Geschichten aus Condra: Die blaue Gans – Textarbeit abgeschlossen!

Hallo zusammen!

Fahnenkontrolle der quasi fertigen Layout-Datei (… und Recycling ist, wenn man die Fotos aus seinem Twitter-Feed bloggt ^^)

Fahnenkontrolle der quasi fertigen Layout-Datei
(… und Recycling ist, wenn man die Fotos aus seinem Twitter-Feed bloggt ^^)

Nach den schwermütigen Worten letztes Mal – wenn ihr sie nicht gelesen habt, fühlt euch eingeladen das noch nachzuholen – ist die Botschaft heute einhellig positiv: Geschichten aus Condra: Die blaue Gans ist vollständig. Nun, textlich auf jeden Fall. Die finalen Fassungen aller Texte sind da, sind gesichtet und bearbeitet. Und damit biegen wir, satt verspätet und letztlich doch sehr zufrieden, auf die Zielgerade ein.

Sechs Siebtel des Buches sind ja auch bereits gesetzt und wurden von mir ebenfalls im Laufe der letzte Woche noch einmal im Layout gelesen, um die sich dort ohne Zweifel verbergenden Schusterjungen, Hurenkinder und andere typografische Verbrechen aufzuspüren und damit stehen die letzten Schritte fest:

  • Die gefundenen Fehler im Layout beheben.
  • Den finalen Text setzen.
  • Das Cover in der Buchrückenbreite an die finale Seitenzahl anpassen.
  • Auch beim letzten Text noch mal mit ein, zwei Tagen Abstand das Layout überprüfen.
  • In den Druck damit.

Das ist eine überaus überschaubare Roadmap, finde ich.
Mein Plan sieht vor, dass das Buch spätestens über die Ostertage in den Druck geht und damit, so denke ich, bis Mitte April im Handel angelangt sein dürfte. BoD sind ja recht flott, wenn es um reine Textbücher geht.

Und dann ist es endlich da.
Und ich bin vermutlich närrisch genug, über ein zweites Projekt dieser Art nachzudenken, wenngleich mit ein paar zusätzlichen terminlichen Absicherungen.
Aber erst einmal Die blaue Gans.

Auf jeden Fall freue ich mich auf das Buch. Da ich ja jetzt zwecks Korrektur selbst noch mal die Freude hatte, das Buch so richtig von Anfang bis fast Ende zu lesen, kann ich nur sagen, dass ich selbst definitiv Spaß an dem hatte, was andere zu dem Buch beigetragen haben und glaube eigentlich, mein eigener Beitrag – Die Bestie von Widdau – weiß auch zu unterhalten.
Aber bald könnt ihr mir ja sagen, wie ihr es findet.
Das ist ganz definitiv auch aufregend!

Zur Erinnerung:
Geschichten aus Condra: Die blaue Gans ist eine Anthologie mit sieben Kurzgeschichten, die in unserem fiktiven Setting Condra angesiedelt sind. Und obwohl wir uns da unseres LARP-Settings bedienen, richtet sich das Buch nicht im Kern rein an LARPer, sondern an jeden mit Freude an Fantasy-Literatur. Es umfasst schätzungsweise 250 Seiten im Softcover und wird irgendwo zwischen 10 und 12 Euro liegen, denke ich. Ergänzend erscheint Buch zudem in Form einer eBook-Veröffentlichung, deren Preis deutlich geringer ausfallen wird; aber lasst mich mal die finale Seitenzahl sehen, dann sag ich auch finale Preise.

Viele Grüße,
Thomas

Burn this book / Memento Mori

Hallo zusammen!

Ich kann gar nicht mehr aus dem Kopf rekonstruieren, wie lange es her ist. Es war jedenfalls anlässlich des Erscheinens der deutschen Ausgabe von „American Gods“, dass Neil Gaiman auch nach Köln zu einer Lesung kam. Der Saal war satt gefüllt, mehr als bei fast jeder anderen Lesung, auf der ich war, allerdings noch bevor Gaiman diesen schon fast Konzertsäle füllenden Ruhm erlangte, den er heute hat. Dennoch, es waren viele Leute da.
Unter anderem übrigens auch Martin Semmelrogge, der dort war, um die deutsche Übersetzung jeweils im Wechsel mit Gaiman, der die englische Fassung las, vorzutragen. Von den beiden war Semmelrogge damals vermutlich der „Prominentere“, hinterließ aber einen furchtbaren Eindruck bei mir, las bestenfalls passabel, demonstrierte beachtliches Unverständnis für den Text und das, was dessen Reiz ausmacht und ein Fehlen jedweder Nähe zum anwesenden Publikum. Auch hab ich noch nie erlebt, dass jemand so oft Alarm auslöst, weil er noch mal eben durch die Feuerschutztüre raus an die Luft will.
Aber gut, ich war ja nicht für Semmelrogge da, ich war’s für Gaiman. Gaiman erfüllte alle Erwartungen – heute ist es ja problemlos möglich, den Mann schon mal auf Youtube lesen zu hören, aber damals war ich recht uninformiert und sehr, sehr positiv überrascht. Und wenngleich auch damals die Schlange zum Signieren lang war, haben wir uns doch angestellt, um eine Unterschrift mitzunehmen.

