Und all diese Themen, ja das sind gute Themen (Zwischenstände)

Hallo zusammen!

Der Mai hat begonnen, aber ich hab mir gedacht, wenn gerade die ganze Welt darüber schreibt, dass wir Schnee im Frühjahr haben, überspringe ich diese unvermeidliche Einleitung mal.
Sagen wir stattdessen: Der April, das war ein guter Monat. Eine Menge, eine große Menge Zeug ist heute deutlich weiter, als es das vor einem Monat noch war und insofern scheint das ja keine üble Zeit gewesen zu sein. Gut, es hat nicht alles geklappt – dass mein Auto eine komplett neue Kupplung hat ist etwa Teil einer Episode, die eher kein Highlight war –, aber doch, alles in allem kann man sagen, der April war gut.
Entsprechend groß sind dann auch meine Erwartungen für diesen Monat, der immerhin in der RPC als dem jährlichen Messe-Event für mich kulminiert, aber das werden wir ja sehen.
Bevor wir zur Sache kommen: Der heutige Titel entstammt dem Kettcar-Song Am Tisch, der zwar nichts mit diesem Beitrag zu tun hat, den ich aber dennoch sehr schätze und einfach mal wieder featuren wollte.

Belletristik

Verdorbene Asche (in Arbeit)

Schleier aus Schnee ist raus. Jetzt mittlerweile aber auch wirklich. Zeit, weiterzuziehen.
Verdorbene Asche ist in Arbeit. Da kann ich gerade wenig berichten, so richtig bin ich noch nicht in der Schreibphase, aber es ist auf dem Weg.
Die Weltenscherben sind ein Buch für 2017, das ist mittlerweile klar. Dennoch, auch dort sammeln sich weitere Ideen.
Für die nächsten Geschichten aus Condra hatten wir unser nächstes großes Meeting – und gut gelaufen ist es. Der Arbeitstitel ist noch nicht ganz entschieden und scheint sich irgendwo zwischen Für die Freiheit und Die graue Stadt in den Köpfen eingependelt zu haben. Egal wie: Ein ambitioniertes, aber auch spannendes Projekt.

Sachbuch

EFM 2015 Coverentwurf 1 Frontcover webEinfach Filme machen, 2. Auflage wächst und gedeiht. Derzeit bin ich an der Überarbeitung von Kapitel 8 (Equipment am Set), was die drittletzte „große“ Bearbeitung ist. (Die anderen beiden sind die Kapitel über Kameras und über Software, die beide gnadenlos von der Zeit überholt wurden.) Aber es geht gut voran, ein Kapitel nach dem anderen.
Das Tanzbuch liegt gedanklich im Soll mit dem Ziel, im Juli als PDF schon mal an die Backer rauszugehen. Wir haben uns mittlerweile auf eine Tanzliste für den Tanzball geeinigt und ich habe damit eine To-Do-Liste für das Buch.
Tänze von Einst, das verwandte Privatprojekt von mir, wird dann im Anschluss angegangen und ist derzeit mehr oder weniger für den Winter ausgerechnet.

Beiträge in anderen Werken

flucht_in_ein_sicheres_leben_coverVater, sie trommeln wieder ist meine Kurzgeschichte aus der Anthologie Flucht in ein sicheres Leben, die mittlerweile im Handel erschienen ist. Feedback habe ich bisher keines gefunden, aber ich hoffe mal einfach, sie gefällt den Lesern so gut wie mir.
Mehr als nur ein Abenteuer – von Abenteuerreihen und epischen Kampagnen ist der Titel meines Beitrags zur Anthologie Handbücher des Drachen – Crowdfunding-Essays aus dem Hause meines Brötchengebers Ulisses. Da sollte das PDF bereits an die Backer raus sein und erste Fotos der Druckausgabe gibt es, frisch in der Druckerei aufgenommen, auch bereits auf Facebook zu sehen.
Ein Foto vergangener Sterne ist ein Cthulhu-Abenteuer von mir für eine kommende Softcoververöffentlichung und liegt fertig bei Pegasus. Das Lodern unter der Stadt ist ein weiteres Abenteuer, in diesem Falle für den Band Prag – Die goldene Stadt, und liegt ebenfalls beim Verlag. In beiden Fällen hab ich keine wirklichen Neuigkeiten, aber laut Verlagsforum erscheint zumindest der letztgenannte Band zur SPIEL 2016.
In vino veritas ist ein Artikel über Alkohol in der Welt von H.P. Lovecraft, Dschungelfieber ein Abenteuer, das ich gemeinsam mit Frank Bartsch ersonnen habe, und beides erscheint diesen Monat zur RPC in den letzten beiden Ausgaben des Magazins Cthulhus Ruf.

