Neues Video: Carlos meets Ballet

Hallo zusammen!

Seit einigen Minuten ist in meinem Youtube-Kanal das neue Video Carlos meets Ballet online. Erinnert ihr euch? In einem Joint Venture haben das Stolberger Ballett-Atelier, der Verein Kids on Stage und der Musiker Carlos gemeinsam daran gearbeitet, ein Open Air unter eben dem Titel Carlos meets Ballet auf die Beine zu stellen. Das Wetter hat die Aufführung dann doch unter ein Dach und zwischen vier Wände getrieben, aber das Publikum bekam ohne Zweifel dennoch eine ganze Menge geboten.

Ich hatte bereits die Proben mit laufender Kamera begleitet – so wie ich derzeit übrigens auch wieder unterwegs bin, die Proben für die nächste Aufführung Turbulento zu dokumentieren – und habe nun ein kleines Musikvideo aus diesen Eindrücken sowie aus Aufnahmen des eigentlichen Abends geschnitten.
Dank Gebührt dabei auch Carlos, dessen Musik dieses Video natürlich erst möglich gemacht hat.

Und damit auch genug der Worte – ich hoffe, ihr habt Spaß daran!

Viele Grüße,
Thomas

Projekt Selbstüberlistung: Das Leseregal

Hallo zusammen!

Er ist in Internet-Kreisen zu einem geflügelten Wort geworden, spätestens seitdem soziale Medien und Memes auf den Plan getreten sind: Der Stapel ungelesener Bücher, gerne auch mal liebevoll SuB abgekürzt. Tatsächlich sprachen mein Kumpel Matthias und ich auch schon vor schätzungsweise 14 Jahren oft nur von dem Pile, wenn es um all das ging, was bei uns daheim lag und begierig auf einen Leser wartete. Ich glaube, ich hab den Begriff von ihm übernommen und ob er wiederum da Internet-Kultur als Wurzeln hatte, oder ob wir nur alle mal wieder parallel die gleiche Idee hatten, es wird ein Rätsel bleiben.
Es ist wiederum der Internet-Kultur zu verdanken, dass ich weiß, dass die Japaner dafür sogar ein Wort haben – Tsundoku nennt sich das, der Akt, ein gekauftes Buch ungelesen zu lassen, und mit ihm und anderen seiner Art einen Stapel zu errichten. Die Wikipedia hat ein bisschen Etymologie, wenn das jemanden interessiert.

Aber ich will mich hier gar nicht am Begriff, eigentlich nicht mal an dem Phänomen festfressen, ich will zeigen, womit ich derzeit daran arbeite, eine Lösung zu finden.
Der Gedanke kam mir, als ich neulich zwar wusste, was ich lesen wollte, es aber einen Moment suchen musste, um es inmitten der Reihen um Reihen der Taschenbücher hier ausfindig zu machen. Und irgendwie, dämmerte mir, ist das ja doch in gewisser Weise Teil des Problems.
Wir (also erst mal ich, aber ich will hier mal einfach ganz in schlechtem Ton von mir auf andere schließen) kaufen Bücher durchaus, weil wir sie lesen wollen. Aber es gibt zwei Punkte, an denen manches Buch mir schon seit Jahren immer wieder ausgewichen ist. Das eine ist die Dominanz neu gekaufter Bücher, die höhere Wahrscheinlichkeit, dass in dem Moment, in dem ich ein neues Buch aufschlage, eben jener Titel einfach außer Sicht ist, und zum anderen ist es etwas, was ich mal den „Oh guck mal da ein Eichhörnchen“-Faktor nennen will: Unschlüssig, was man nun lesen könnte obsiegt nicht zuletzt oft eben ein Buch, das gerade ins Auge fällt. Und ist es erst einmal begonnen, wird das zumindest bei mir auch gelesen und im Anschluss beginnt der Teufelskreis erneut.

Vielleicht denkt ihr, ich spinne. Cool, dann habt ihr ein bis zwei Probleme weniger.
Aber vielleicht wisst ihr, was ich meine. Nur war die Sache zumindest bei mir auch immer damit verbunden, dass mein Stapel ungelesener Bücher ein gedankliches Konstrukt war; Bücher haben hier ihren Platz, Gaiman steht bei Gaiman, Gibson bei Gibson, Vogt steht bei Vogt. Reihen stehen beieinander, was bei Zyklen weniger problematisch ist, die liest man ja selten verteilt, bei losen Reihen wie den DSA-Romanen aber schon eher, weil da die Ungelesenen aufgrund der Nummerierung vielleicht sogar mittendrin stehen. Geliehene Bücher, noch schlimmer, stehen sogar hinter einer Schranktüre. Das aber macht die Auswahl des nächsten Buches auch zu einem abstrakten Akt.
Um dem nun aber endlich mal eines auszuwischen, ist Folgendes entstanden:

Leseregal web

Mein Leseregal – bei der Aufnahme noch in einer Prototypen-Phase

Mein Regalfach ungelesener Bücher. Es befindet sich direkt am Kopfende meines Bettes, ist also greifbar, und bietet gewissermaßen eine physischer Gegenstand gewordene Leseliste. Das Foto ist nicht ganz aktuell, aber das Konzept ist, denke ich, selbsterklärend.
Zum einen macht es die Leseliste greifbar, macht sie auch visuell, zum anderen schafft es auch regelrecht Vorfreude, weil ich endlich mal sehe, was als Nächstes kommt. Andererseits bleibt Ordnung in der Wohnung erhalten, es stapelt nirgendwo ein Stapel in die Höhe, sondern alles steht brav im Schrank. Nur eben nach Zweckdienlichkeit sortiert.
Sind dies nun alle zu lesenden Bücher? Gott nein!
Aber auch das war Teil des Plans: Anstatt sich von dem schieren Berg ungelesener Bücher erschlagen zu lassen, in Ehrfurcht gelähmt in seinem Schatten kauernd wie die Maus vor der Schlange, praktiziert diese Reihe sehr viel „einen Schritt nach dem anderen“-Mentalität.
Tatsächlich steckt sogar noch etwas mehr Psychologie drin – in seiner gegenwärtigen Sortierung wechseln sich dicke und dünne Bücher genauso wie Belletristik, Sachbuch und gar Comics ab, sodass Abwechslung da ist und ich mich nicht so leicht wo „festfresse“, denn das kann ich ganz gut. Das ist, einmal eingerichtet, auch leicht zu erhalten, stellt man eben für jedes gelesene dicke Buch ein neues Dickes ans Ende und so weiter, und so fort.
Ein auf dem Foto nicht zu sehendes kleines Jottbook vertritt zudem die digitale Front in dieser so analogen Einrichtung. Denn ehrlich gesagt vergesse ich den Kindle in meiner Schublade sogar noch häufiger als andere Bücher, wenn der nächste Titel an der Reihe ist – und nun hat er gewissermaßen eine Repräsentanz in der diesseitigen Welt.

Anders als auf dem Foto wird der Platz rechts von den Büchern mittlerweile von einer kleinen Kiste eingenommen, auf der die Brille ruht und in der die Fernbedienungen von Fernseher und Apple TV ihren Platz haben, sodass auch da endlich mal Ordnung herrscht, aber das ist ein Bonus und hat nichts mit dem Leseprojekt zu tun.

Insofern zusammenfassend gesagt: Dem Leseplan eine physische Form gebend, ein bisschen Selbstüberlistung hier und da, auch durchaus ein bisschen Freude am Objekt Buch durch das sich so regelmäßig bunt wechselnde Bild dort im Schrank – kurzum, Spaß mit dem Buch auch als Gegenstand der Lebenswelt um einen herum.

Wisst ihr, wovon ich spreche?
Findet ihr die Idee gut? Oder doof?
Egal wie – mit euch teilen wollte ich es auf jeden Fall mal!

Viele Grüße,
Thomas

Zwei Bildbände gehen out of print

Hallo zusammen!

Bilder aus Condra

Bilder aus Condra

Alles hat seine Zeit und alles hat ein Ende. Das gilt für Bücher genauso wie für jedes andere Produkt, selbst wenn sie bisher „on demand“ produziert wurden. Und als ich Ende des Jahres die Verkaufszahlen so verglich, wurde klar, dass die Zeit gekommen war, zwei Produkte langsam zu ihrem Ende zu führen.

Bereits jetzt nicht mehr verfügbar ist Bilder aus Condra. Das Buch war nur direkt bei BoD zu haben und stellte die erste Sammlung von Fotos rund um unseren LARP-Verein Condra dar, die ich gemacht hatte. Der Nachfolgeband Bilder aus Condra 2: Fotos von der anderen Seite ist seit Ende letzten Jahres überall, auch im Buchhandel abzugreifen, aber der Erstling hat nun nach viereinhalb Jahren seinen Lebenszyklus gehabt.

Seelenbilder

Seelenbilder

Aus vertraglichen Gründen noch bist April lieferbar ist dagegen mein allererster Erstling Seelenbilder. Das Buch war, da will ich gar nicht um den heißen Brei reden, zu gleichen Teilen Portfolio wie Machbarkeitsstudie, also einfach ein Testballon für dieses heiße, neue Ding namens „Books on Demand“ an sich. Fakt ist: Das seit 2008 (!) lieferbare Buch erreicht heute einfach nicht mehr die Messlatte, die ich an meine eigenen Projekte lege.
Mein Portfolio getaufter Bildband wird im Laufe des Jahres einen weit besseren Eindruck in mein Tun und Treiben geben, während Theater 2006-2014 ja sogar jetzt schon im Handel ist und halt eben jenen Teil der Seelenbilder ersetzt.
Theoretisch kann man da also noch zuschlagen, aber solltet ihr nicht gerade ein Michalski-Komplettist sein, wartet einfach aufs Portfolio.
(Solltet ihr ein Michalski-Komplettist sein, schreibt mal ;))

Für alles, was endet, sind gefühlt mehrere neue Bücher am Start, insofern sind das hier zwar zwei markante Meilensteine meiner bisherigen Veröffentlichungen gewesen, die Zukunft jedoch sieht noch viel spannender aus.