Pratchett/Gaiman: Good Omens

Pratchett/Gaiman: Good Omens

Da ich nicht wie viele andere mit zehn Sandman-TPBs dort aufrollen wollte, wählte ich das andere Gaiman-Buch, das ich zu jener Zeit im Schrank hatte – meine alte, ziemlich zerlesene Ausgabe von „Good Omens“. Die hatte ich antiquarisch gekauft, vergilbte Seiten, mehrfach gestoßener Einband, ein Buch mit Geschichte mag man vielleicht sagen, aber war es auch eines, das man dem Verfasser guten Gewissens vorlegen kann?
Klar, sagte ich mir, warum nicht?

Nun ist „Good Omens“ kein reiner Gaiman-Titel. Er hat das Buch mit Terry Pratchett zusammen verfasst; oder dieser mit ihm, wie man es halten will. Das ging immer mit viel Inszenierung einher – Gaiman, auf dem Autorenfoto ganz in schwarz, und Pratchett, ganz in weiß, bildeten zwei Kontrapunkte wie es auch die Figuren in der Geschichte tun. Crowley und Aziraphale, wie sie im Buche stehen. Die englische Wikipedia hat zwei nette Zitate der beiden im Petto darüber, wie sie das organisiert haben – 1988 war eine andere Zeit des kollaborativen Schreibens und der Austausch von 5¼“-Floppys ist was anderes als Worddateien in der Dropbox oder gar Google Docs – und wer was verfasst hat, aber all dies ist nebensächlich.
Wichtig ist, dass ich, als ich den Tisch erreichte und meine lädierte Fassung des Buches vor ihn legte, von Gaiman eine Queste erhielt. Er schrieb mir, wie allen, die mit diesem Buch zu ihm kamen, drei Worte hinein: „BURN THIS BOOK“. Und er sagte mir, dass dies eine Aufgabe an mich sei, denn dazu gäbe es eine Punchline, die ich mir bei Pratchett abholen müsse. Ich war überwältigt!
Es gibt gerade im englischen die Formulierung eines „transformativen Ereignisses“. Dieser Abend war für mich dies aus drei Gründen. Zum einen war es wichtig zu sehen, dass Semmelrogge in der Tendenz ein Depp zu sein schien, jedenfalls aus unserer Sicht. Wichtig, weil es jemand war, den ich aus dem Fernsehen kannte und der nun bei der Lesung, wenngleich nicht gerade im besten Sinne, ein ganz normaler Mensch war. Das tat gut zu sehen und kurierte auf einen Schlag einige Unantastbarkeitsmythen rund um das Konzept von Prominenz. (Ich muss euch in dem Zusammenhang irgendwann mal von den ersten richtig professionellen Film-Dreharbeiten erzählen, die ich durch Zufall miterlebt habe; aber ein anderes Mal.)
Dann war es wichtig, dass Gaiman kein Depp war, im Gegenteil. Höflich, gütig, geduldig, ein guter Leser und jedes Fünkchen das, was ich erhofft hatte zu finden. Bedenkt in diesem Zusammenhang, das ist auch eine Phase, in der in Klein Thomas zunehmend der Gedanke reift, das mit dem Schreiben mal wirklich als Option zu sehen. Und sei es nur Kram über das Internet zu veröffentlichen. Aber so wenig Semmelrogge an diesem Abend Rollenmodell sein konnte, so sehr war es Gaiman.
Noch wichtiger aber war es, dass er mit uns interagiert hat. Er hat ja auch nicht nur mechanisch die Signatur verteilt. Er hat ein paar Worte mit mir gewechselt – und ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, was es war –, so wie mit jedem dort. Und dann hat er mir diese Queste gegeben, die schlussendlich über den Abend hinausging.

Meine Queste

Meine Queste

Ich bin an dieser Queste gescheitert. Wer die Nachrichten verfolgt, der weiß bereits weshalb. Als Pratchetts Erkrankung bekannt wurde, begannen mich Freunde zu fragen, was ich tun wolle. Ich wollte das Buch aber nicht einfach per Post zu ihm schicken; das war unpersönlich. Und ich wollte zwar wissen, was die Punchline ist, aber ich wollte dabei sein, wenn er sie schrieb. Aber etwa nach England reisen, zu einer Lesung, erschien zunehmend unrealistisch, die Lesungen wurden weniger, mein Budget wurde nicht größer und die Zeit war begrenzt.
Als ich die Nachricht von seinem Tod erhielt, kam ich gerade von einer Beerdigung im Familienkreis heim. Wie Pratchett in „Sourcery“ schreibt, der Tod ist nicht grausam, nur schrecklich gut in seinem Job, und so saß ich da im Sessel im Wohnzimmer meiner Eltern und gleich der erste Tweet bestand aus zwei Worten, zwei Zahlen und einem Satzzeichen: „Terry Pratchett 1948-2015“.
Es bedurfte keiner weiteren Erklärungen.