Hörbücher und Hörspiele

Das Geheimprojekt Audio von Gérard und mir ist weiterhin in Arbeit. Mittlerweile hat eine zweite Aufnahme stattgefunden, aber wir hatten noch keine Zeit, etwas damit zu machen.

Übersetzungen

Unverändert auf dem Schreibtisch: Die deutsche Ausgabe von The Jester at Scar, dem fünften Dumarest-Band von E.C. Tubb.

DORP

DORP Cast Type WORK IN PROGRESSDer DORPCast hat mittlerweile seine 75. Ausgabe erreicht; das heißt, die Nummer 75 erscheint tatsächlich zeitgleich mit diesem Beitrag und ist daher nicht gut zu verlinken. Zu verlinken ist seit den letzten Zwischenständen aber Episode 74: It’s a kind of magic.

Die 1W6 Freunde: Geister, Gauner und Halunken

Der 1W6 Freunde-Abenteuerband Geister, Gauner und Halunken ist im Layout! Alle Texte sind geschrieben, nun „muss nur noch hübsch“. Die Frage ist, ob das bis zur RPC passt – eine Art Vorabdruck sicher, aber ich hätte ja doch eigentlich so gerne ein neues Buch vor Ort. Ich versuche es!
Der zweite Abenteuerband der Reihe wird Allzeit bereit heißen; Illustrator Jacob Müller sitzt derzeit am Cover.
Mystics of Mana wird etwas zur RPC vorzuzeigen haben. Unser ursprüngliches Ziel einer Art Beta-Fassung wird nicht zu halten sein, aber etwas kommt zeitlich zur RPC als Download auf die Seite – und wird auch erste Blicke auf das phantastische Artwork ermöglichen, das uns Melanie Philippi anfertigt. Das liegt sogar für das finale Buch schon zu 3/4 vor – und die letzten Bildbeschreibungen gehen an diesem Wochenende noch an sie raus.
Schrecken aus der Tiefe ruht weiterhin am Meeresgrund. Bis zur RPC hab ich mich entschieden, wie es weitergeht – ob wir auf die Abenteuer warten, oder ob vielleicht Regeln und Abenteuer als zwei Hefte erscheinen. Mal sehen.
Zuletzt spiele ich derzeit ein DSA-5-Abenteuer probe, ebenfalls für die DORP. Ich denke die Textproduktion gehe ich aber frühestens im Herbst an.
Zur Dracon komme ich im kommenden Abschnitt.

Condra

Die Tröte, Jahrgang 10, Ausgabe 4 ist wie geplant erschienen. Schon im Vormonat gilt das gleiche für Die Tröte – Die gesammelten Jahrgänge 7-9: Der Tod des Eismagiers, das überall im Handel zu haben ist.
An das zweite Buch der Condrianischen Bibliothek für dieses Jahr, bisher nur als Geheimprojekt geführt, gebe ich mich vielleicht diesen, eher nächsten Monat.
Und dann war da die Dracon. Gedanken zur Veranstaltung gibt es hier zu lesen, Fotos der Veranstaltung auf der offiziellen Seite hier zu sehen und ein Video zur Veranstaltung kann ich auch noch anbieten:

Fotos

An der Foto-Front gibt es diesmal nichts Neues.

Bildbände

Portfolio

Für mein allgemeines Artbook Portfolio habe ich mittlerweile die Bildauswahl getroffen und eine erste Kalkulation aufgestellt. Hardcover, Format A4, vermutlich mit strukturgeprägtem Einband, vermutlich 72 Seiten und Fotos aus den vier Bereichen Ballett, LARP, Landschaft und Persönliche Projekte.
Einen Preis hab ich noch nicht, ein Erscheinen peile ich für diesen oder nächsten Monat an.

