Der Reihe nach: Die Handbücher des Drachen war ein Crowdfunding-Projekt bei Ulisses, meinem Brötchengeber, vor etwa zwei Jahren. Drei Bücher wurden dabei realisiert: Spielleiterwillkür! von Mháire Stritter, Spieler machen Leute von Lars-Hendrik Schilling und ein Essay-Band von diversen Autoren, inklusive mir. Das kam soweit gut an, war es dann aber auch erst einmal.

Heute ändert sich das:

Neu ist dabei, dass ich nicht nur am Layout mitwirke und einen Essay beisteuere, nein, die ganze Redaktion der Reihe ist mir zugefallen!
Bei dem ersten Wurf hat der ja leider letztes Jahr viel zu früh verstorbene André Wiesler das noch geleitet, und auch wenn das wahrlich große Fußstapfen sind, bin ich da guter Dinge, dass wir auch diesmal ein starkes Paket geschnürt haben.

Und was ist in diesem Paket? Potenziell fünf Bücher!
Mháire schreibt Spielleiterwillkür 2, Lars steuert Kaufabenteuer verfeinern bei, und es wird erneut einen Essay-Band geben, für den wir – wie ich finde – eine sehr schöne Zusammenstellung an unterschiedlichen Autoren gefunden haben.
Aber mehr noch, zwei Übersetzungen sind ebenfalls Teil des Pakets: Des Kobolds Handbuch der Plots und Kampagnen und Des Kobolds Handbuch der Spielleitung sind ursprünglich englische Bücher, betreut von Wolgang Baur, die wir nun ebenfalls nach Deutschland bringen werden.

Und ja, wenn die Stretchgoals fallen, wie wir hoffen, bin ich auch wieder mit einem Essay vertreten, gar keine Frage.

Das ist ein wie ich finde erfreulich buntes Paket und ich denke, da wird auch für jeden etwas dabei sein, egal ob er jetzt eher Pragmatiker oder Theoretiker ist, oder ob er auch einfach etwas Meta-Unterhaltung sucht.

Das Crowdfunding läuft von heute an 21 Tage, und ich hoffe auf rege Beteiligung!
Also sprecht mir alle nach: „Shut ab and take my money!

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Drachenrunde, Ulisses Unplugged, Drachenhandbücher, Ballett-Aufnahmen und ein Jubiläum

Hallo zusammen!

Fangen wir, auch wenn es im Titel zuletzt kam, einfach mal mit dem Jubiläum an, dass schon ein Fall für süeze siure1 ist – am 07. September feierte dieses Blog hier sein zehnjähriges Jubiläum. Ich habe für mich ja akzeptiert, dass die DORP kommendes Jahr 20 wird, aber dass Seelenworte auch schon ein Jahrzehnt existiert, das ist herb.

Das glaube ich erste Banner, dass diese Seite hier hatte

Der erste Eintrag liest sich heute auch eher unspektakulär, aber wenn man bedenkt, dass dies hier auch der 1.113 Artikel auf der Seite ist, würde ich sagen, selbst mit etwas schwächelnder Post-Frequenz in den letzten Wochen kann man das schon als produktives Projekt betrachten. Immerhin macht es im Schnitt einen Artikel etwa alle 3,3 Tage. Das taugt ja schon.

Keinen Beitrag hingegen gab es halt an jenem Jubiläumstag, was nicht zuletzt daran lag, dass ich beruflich in Waldems war und einfach keine Zeit hatte, etwas vorzubereiten. Und warum war ich in Waldems?
Na, für die Drachenrunde – ein neues Talk-Format bei Ulisses, in dem wir uns mit leicht rotierender Besetzung über Rollenspiel-Theorie unterhalten werden. Die Besetzung der Pilotfolge bestand neben mir aus meinem Chef Markus Plötz, meinem Kollegen Philipp Neitzel und der von mir auch sehr geschätzten Mháire Stritter von Orkenspalter TV.
Es war eine vergnügliche Runde, fand ich, es ist ein guter Start in meinen Augen – und zu meiner Freude zeigen Kommentare, „Daumen hoch“ und allgemeine Klickzahlen, dass ihr das wohl auch so seht. Cool!
Zweieinhalbtausend Aufrufe in drei Tagen, das ist mehr als ordentlich.

Grund Nummer 2 in Waldems gewesen zu sein war das Ulisses Unplugged – ein Live-Event für die Mitglieder des Inneren Zirkels, also den 12 Unterstützern des höchsten Pledge Levels beim Crowdfunding zu Vampire: Das Dunkle Zeitalter. Es war eine schöne, gesellige Veranstaltung, ich konnte für vier der zwölf Leute eine Vampire-Runde leiten, die glaube ich allen viel Spaß bereitet hat, und am Ende hat der Chef für alle gegrillt. Ich glaube aber, bei Ulisses kommt dazu auch noch ein Beitrag, den ich dann für Details hier verlinken werde.

Grund Nummer 3 meiner Anwesenheit waren dann die Handbücher des Drachen. Da schrieb ich hier ja neulich schon von – das Crowdfunding für diese erste von mir redaktionell betreute Reihe startet ja diese Woche, planmäßig morgen, und es gab noch ein paar Dinge vorzubereiten.

Alles schöne Gründe, aber halt zugleich der Anlass, warum ich das Jubiläum hier nicht so würdigen konnte, wie ich vielleicht gewollt hätte. Nun ja.

Aber! Aber es gibt auch noch Privatprojekte von mir – ganz ehrlich!
Ein paar Tage wird es noch dauern, aber am Wochenende davor haben wir das vierte Shooting unserer Elements-Ballett-Foto-Reihe veranstalten können. Das erste Shooting dafür – Erde – liegt nun auch schon vier Jahre zurück, Luft ist auch schon zwei oder so her. Feuer haben wir in Portugal aufgenommen – und ja, da kommt auch noch mehr, das ist nicht vergessen – und nun ist mit Wasser der Zyklus einmal voll.
Die Fotos folgen dann bald – einen ersten Ausblick seht ihr aber ja nebenstehend.

Es geht überall voran.
Es geht aber auch überall langsamer voran, als ich mir wünschen würde.
Nun denn, ich bleibe einfach mal dran und schaue, was sich der erbarmungslos fortschreitenden Zeit abtrotzen lässt.

Das nächste Mal wird es hier, denke ich, dann aber noch mal um die Handbücher des Drachen gehen.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Mittelhochdeutscher Ausdruck, süß und bitter. Etwa wenn Walther von der Vogelweide schreibt: „Kan mîn vrouwe süeze siuren“, frei übersetzt: „Kann meine Herrin Süßes verbittern“ … aber Gott, ich Schweife ab.