Natürlich war dies ferner als der familiäre Trauerfall, natürlich war das nur ein abstraktes Ereignis am Rande. Sollte ich darüber bloggen, fragte ich mich; nein, sagte ich mir, wer bin ich denn, dass es einen Nachruf von mir für den Mann brauche?
Etwa eine Woche darauf brach ich einen Pakt, den ich mit mir selbst geschlossen hatte, und googelte die signierte Zeile, googelte Gaiman und „burn this book“. Es war nicht schwer zu finden. Wer auch immer von den beiden das Buch zuerst in der Hand haben würde, so las ich, schrieb „burn this book“, und der andere ergänzte – da waren sie, die Worte, die über zehn Jahre uneingelöst geblieben waren – „place match here“.
Und dieser Moment war, was mir im Nachhinein klar macht, warum es sinnvoll ist, darüber zu reden. Die Antwort habe ich bereits zuvor in diesem Text versteckt. Wir werden all diese Autoren vermutlich niemals persönlich kennen. Vielleicht treffen wir sie, haben Interaktionen, aber kennen werden wir sie nie. Aber wir erleben sie, werden durch sie inspiriert und, ja, erhalten Vorbilder, Rollenmodelle. Sie sind in gewisser Weise Lichtpunkte in einer dunklen See der allgemeinen Unsicherheit. Das Leben ist unwägbar, jeden Tag aufs Neue, aber so etwas eigentlich im Kern banales wie ein Lieblingsautor, aber auch eine Lieblingsserie, eine Lieblingsband, sie können sichere Häfen sein, um in der obigen Metapher zu bleiben, deren Licht uns immer mal wieder aus den tosenden Wogen geleitet. Wissen wir nicht, was das Leben uns servieren wird, so wissen wir doch, dass wir dort Rückzugspunkte haben. Und mehr noch, spezieller vielleicht, sind wir unsicher, wie wir einen Weg gehen können – sagen wir etwa, der Weg, Schriftsteller zu werden –, so bieten sie uns Orientierung.
Sterben sie, erlischt dieser Leuchtturm.
Aber dieses Licht, diese Orientierung, sie sind das Geschenk, das wirkliche Geschenk, das sie uns machen. Nicht Rincewind oder Cohen, nicht Vimes oder die Hexen; nicht die Endless, nicht Shadow, sondern Punkte, von denen aus wir unseren Platz in der Welt triangulieren können, sind diese Gabe.

Natürlich ist dies alles mehrdimensional. Jene, die den Verstorbenen nahestehen, haben eine ganz andere Perspektive; sie verlieren einen Menschen, der Teil ihres Lebens war. Mein Mitgefühl gilt ihnen, ich weiß, wie sich das anfühlt, aber es wäre zugleich anmaßend, das für mich in Anspruch nehmen zu wollen. Zu wichtig ist mir auch selbst da die klare Trennung zwischen der Persona, die man als Autor gewillt ist, der Welt zu zeigen, und der Person dahinter; die ist privat, diese zu teilen ist kostbar.

Vielleicht aber, vielleicht vergehen diese Leuchttürme auch nicht vollkommen. Die Punkte bleiben, alleine dadurch, dass unsere Position mit ihnen ewig verbunden sein wird. Ich bin nicht traurig, dass Pratchett mir die Punchline nicht mehr liefern konnte. Sicher ist es schade. Aber das Bedeutsame, das, was daran mein Leben so stark beeinflusst hat, war, diese Queste überhaupt zu haben.
Es hat mich mit ihnen verbunden – und das war genau die Geste, die ein junger Kerl in einer Lesung in Köln brauchte, um weiteren Mut zu fassen und sich zu sagen, dass dies sein Weg sein soll.

Darum wollte ich auch diesen Artikel schreiben.
Nicht aus Trauer.
Aus Dankbarkeit.

Vielleicht ist dies ja auch in einer Zeit, die recht vom Tode gezeichnet scheint, gar kein schlechter Wunsch. Wenn in hoffentlich ferner Zukunft meine Tage gezählt sind, so wünsche ich niemandem, dass ihn die Trauer darüber zerfrisst. Aber ich hoffe, mein Leben so gelebt zu haben, dass ich meinen Mitmenschen etwas geben konnte, das sie bereichert hat, für das sie dankbar sind.
Ich glaube, wenn wir uns das alle zur Maxime unseres Handelns machen würden, es wäre sicher keine schlechte Welt, die daraus erwächst.

Viele Grüße,
Thomas

Bücher voller 1en und 0en: ein Update 2015

Hallo zusammen!

Noch kein ganzes Jahr, aber mein letztes Update in Sachen „Das digitale Buch und ich“ ist ja schon wieder einige Monate her, also dachte ich mir, da geht noch mal was. Zumal sich da in meinem „Gadget-Fuhrpark“ auch jüngst Neues ergeben hat, aber dazu dann im Laufe des Artikels mehr. Ich habe derweil gerade mal nachgeschaut und 2014 waren es fünf Bücher, die ich auf dem Kindle gelesen habe; noch immer gerade mal ca. ein Siebtel des „Gesamtkonsums“, aber eine steigende Rate, ohne Zweifel.
Wie nun also waren diese Leseerfahrungen?

Lesekomfort

Auch im prallen Sonnenlicht lesbar wie Papier: E Ink

Auch im prallen Sonnenlicht lesbar wie Papier: Der einfache Kindle mit E Ink

Was ich ja das letzte Mal zu diesen Thema schon schrieb: Der Lesekomfort mit einem Kindle ist ansprechend hoch. Das ist ein Preis, der vor allem an der Display-Technologie liegt. Ach, Hand aufs Herz, es fällt ja fast schwer, da von einem Display zu sprechen.
E Ink ist technisch ein so gutes Verfahren, das gerade durch seine Unabhängigkeit vom Berachtungswinkel und die perfekte Lesbarkeit bei direktem Sonnenlicht massiv punkten kann. Es ersetzt die haptische Erfahrung eines Buches nicht, aber es stellt ein gutes Äquivalent dar.
Auch glaube ich noch immer, was ich meine ich hier, sicher aber im DORPCast schon mal angesprochen habe: Ich lese schneller. Sicher teils ein subjektiver Effekt, denn zumindest bei meinem Kindle habe ich die Schriftgröße auch schlicht größer eingestellt als sie heute in vielen Büchern „ab Werk“ gesetzt ist. Aber auch das ist eigentlich schon Vorteil genug, denn, liebe Verlage, ich weiß ja um die Bestrebung, jeden möglichen Cent an Kosten zu sparen um das Druckwesen lukrativ zu halten, aber wenn ich mit 32 manchmal schon glaube, eine Lupe zu wollen, läuft was falsch.
Kurzum: Ich habe seit dem Umstieg viele, viele Pros gefunden.