Poster

ballett-poster-btsIch war diese Woche im Ballett-Atelier in Stolberg und habe dort das Foto für das Plakat zum kommenden Open Air aufgenommen (und wurde dabei von der Chefin abgelichtet, eine echt ungesunde Rückenhaltung für die Ewigkeit konservierend, sozusagen).
Obskurerweise hat mich die Odyssee, die mit der defekten Kupplung verbunden war, von der ich eingangs sprach, auch an einen Punkt gebracht, an dem ich gleich für das Poster eines kommenden Theaterprojektes hier in Aachen eingespannt wurde. Ich denke es wird cool – seid gespannt.
Zuletzt harre ich noch auf Feedback für einen Flyer für ein lokales Nahrungserzeugnis; ist auch schon was her, dass das Foto da gemacht wurde, aber sowie ich den finalen Text bekomme, kann der auch raus in die Welt.

Eifelarea Film

Hilde postproduziert weiter vor sich hin – das Ziel Sommer bleibt auf dem Radar. Markus Heinen hat ein absolut cooles Poster für den Film zusammengestellt, was wir ebenfalls auf der RPC am DORP-Stand prämieren werden.
Xoro 2 hält sich derweil eher bedeckt, auch wenn ich hier und da schon mal Kleinigkeiten aus dem Filmbedarf erwerbe, die ohne das Projekt vielleicht weniger auf dem Schirm wären. Geplanter Drehbeginn: Sommer 2017.

Weitere Video-Projekte

Die neue Folge Easy Props ist gestern erschienen – Gérard und ich stellen Stacheldraht her. Ganz harmlos, sicher, geeignet für LARP und Film gleichermaßen.
Und das geht so:

Ist euch eigentlich aufgefallen, was für fancy Thumbnails meine Videos seit einer Weile haben? Voll professionell, und so …
Wenn euch meine Videos übrigens gefallen, dann hab ich gute Nachrichten, denn da kommt mehr: Drei Videos mit Tanzbezug werden folgen. Eines ist dabei nur der Mitschnitt eines Tanzes bei einem Auftritt, aber das andere wird eine Art „Supercut“ des Gesamtauftritts – nennen wir es ein Tanzschritt-Medley –, das andere hingegen wird das Video zu unserem Frühlingsball 2016 (siehe auch weiter unten).
Beides ist insofern spannend, als dass die Aufnahmen nicht von mir sind. Gerade bei dem Ball ist es dann ähnlich wie bei dem Mondscheinball-Video vor zwei Jahren, wo doch alleine das Sichten der Aufnahmen ein ganz anderer Workflow war.

Zuletzt hat mich Tobias Cronert für ein Videoprojekt ins Boot geholt, was wir diesen Monat angehen werden, zu dem ich aber erst mehr sage, wenn es mehr zu sagen gibt.

Saltatio

Tanzball_April_2016_Preview_05Ganz kurz nur: Anfang des Monats April fand in der Aula Carolina Aachen der Frühlingsball 2016 statt. Ich hatte hier schon mehr dazu geschrieben und will es daher heute bei einer Sache belassen: Danke!
Es war ein toller Abend, es ist ein toller Verein … danke.
Ach ja, ab diesem Monat beginnt es sich zu zeigen, dass wir käuflich sind: Diesen Monat finden die ersten der insgesamt zehn Trainings statt, die man beim Crowdfunding zum Tanzball dieses Jahr erwerben konnte.
Ich bin gespannt, wie die so werden und werde berichten.

Ich, live

RPC 2013

Ende des Monats findet in Köln die RPC statt – zum zehnten Mal. Auf der Messe wird die DORP mit Stand vertreten sein, und mich wird man entsprechend auch dort finden können.
Ich denke, ich werde auch wieder ein Interview mit DORP-TV aufnehmen, also wir mit uns selbst quasi, das verlinke ich dann Anfang Juni hier.