Viele Grüße,
Thomas

Du arbeitest zu viel

Hallo zusammen!

Es ist ein Vorwurf, den ich im vergangenen Jahr häufiger gehört habe als irgendetwas anderes: „Du arbeitest zu viel!“
Und das vermutlich mit Recht. 2014 war ein irre geschäftiges Jahr und auch wenn das natürlich in vielerlei Hinsicht gut war, so hatte es definitiv seine Schattenseiten. Der Mangel an privaten Projekten, die ich fertiggestellt habe, ist wohl das deutlichste Beispiel. Zwar war die Kontinuität hier im Blog die meiste Zeit gewahrt, zwar war ich auf Twitter und Facebook erreichbar und dergleichen, aber Schleier aus Schnee, Geschichten aus Condra … es ist eine Menge liegengeblieben.
Aber auch, das ist ja die größte Ironie, bei der Arbeit, in die ich so viel Zeit gesteckt habe, wäre vielleicht mehr gegangen, wenn ich die Zeit anders investiert hätte. Ich komme aber gleich darauf zurück.

Interessant ist, dass dieser Vorwurf nicht nur, aber auch in vielen Fällen von Leuten kommt, für die das selbst auch nicht weniger gilt. Und insofern müsste es vielleicht eher heißen: „Wir arbeiten zu viel“, aber vielleicht mögt ihr die Überschrift ja auch einfach als Anrede verstehen, sofern ihr denkt, es trifft auch auf euch zu.
Wie dem auch sei, es blieben Dinge unvollendet, meine Müdigkeit pro Tag war in einer konstanten Steigerungskurve gefangen, es war letztlich kein Zustand, der dauerhaft erhalten werden konnte. Oder sollte. Insofern war eine meiner unausgesprochenen Neujahrsresolutionen, mir die Wochenenden wieder freizukämpfen, wo es irgendwo ging. Stramme, konzentrierte Arbeit von Montag bis Freitag, aber die inneren Akkus laden von Samstag bis Sonntag.
Interessant fand ich, etwa zur gleichen Zeit darauf zu stoßen, dass Gary Vaynerchuk, auf den ich ja immer wieder gerne bei Themen rund um Arbeits-Koordination verweise, letztlich den gleichen Standpunkt teilt.
Und was ich schnell herausfinden sollte, hätte keine Überraschung sein sollen: Es ist tatsächlich schwer. (mehr…)

Bildband-Cover: Joy | Passion

Hallo zusammen!

Extrem limitierter Bildband: Joy | Passion

Extrem limitierter Bildband: Joy | Passion

Ich hab eine Weile überlegt, ob ich das jetzt hier poste, da der Bildband an sich ja eine extremst geringe Auflage haben wird wie immer, aber dann wiederum dachte ich mir, es ist ja genug anderes rund um das Projekt online zu finden, da ist das auch gar nicht so gezankt, wie es sein könnte.

Joy | Passion ist ein Sammelband zu gleich zwei Fotoprojekten, namentlich Joy und Passion beyond the Grave. Ersteres war – wer sich erinnern mag – ein Shooting an einem kleinen Bachlauf, letzteres eines mit Zombies, jeweils aber mit Ballett-Tänzerinnen und in Zusammenarbeit mit dem Ballett-Atelier in Stolberg.

Das Buch wird, wie gesagt, eine winzige Auflage nur knapp über die Zahl der Beteiligten haben, wie immer bei diesen Projekten, wenngleich ich sicher bin, einzelne Fotos werden es im Laufe des Jahres auch in das frei verkäuflich sein werdende Portfolio schaffen. Aber es gibt einiges davon online.
Die Bilder selbst gibt es in einer Unterrubrik meiner Galerie auf deviantArt hier zu bestaunen.
Ich habe auch zu jedem der beiden Shootings jeweils ein Video angefertigt, die wir allerdings nicht in meinem, sondern in Ankes Account veröffentlicht haben: Hier gibt es Joy, hier gibt es Passion beyond the grave.
Und zuletzt gibt es in meinem eigenen Kanal ein Video davon, wie Gérard aus eleganten Tänzerinnen rottige Zombies macht: Hier zu sehen.

Ist alles schon was her, das weiß ich auch, aber die Projekte haben beide immens viel Spaß gemacht und so ganz ohne auf Papier gedrucktes Erzeugnis wollte ich es auch nicht verklingen lassen.
Joy | Passion erscheint vermutlich im März in wie gesagt winziger Auflage. Falls ihr glaubt, ihr solltet eines haben und ich denke nicht von mir aus an euch, einfach mal nachfragen. Dann schauen wir weiter …

Viele Grüße,
Thomas