Englische gegen deutsche Taschenbücher

Allerdings kommt es auch einfach drauf an, womit man es vergleicht. Wir Deutsche, wir produzieren ja schon echt ordentliche Taschenbücher. Das weiß man gar nicht so zu schätzen, solange man seine Titel nur aus dem deutschsprachigen Raum bezieht – und ich meine jetzt nicht mal die Nepperei mit den „wertigen“ Klappbroschuren; wir sprachen hier ja schon darüber, meine ich –, aber wer mal ein englisches oder mitunter auch französisches Taschenbuch in der Hand hatte, der weiß, was ich meine.
Es muss ja nicht gleich alles so desolat sein wie eine meiner „Lord of the Rings“-Ausgaben, wo ich den Text mit bloßen Finger von der Seite reiben kann; das Papier ist oft minderwertig, das Druckbild klobig und schlecht, die Bindung nicht nur schludrig, sondern auch so eng und tief zwischen die Seiten, dass man sie effektiv brechen muss, um das Buch lesen zu können. Wenn ich davon spreche, wie schön ich das gedruckte Buch als Medium finde – diese meine ich nicht.
Umgekehrt können mich deutsche Taschenbücher nach wie vor begeistern. Ich verstehe da auch gar nicht, warum bis heute Leute existieren, die sie minderwertig, nicht erhaltenswert finden. Es ist ja nicht mehr Rowohlts Rotations-Roman, den wir hier lesen. Es gibt so viele wirklich mit Liebe gestaltete Taschenbücher, die, so finde ich, sich in der Aufmachung gar nicht erst vor einer gebundenen Ausgabe verstecken müssen. Diese ziehe ich noch immer vor.
Denn meine alte Setzung gilt da durchaus weiter: Beim Buch ist das Medium zugleich der direkte Interaktionsgegenstand. Meinem Fernseher ist es egal, ob er mir eine DVD, BD oder Netflix zeigt (nebenbei bemerkt, da habe ich dankbar jeden Wechsel vollzogen; Film- und Serien-Streaming ist etwas, was ich nie wieder missen möchte!), den Boxen ist egal, ob sie Vinyl, CD, MP3 oder FLAC spielen … das Buch aber halte ich in der Hand.
Das, was sich geändert hat, ist, dass ich mittlerweile klar sage, im Falle eines Unterbereichs des Buchmarktes – englische Taschenbücher – verkehrt sich dieses Argument und das eBook „gewinnt“, weil ich das lieber in der Hand halte als das physische Pendant.

Anonymität

Bleiben zwei neue Facetten. Die eine, ganz kurz nur, weil sie mich selten betrifft, da ich so wenig in der Öffentlichkeit lese: eBook-Reader sind anonym. Im Bus, im Zug, in der Uni, auf der Arbeit – von außen kann keiner sehen, ob ich da gerade 80er-Jahre-Fantasy, kontemporäre Romantasy, die Bibel oder „Anna Karenina“ lese.
Und als jemand, der oft genug in den Gängen der Uni während seines Studiums schief ob seiner Fantasy- und SciFi-Bücher angeschaut wurde, sehe ich, wie das jemandem entgegenkommen mag. Aber Buchdiskriminierung soll nicht heute unser Thema sein.

Comics

Erstaunlich prächtig: Ein Exalted-Comic auf dem iPad

Erstaunlich prächtig: Ein Exalted-Comic auf dem iPad

Bleibt neue Facette Nummer 2, und zugleich der Gadget-Neuzugang. Ich besitze, das hatten wir ja hier schon, durch Weitergabe im Freundeskreis mittlerweile ein älteres iPad. Und was ich jetzt mal darauf probiert habe, auch weil mich Mit-Podcaster Michael und allgemein häufiger „Mittäter“ Matthias beide schon mal direkt oder indirekt darauf angesetzt haben, war, einen Comic darauf zu lesen.
Und, nun, hier ist alles anders.
Jetzt muss man dazu sagen, dass ich bei Comics, insbesondere auch bei Graphic Novels, bei weitem nicht so ein fanatischer Fan bin wie beim allgemeinen Buchmarkt. Ich lese sie sehr gerne, würde auch einige Werke wie „Sandman“ und „Transmetropolitan“ zu den literarisch hochwertigsten Sachen zählen, die ich allgemein gelesen habe, aber dennoch waren Comics für mich immer ein „Sekundärmedium“ neben dem Roman, dem Sachbuch und den verwandten Rein-Text-Medien. Die emotionale Nähe zum Druckerzeugnis ist also überschaubar.
Und holla die Waldfee, sieht das einfach gut aus. So dankbar ich beim Kindle bin, dass es keine Hintergrundbeleuchtung gibt – Ich muss ja gar nicht erst mit dem Problem anfangen, dass selbstleuchtende Displays die Melatoninproduktion beim Leser fördern und so seinen Schlaf behindern können –; ich finde es liest sich auch einfach angenehmer. Bei Comics allerdings ist die Qualität, die sich auf dem kräftig leuchtenden Retina-Display des iPads zeigt, wirklich atemberaubend. Kann ich nicht anders sagen.
Ich verstehe jeden, der jetzt seinerseits aus einer emotionalen Bindung heraus dem explizit gedruckten Comic anhängt; und es hat ja auch Einfluss gehabt auf das Medium, schon alleine wenn in den wirklich frühen Jahren die Farben der Superhelden sich u.a. danach gerichtet haben, welche Farbe billiger im Druck war. Aber ich denke heute, wo ohnehin vermutlich große Teile digital coloriert werden, heute wird der Druck da Mittel zum Zweck und kann als Mittelsmann umgangen werden.
Zumal man auf einem Tablet um die 10“ auch an einem Punkt ist, wo sich eine ganze Comicseite recht natürlich vollständig auf dem Schirm darstellen lässt.
Ist das jetzt Doppelmoral, meinerseits? Das gedruckte (Text-)Buch noch immer wertschätzen und dem gedruckten Comic noch mal zaghaft mit dem Taschentuch nachwinken? Am Ende des Tages ist es halt eine subjektive Entscheidung, bzw. ein subjektives Urteil, das jeder für sich fällt und zumindest in diesem Punkt kann man glaube ich keine objektive Antwort finden, die dann auch von allen Beteiligten anzuerkennen wäre.