Und sonst

Obskur genug: Ich stehe mittlerweile in der Wiki Aventurica. Cool, oder?
Oh, und beim RPC Award könntet ihr noch abstimmen und … irgendwas gewinnen.
Wie immer gilt ansonsten: Folgt mir doch auf Twitter, wenn ihr mögt abonniert mich auf Youtube, fügt dieses Blog eurem Feedreader zu und auf Instagram bin ich ja auch. Über eine kleine Spende wider den Betriebskosten der Seite freue ich mich natürlich auch immer.

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props 14: Stacheldraht

Hallo zusammen!

Easy Props 14 ist da – und wir basteln Stacheldraht!
Also nicht irgendeinen Stacheldraht, sondern halbwegs kameraechten, LARP-tauglichen, ungefährlichen Stacheldraht, der auch noch schnell gemacht ist. So wie das sein soll.

Neu gegenüber den bisherigen Folgen ist das etwas elaboriertere Intro – ich bin mal gespannt, ob das den Leuten vielleicht gefällt. Ich fand’s cool und könnte mir durchaus vorstellen, in Zukunft häufiger so etwas zu machen. Mal sehen.
Dank an Gérard fürs Helfen (und eine gewisse Frusttoleranz, der Dreh lief insgesamt nicht gerade frei von Pannen …) sowie indirekt an die Dracon, denn die ersten 20 Sekunden konnten wir dort im Fluchttunnel des Veranstaltungsortes drehen.
Die perfekte Location zur perfekten Zeit quasi.

Viele Grüße,
Thomas

Es ist mal wieder Saison: Der RPC-Award 2016

Hallo zusammen!

rpc-awardWer hier regelmäßig mitliest oder uns beim DORPCast zuhört, der weiß ja, dass meine persönliche Meinung zum RPC Award eine gespaltene ist. Einerseits ist ein Branchenpreis eine gute Sache, andererseits ist ein Branchenpreis, den sich die Branche mehr oder weniger selbst verleiht, immer etwas knifflig. Einerseits bin ich ein großer Freund von Publikumspreisen, andererseits ist der RPC Award durch seine Vorauswahl schon immer recht lenkend und viel eingeschränkter als, sagen wir, der DPP.
Wie dem auch sei: Sich (völlig zu Recht!) nicht um die Befindlichkeiten eines kleinen Kreativschaffenden aus Aachen kümmernd, schicken sich die RPC und Buffed wieder an, auch in diesem Jahr feierlich eine Auszeichnung zu verleihen. Und das, ich deutete es an, unter Berücksichtigung der Wahlen ihres Publikums.

Wer obigem Link folgt, stößt auf eine Webseite, auf der in insgesamt sieben Kategorien entsprechende Wahlen getroffen werden können. In vielen Bereichen habe ich keinen persönlichen Anteil an den Produkten, wenn auch bisweilen mein Brötchengeber vertreten ist, mit Aventuria bei den Brettspielen sowie mit Super Dungeon Explorer sowie dem Battletech Feldhandbuch bei den Tabletops.
dsa5_coverBei den Rollenspielen (Kategorie 6/7) sieht das dann aber noch mal anders aus. Da ist zum einen das Grundregelwerk der fünften Edition von Das schwarze Auge nominiert; das ist die Reihe, die ich nahezu ausschließlich im Layout betreue (nicht in der Art Direction, das macht die großartige Nadine Schäkel, aber im Satz), wenngleich ich bei diesem speziellen Produkt nur die Änderungen zur zweiten Druckauflage umgesetzt habe.
Na ja, „nur“. Aber ich denke, ihr wisst schon.
Aber es gibt mehr:
v20_coverParallel steht auch die Vampire: die Maskerade – V20 Jubiläumsausgabe zur Wahl, die ich von der ersten bis zur letzten Seite (und tatsächlich durch die komplette Reihe hindurch) gelayoutet habe.
Beides sind Spiele, die mir auch schon aus privaten Runden seit teils Jahrzehnten am Herzen liegen, die ich nun mitformen kann und die hier nun zur Wahl stehen – klar, da bin ich nicht unvoreingenommen.