Falle ich nun endlich in den Chor mit ein?

Wie ich auch schon das letzte Mal schrieb; im Grunde glaube ich, ist es gar keine Frage, die man mit entweder/oder formulieren muss. Das eBook ist da, es hat sich schon mal sein Revier abgesteckt und ich denke, dort wird es auch bleiben. Meldungen über rückläufige Verkaufszahlen bei den Readern sind auch nur genau das; sie sind Meldungen darüber, dass die Geräte weniger oft gekauft werden. Klassische Marktsättigung. Meinen nächsten Reader brauche ich auch erst, wenn der Kindle mal defekt ist. Das trifft jedoch kein Urteil über den Verkauf der digitalen Bücher, und der ist noch immer stark und wird eher stärker, wie mir scheint.
Aber es soll hier ja nicht um Marktanalyse gehen, sondern um meine persönlichen Leseerfahrungen. Und in gewisser Weise steht da am Ende ein Urteil, steht da eine Erkenntnis, die erfreulicher und in gewisser Weise versöhnlicher im Blog eines Autoren nicht ausfallen könnte – am Ende kommt es auf den Inhalt an.
Ob Reader, ob Tablet oder Smartphone, ob gedrucktes Buch im Hardcover oder Paperback, am Ende sind sie alle das Tor in eine andere Welt, unser Fluchtweg aus dem Alltag, unser Portal hinein in spannende Geschichten. Und was soll ich sagen? Im Rahmen dieser Metapher führen letztlich alle Wege ans Ziel, und es es ist einfach an uns, uns für den zu entscheiden, der uns am meisten zusagt.

Viele Grüße,
Thomas

PS: Das abgebildete eBook ist der Roman Penny Dreadful von Kevin Andrew Murphy, der Comic heißt Tale of the Visiting Flare und ist von Jim Zubkavich und John Morke.

Nachtrag:
PPS: Timing ist alles – gerade heute hat hat die amerikanische Wired einen neuen Artikel zum Thema Schlaf und selbstleuchtende Screens veröffentlicht.

Ein Haufen kreativer Irrer

Hallo zusammen!

Unser erstes eigenes Kartenspiel: Helden Condras

Unser erstes eigenes Kartenspiel: Helden Condras

Jetzt habe ich ja in den letzten Zwischenständen das erste Kartenspiel des Condra e.V., Helden Condras, erwähnt, und erwartungsgemäß kamen einige Fragen hernach. Ob es in den Handel kommt und über welchen Modus wir es verkaufen wollen. Die Antwort darauf ist in beiden Fällen, soweit ich das sagen kann, nun erst einmal: „Gar nicht“; es ist wie etwa auch viele der früheren Bände der Condrianischen Bibliothek ein Projekt von uns und mit uns als Marktsegment; sollte unbedingt jemand eines wollen, kann man mich aber natürlich mal anmailen und ich schaue, was möglich ist. Generell aber gilt, es ist aus Spaß an der Freude entstanden.
Und ich weiß, dass es durchaus geeignete Dienste gibt, um eigene Kartenspiele anzubieten, DriveThruCards vielleicht als Gipfel des Eisbergs, aber wie gesagt, soweit ich weiß ist das gar nicht im Plan. Und „soweit ich weiß“, weil es ja auch wie schon dargelegt gar nicht mein Projekt ist.

Und das ist auch, worüber ich heute kurz schreiben wollte. Denn es bringt mir ja nichts, euch lange Zähne auf ein Spiel zu machen, an das ihr vermutlich nicht kommen werdet; aber das Spiel heute noch mal auf meinem Couchtisch liegen sehend weckte einen anderen Impuls. Vielmehr geht es mir darum, dass ich denke, mehr Gruppen, Freundeskreise und Gemeinschaften sollten so etwas haben.