Ihr sollt aber wählen, was euch am Herzen liegt, was euch beeindruckt oder zumindest gefallen hat, kurzum, was ihr für das beste Produkt haltet.
Und dafür gibt es sogar Preise zu gewinnen; auch wenn ich akut gar keine Ahnung habe, was genau.
Wie dem auch sei: Habt ihr Bock? Dann kommt doch hier entlang und stimmt flott in den sieben Kategorien ab – und zur RPC sind wir dann alle gemeinsam gespannt, ob’s was geworden ist.

Viele Grüße,
Thomas

Dracon 10 – Rückblick und Video

Hallo zusammen!

Die Dracon 10 ist auch schon wieder vorüber – und schön war’s!
Einmal mehr ging es nach Rohren, in die Alte Grundschule dort, damit Condra e.V. und DORP GbR gemeinsam zum fröhlichen Spielen laden konnten.

Aber was soll ich hier große Reden schwingen, wenn ich bewegte Bilder für mich sprechen lassen kann! Ich hatte gestern Abend noch genug Zeit und kreative Energie, sodass das mittlerweile ja übliche Dankesvideo echt nicht lange auf sich warten lassen muss – und daher, ohne lange Rede:

Wie gesagt: Schön war’s!
Eine Dracon 11 ist ziemlich sicher, aber natürlich folgen nun erst Mal Kassensturz, Manöverkritik und all das übliche Nachspiel. Wenn es aber wieder soweit ist und sich die nächste Runde anbahnt, dann erfahrt ihr es natürlich auch direkt hier!
Alternativ lohnt sich dann natürlich auch ein Besuch der offiziellen Seite, auf der es auch bereits seit gestern die Fotogalerie zur Runde 10 zu bestaunen gibt.

Ab und an darf ja auch noch mal was schnell gehen.

Einen tollen Start in die Woche wünsche ich!

Viele Grüße,
Thomas

Haben Sie eigentlich schon mal … über die Fahnenkorrektur nachgedacht?

Hallo zusammen!

Zugegeben, es ist eines dieser Worte, das einem wohl nur begegnet, wenn man wenigstens einen oder zwei Schritt auf irgendeinen druckenden Betrieb zugeht, aber dennoch – habt ihr schon mal von der „Fahnenkorrektur“ gehört und euch gefragt, was es damit auf sich hat?
Falls ja, dann will ich euch heute die Antwort geben. (Falls nicht, kriegt ihr sie dennoch, aber hey, was lernen schadet nie, oder?)

Direkt vorweg: Die Fahnenkorrektur hat nichts mit Flaggen zu tun. Es ist – wie so viele schöne, blumige Worte – ein Begriff aus dem Druckwesen und beschreibt einen Prozess, der recht gegen Ende einer Buch- oder Zeitungsproduktion ansteht.
Eine Druckfahne ist eine Art Korrekturabzug des final gesetzten Buches. Na ja, so final, wie es halt vor der letzten Korrekturstufe sein kann. Dieser Abzug, der gerne auch mal Korrekturbogen oder Fahnenabzug heißen kann, geht dann an den Korrektor, in manchen Fällen aber auch an den Autor, und man macht sich daran, die letzten Fehler im Satz zu finden. Egal, ob es nun textliche Fehler sind, die durchs Lektorat schlüpfen konnten, oder auch Pannen, die im Layout entstanden sind – hier geht es ihnen hoffentlich allen an den Kragen.