Ich hab ja durchaus eine Menge eigener Projekte am Start; im condrianischen Sinne ist das beispielsweise der Endspurt von Geschichten aus Condra: Die blaue Gans, aber auch Die Tröte und kommende LARP-Cons fallen da herein. Aber das sind nur meine Projekte. Parallel sind da etwa das Kartenspiel, diverse andere, interne Con-Bestrebungen und oft auch einfach Projekte innerhalb des Vereins für den Verein, etwa niedergeschriebene Hintergründe und die allgemeine Verwaltung.
Und schon meine genannten Projekte mit Condra sind alle Gemeinschaftstaten; zwar sind manche davon quasi „unter meinem Kommando“, aber keine ist eine One-Man-Show.
Und, wichtig, das ist auf alle anderen Baustellen zu übertragen, sei es jetzt DORP, sei es Eifelarea oder Easy Props, sei es noch etwas anderes. Selbst meine Romane, klar, die schreibe ich alleine, aber dann gehen sie an Testleser, Leute gehen für mich auf Fehlerjagd usw. usf.
Ohne den Freundeskreis, den ich habe und für den ich dankbar bin, wäre so vieles nicht möglich. Das ist auch etwas, was mir gegenüber immer mal wieder von Bekannten und Verwandten, die aber nicht direkt Teil dieser engeren Zirkel sind, zum Ausdruck gebracht wird – toll, was wir alles machen, heißt es dann.

Helden Condras 2Manchmal frage ich mich nur, warum das bei anderen nicht genauso ist.
Sicher, es gibt andere, die nicht anders ticken als wir, und es läge mir fern, hier jetzt einen auf „Ey, warum seid ihr alle so unkreativ?“ zu machen; aber es gibt halt auch genug Leute, die diesen Selbstverwirklichungstrieb nicht besitzen. Und ich frage mich halt schon weshalb.
(Hinweis: Dieser Beitrag wird auch am Ende keine definitive Antwort bieten.)
Ist das so ein Erwachsenheits-Ding, im Sinne von: „Du bist jetzt zu alt, um so einen Quatsch zu machen?“
Ist es generell ein Desillusionierungs-Ding, weil nur genug Leute in der Vergangenheit genug auf ersten, zaghaften Gehversuchen herumgehackt haben und wir sind nur jene, die das Glück hatten, dass man ihnen das Spiel nicht gleich zu Beginn ausgetrieben hat?
Ist es so ein Selbstsicherheits-Ding, wahlweise aus initialer Schüchternheit geboren oder aber eine gelebte Ausprägung vom allwaltenden Hochstapler-Syndrom?
Ich weiß es wirklich nicht.

Aber vielleicht ist die Frage, mit der ich das hier angehen, auch, wie der Buddhist wohl sagt, als Frage bereits in sich falsch gestellt. Was ich hier andeute ist ein Urteil von mir über andere und die Art, wie sie ihr Leben wohl leben, und das maßt sich nicht an. Anders aber sieht es aus, wenn sie ihr Leben gerne anders leben würden, sich aber nach einem entsprechenden Umfeld sehnen.
Was tun? Was tun, wenn man sich selber verwirklichen will, aber der enge Freundeskreis überhaupt nicht auf dieser Welle zu schwimmen scheint? Geschweige denn aus eigenem Antrieb parallel ebenfalls erschafft?
Mir bleibt nur ein Rat: Fangt einfach an. Seid einfach die Ersten.

„‚Einfach’, sagst du!“, mag man entgegnen. Und ja, in gewisser Weise tue ich das. Und in gewisser Weise ist es meine Bitte an „alle, die anders denken: Die Rebellen, die Idealisten, die Visionäre, die Querdenker, die, die sich in kein Schema pressen lassen“, um sich mal dreist bei dem Jobs die Worte zu leihen (deutsch / O-Ton). Wenn ihr Lust habt, etwas zu verwirklichen – tut es einfach.
Vielleicht erntet ihr Spott, klar. Vielleicht nimmt es anfangs auch nur keiner zur Kenntnis, was glaube ich sogar noch schmerzhafter ist als erstere Variante. Aber früher oder später, früher oder später wird es greifen, daran glaube ich fest.
Vermutlich tragt ihr dann auch keine Rowling-Millionen heim, aber da werden Leute sein, die euch beachten. Und in eurem Umfeld? Beweist ihnen, dass ihr es ernst meint. Beweist ihnen, dass das nicht nur eine Flause ist.
(Und falls es doch eine ist? Auch gut, immerhin habt ihr sie ausgelebt und könnt euch neuen Baustellen zuwenden. Aber ich bezweifle, dass dem so sein wird.)

Helden Condras 3Denn mit der Zeit – und da schließt der Kreis sich – werdet ihr dann eben doch andere finden, die ebenso „verrückt“ sind wie ihr. Vielleicht viel enger im Freundeskreis als ihr ahnt; ansonsten haben wir aber auch 2015 und das Internet bietet vormals ungeahnte Möglichkeiten. Ihr müsst nicht mehr „der Bekloppte sein, der hier im diesem Ort meint, Bücher schreiben zu wollen“. Vielmehr könnt ihr „einer von vielen sein, die Bücher schreiben; ihr nur halt der aus diesem Ort“.
So etwas potenziert sich. Und ehe ihr euch verseht, treiben alle möglichen Leute um euch herum tollste Projekte voran, inspirieren euch so wie ihr sie inspiriert, und was ihr gewinnt, ist Erfüllung.
Wenn, ja wenn ihr denn etwas erschaffen wollt. Wie gesagt, keiner wird gezwungen, jeder darf auch einfach konsumieren. Auch hier.
Aber wenn ihr mehr wollt, ja mein Gott, dann holt es euch.

Viele Grüße,
Thomas

Nein, was eine schöne elektrische Schreibmaschine (Zwischenstände)

Hallo zusammen!