Der Begriff ist dabei, wie sollte es anders sein, ein historischer und geht auf die Praxis zurück, wie „damals“ korrigiert wurde. Die Korrekturabzüge wurden nicht im Endformat erzeugt, sondern auf größeren Bögen dargereicht. Je nach Verfahren, Zeit und schlichter Herangehensweise konnte es etwa sein, dass je eine Doppelseite auf einem Blatt vorlag, mit viel Platz dazwischen für die entsprechenden Korrekturanmerkungen.
Es konnte aber auch sein, dass komplette Druckbögen teils sogar aufgehängt wurden, um durchgesehen zu werden. Wenn man bedenkt, dass diese Druckbögen auch gerne mal groß genug sind, um bis zu 16 Buchseiten zu beherbergen, dann beginnt man vielleicht auch schnell zu verstehen, wie die Fahne an ihren Namen gekommen ist.
(Druckbögen, auch mal ein Thema für ein anderes Mal.)
Diese Korrekturen werden dann in der analogen Form mit einem Satz recht vereinheitlichter Korrekturzeichen vorgenommen, die übrigens jeder auch daheim findet, sofern er einen Duden zuhause hat. Sie stehen in jenem Teil des Buches, der nicht alphabetisch Wörter listet und in den – meiner Erfahrung nach – die Mehrheit der nicht aus dem Sprachbereich oder der Buchbranche stammenden Leser niemals geschaut hat. Ist aber ganz spannend, vielleicht auch mal ein Thema wert, denn ich muss ehrlich sagen, die normierten Korrekturzeichen sind eindrucksvoll nützlich und können eine Menge mit wenigen Strichen angeben. Ich wünschte mir, meine Klausuren wären damals damit verstehen worden statt mit kryptischen Krakeln und konfusen Linien …

Aber dass ich gerade von der „analogen Form“ gesprochen habe, zeigt schon, dass wie in so vielen Bereichen auch hier der Computer Dinge endgültig verändert zu haben scheint. Auf der Arbeit sind unsere „Fahnen“ letztlich auch nur PDF-Dateien, die als „Korrekturabzug“ dienen. Die Anmerkungen werden entweder per Kommentarfunktion, oder je nach verwendeter App auch etwa mit einem Stylus in die PDF geschrieben und dann entsprechend vom Layout umgesetzt. Das spart Papier, hilft beim dezentralisierten Arbeiten und geht oftmals auch noch schneller. Auch wenn die Frage, ob man auf dem Papier nicht mehr Fehler findet als am Bildschirm, bis heute ein Glaubenskrieg ist – zu dem aber zumindest ich auch keine guten Daten habe, und anekdotische Evidenz reicht mir in dem Fall einfach nicht.

Dennoch habe ich auch anno 201x noch meine Kontakte mit richtigen Druckfahnen gemacht. Bei der Arbeit an Das Lied von Eis und Feuer – Das Game-of-Thrones-Rollenspiel für Mantikore in den letzten Jahren hat der Lektor/Korrektor Karl-Heinz noch ganz klassisch auf Papier gearbeitet. Ich habe die Bücher gesetzt, habe daraus PDFs gezogen, habe sie ihm gemailt, er hat sie gedruckt, kommentiert und mir per Post wieder zugeschickt.
Aber auch bei Zeitungsredaktionen gibt es das Verfahren noch. So habe ich es zumindest in einer Mantelredaktion hier beim Zeitungsverlag Aachen noch erlebt: Die Zeitungsseiten werden fertig gesetzt, dann über einen Drucker in A3 ausgegeben und zur Konferenz gegen 17 Uhr zusammengetragen. Gemeinsam beäugen die Mitarbeiter das Werk – ganz traditionell wie eine „Fahne“ aufgehängt, wenngleich an einer modernen Pinnwand –, ebenso wie ein A3-Abzug in die Korrekturabteilung gegeben wird, um dort durchgesehen zu werden.
Die Anmerkungen zu diesen analogen Korrekturfahnen werden dann wiederum in die digitale Satzdatei eingepflegt, die anschließend elektronisch an die Druckerei übergeben wird. Da greifen Analog und Digital ineinander.

Ich persönlich habe beide Verfahren schon genutzt. Meist ziehe ich meine eigenen Texte zum ersten Korrekturlesen auf Papier – das ist dann aber keine Fahne in dem Sinne, weil es vor dem Layout und damit vor dem Erzeugen druckfertiger Daten passiert – und arbeite meine Funde ein. Die Satzdatei sehe ich stattdessen mittlerweile aber bevorzugt digital am Tablet durch.
Wobei ich da auch noch nach dem perfekt Weg suche.

Aber zusammengefasst kann man sagen, dass eine Fahne in diesem Sinne eigentlich „nur“ ein Abzug der druckbereiten Layoutdatei zur letzten Fehlerdurchsicht ist.
Aber ein Abzug mit zugegebenermaßen ziemlich coolem Namen, oder?

Viele Grüße,
Thomas