Der Februar zog schneller ins Land als einem lieb sein konnte, der März hat schon ein paar Tage Boden gut gemacht und hier sitze ich nun und schreibe schon wieder Zwischenstände. Ganz so eine Release-Parade wie letztes Mal ist es nicht geworden, aber ich denke, so einiges zu erzählen habe ich durchaus – der Gedanke, jetzt hier jeden Monat x Sachen „auf den Markt“ zu kloppen mag reizvoll sein, aber natürlich auch illusorisch.
Dabei verwöhnt mich, das sei auch mal gesagt, die Arbeit derzeit durchaus. Wie schon bei Ulisses im Blog verkündet und dann von mir auf Twitter bestätigt layoute ich gerade die deutsche Ausgabe der Vampire: die Maskerade-Jubiläumsausgabe und wer meinem Kram schon eine Weile folgt, der weiß, dass das eine ziemlich große Nummer für mich ist. Wenn die Zeit reif und das Buch da ist, wird mir das auch sicher hier noch mal einen Beitrag wert sein, aber für heute sei es dabei belassen, dass ich die Woche damit verbracht habe, laut alte Nightwish-Alben zu hören und für eine der Spielreihen meiner späten Jugend arbeiten zu dürfen. Das ist schon bemerkenswert.
Auch bemerkenswert, wenngleich auf ganz anderer Ebene, ist, dass ich dies hier gerade auf einem iPad schreibe. Hilde-Darstellerin Néomi hat mir ihr altes Teil überlassen und zusammen mit einer Bluetooth-Tastatur ist es offenbar genau das, was ich schon lange für mich gesucht habe – eine moderne „elektrische Schreibmaschine“. Wenn sich das auf Dauer bewährt, werde ich berichten.
Nun aber genug der ziellosen Worte – auf zu den Zwischenständen!

Belletristik

… ist … fast … da …

… ist … fast … da …

Bei der Belletristik geht es gut voran. Geschichten aus Condra: Die blaue Gans ist in der letzten Korrekturphase – sprich: Ich lese die gesetzte Fassung noch einmal von vorne bis hinten, suche und korrigiere letzte Fehler und dann, ja, dann geht’s raus mit dem Buch in die Welt.
Schleier aus Schnee ist genau eine Stufe davor – sprich: Ich lese das gesamte Buch prä-Layout noch einmal im Schreibprogramm und nehme letzte Anpassungen, auch anhand der Ansagen der letzten Testleserin, vor. Nun haben wir erst Anfang März und schon über 18° in Aachen gehabt, inwiefern also die Sache mit dem „Release, solange noch Schnee liegt“ jetzt klappen wird, sei in den Raum gestellt, aber es ist nun ebenfalls endgültig wieder in Bewegung.
Tausend Dank an alle, die geduldig Jahre auf beides gewartet haben!

Damit das nicht zur Regel wird, plane ich mittlerweile auch bereits konkret das weitere Schreiben an den Weltenscherben; aber erst die beiden oberen Titel.
Wirklich spannend ist die Frage, was der nächste Roman werden soll. Also nach den Scherben. Ich habe drei mögliche Kandidaten … aber vor allem habe ich ja auch noch Zeit, mich zu entscheiden.

Sachbuch

Hier herrscht gerade noch Ruhe. Die Einfach-Filme-machen-Bearbeitung ist zumindest in Stichpunkte gebannt, eine Integration der Arbeit am Tanzbuch mit der Saltatio-Webseite (will sagen, Tanzbeschreibungen vorher schon online posten) ist mit dem Vorstand besprochen und wird wohl kommende Woche bei der Vollversammlung auch ganz kurz Thema sein, aber akut ist gerade alles auf die Belletristik ausgerichtet.

Schreibaufträge

Wie letztes Mal schon geschrieben, ist Das Lodern unter der Stadt, mein Beitrag zum kommenden Prag-Quellenbuch für das Cthulhu-Rollenspiel, schon beim zuständigen Redakteur. Neu ist, dass auch zwei kurze Artikel zur Polizei und zum Gesundheitswesen der Stadt im fraglichen Jahrzehnt bei ihm sind; die fehlten noch, da bin ich in die Bresche gesprungen.

Übersetzungen

Bei Atlantis zeigt man sich guter Dinge, dass Derai, Band 2 der Reihe um den Weltraum-Reisenden Dumarest von E.C. Tubb, im Frühsommer 2015 erscheinen wird. Ich freue mich drauf – wie oft gesagt, ich mag die Reihe.
Derweil übersetze ich weiter bereits am vierten Band, der im Original einfach Kalin genannt wird und zumindest früher auf Deutsch Kalin – die Hexe hieß.

DORP

Die Schätze der Himmelsstürmer Cover vorab webVieles neu bei der DORP. Drei DORPCasts sind es gleich geworden: Episode 46: Bilder, Illus und Gekritzel, Episode 47: Macht Unwissenheit uns selig? und Episode 48: Auf in den Kampf!
Dann habe ich einen Artikel dort verfasst, den man hier lesen kann und in dem ich vier Projekte vorstelle, die in der ersten Hälfte 2015 auf der DORP als Download erscheinen können. Neben der auch gedruckt erscheinenden Neuauflage von Schrecken aus der Tiefe, ursprünglich geschrieben von Marcel Gehlen, die ich setzen werde, ist dort vor allem Die Schätze der Himmelsstürmer zu nennen, ein Earthdawn-Fandownload, den ich gerade schreibe und den wir anlässlich der Neuauflage in deutscher Sprache, die bald bei Ulisses erscheinen wird, bringen wollen. Auch, weil die DORP ja als Earthdawn-Seite ihren Anfang genommen hat.

Condra

Unser erstes eigenes Kartenspiel: Helden Condras

Unser erstes eigenes Kartenspiel: Helden Condras

Kurz und knackig: Die Tröte Jahrgang 9, Ausgabe 1 ist erschienen. Sonst ruht der See noch still und starr.
Wobei, nein! Mit nur wenig Zutun von mir – ich hab das Anleitungsheft gesetzt und bestehende Bilder zur Verfügung gestellt – ist jüngst das erste offizielle condrianische Kartenspiel erschienen. Helden Condras ist als Idee tatsächlich in einem unserer Schwarzwald-Urlaube entstanden und ein ziemlich prächtiges Ding geworden. Allerdings ist es, wie einige unserer Projekte, zumindest vorerst nicht im freien Handel zu haben. Das soll mir aber definitiv dieser Tage auch noch einen eigenen Beitrag wert sein!

Fotos

Nope, nichts Neues.
Geplant, jau. Ausgeführt, leider bisher nein.

Bildbände

Joy | Passion

Joy | Passion

Joy | Passion ist weiter in Arbeit und wird diesen Monat fertig, wenn nichts schiefgeht. Wie letztes Mal schon dargestellt ist das Buch eine Sammlung der besten Bilder aus den beiden Fotoprojekten Joy und Passion beyond the Grave. Und auch hier wird es nur ein limitierter Druck werden.
Anders als bei Portfolio – dem allgemeinen Fotobuch und gedanklichen Nachfolger von Seelenbilder, was ja dieser Tage out of print gehen wird –, für das ja auch der reguläre Handel vorgesehen ist. Vermutlich auch mit ein paar Motiven aus diesem Shooting hier. Mit diesem Buch sollte vor (Spät-)Sommer aber vermutlich niemand rechnen.

Poster

Hier hatte ich ja gehofft, dass ich schon Neues würde präsentieren können, aber das hat knapp nicht gepasst. Dennoch: Das neue Poster für das gleichsam neue Stück von Actor’s Nausea ist in Arbei und sollte irgendwann im Laufe des März dann auch im Internet zu bewundern sein.

Eifelarea Film

Auch hier: Leider nichts Neues.
Eigentlich wollte ich im vorigen Monat bereits das „Dubbing“, also die Dialog-Nachvertonung von Hilde und die Glocken der Amazonen einleiten, aber da wir Renovierungsarbeiten im Haus hatten – komplett mit Stemmarbeiten, Bohrungen und allem was einem die Tonspur versauen kann –, war das erst mal nichts. Vielleicht ja diesen Monat; zumindest die groben Bauarbeiten scheinen durch zu sein.
Parallel dazu sitzt Sarah Steffens weiter an der Musik, während Gérard mir ein wenig Schützenhilfe bei den Soundeffekten geleistet hat. Sowie die ersten Rollen eingesprochen sind, sehe ich zu, dass es auch mal wieder ein Blogvideo dazu geben wird.

Weitere Video-Projekte

Hier derweil gibt es einige Neuigkeiten. Zunächst mal ist Easy Props Folge 9 online und gemeinsam mit Tobias Cronert schicken wir uns an, einen kleinen Beutel zu nähen. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Dann, wiederum von der Ballett-Front her kommend gibt ebenfalls neue bewegte Bilder. Es ist ein Medley aus Aufnahmen der Solisten-Proben, der Generalprobe und der Aufführung von Carlos meets Ballet – und das guckt sich so:

Da gebührt Carlos auch noch mal Dank, dass er, als ich ihn noch vor Ort gefragt habe, sofort zugestimmt hat, dass ich seine Musik dafür nutzen darf. Sehr cool!
Und apropos Ballett – die Proben für die nächste Aufführung, Turbolento, haben bereits begonnen und wieder bin ich mit der Kamera dabei. Was am Ende dabei herauskommt, was wir zeigen können und was intern bleibt, das wird zu sehen sein.
Wenn alles nach Plan läuft, dann werde ich auch wiederum an der Aufführung selbst einige Beiträge leisten können; war beim kleinen Einhorn ja auch bereits der Fall.

Ich, live

Die RPC als nächstes großes Event ist ja noch zwei Monate raus, aber bereits kommenden Monat findet die von DORP und Condra gemeinsam organisierte Dracon 8 im malerischen Rohren in der Eifel statt. Die Con geht vom 10. bis 12. April und ich werde an jedem der Tage da sein, wenn auch vermutlich nicht 24/7.
Dennoch: Ich würde mich natürlich freuen, viele von euch dort einmal zu treffen.
Ab Mai dürfte es auch wieder Tanzauftritte geben – aber dazu kommende oder übernächste Zwischenstände mehr, denke ich.

Und sonst

Operation „Ich schreibe auf dem iPad“ war auf jeden Fall ein Erfolg. Ich denke, das hat Potenzial. Indirekt damit verbunden ist ein Update in Sachen „Mein Leben mit digitalen Büchern“, das ich euch in nächster Bälde hier im Blog dringen liefern will. Das könnte sogar der nächste Beitrag hier werden, wenn sich nichts dazwischen drängelt.
Abseits dessen gilt wie immer: Folgt mir doch auf Twitter, wenn ihr mögt abonniert mich auf Youtube, fügt dieses Blog eurem Feedreader zu – egal wie, ich würde mich freuen, wenn euch mein Kram gefällt und wir uns in Zukunft „häufiger begegnen“.

Viele Grüße,
Thomas