Die Gans ist da! (Belege und eBook!)

Hallo zusammen!

Es hat ja einen Moment länger gedauert, aber gestern war es endlich so weit und ich konnte Die blaue Gans aus der Packstation ziehen. Und was soll ich sagen? Ich bin glücklich!
Ein gut lesbarer und klarer Druck, eine wie ich finde tolle Haptik durch den strukturgeprägten Einband und von all meinen belletristischen Veröffentlichungen bisher tatsächlich der größte Umfang, das kann sich durchaus sehen lassen. Natürlich hat sich Gaiman’s First Law beim Lesen im Buch sogleich bestätigt, aber das schien eher ein Ausreißer zu sein. Alles in allem kann ich nun also sagen, worauf ich eh gehofft hatte: Geschichten aus Condra: Die blaue Gans ist auch vom physischen Buch her ein Kauf, den ich voll und ganz empfehlen kann.

Aber vielleicht, vielleicht sind gedruckte Bücher ja gar nicht so euer Ding? Vielleicht seid ihr fort vom Printprodukt und mittlerweile rein digitale Leser? Auch kein Problem, denn die verlagsseitige Konvertierung des Buches ist abgeschlossen und auch das eBook sollte damit innerhalb der nächsten paar Tage überall auf den Markt gelangen. Amazon und eBook.de sind noch nicht soweit, während ich dies gerade schreibe, Apple dagegen waren wohl die schnellsten (und beweisen buchhändlerische Unfähigkeit, indem sie die Anthologie einfach unter dem alphabetisch ersten von vielen Autoren einsortieren; good job!). Wo ihr es beziehen möchtet, ist wie immer eure Entscheidung.
Und wie schon im Vorfeld angekündigt ist das eBook die ersten Wochen sogar vergünstigt für gerade mal €2,99 zu haben!

Auch das gedruckte Buch kann mittlerweile für glatte €12 überall bezogen werden, wo es Bücher gibt; sei beim lokalen Buchhändler eures Vertrauens oder bei der Internetkrake Amazon.
Ich hoffe, es trifft euren Geschmack und ihr habt Spaß daran!

Viele Grüße,
Thomas

PS: Habt ihr gemerkt? Das Design dieses Blogs hat sich mal wieder noch mal etwas verändert. Das Theme, zu dem ich im Winter gewechselt war, hatte doch so arge Tücken in der Mobile-Nutzung; etwas, das mir bekannt war, aber gerade in den letzten Wochen, in denen ich selber mehr mobil unterwegs war, dann doch störend auffiel.
Außerdem ist das neue Theme nicht nur wesentlich angenehmer zu lesen, sondern ermöglicht auch einige Spielereien, die ich akut in diesem Moment noch nicht nutze, für die ich aber bei möglichen kommenden Projekten schon Verwendung sähe. Insofern ist es zwar eine Abkehr von der Tradition jährlicher Redesigns, aber eine Investition in die Zukunft, denke ich.

Ich fühle mich ruhmreich – ein Rückblick auf die RPC 2015

Hallo zusammen!

Es gibt so viel zu erzählen, aber fangen wir doch mal mit dem schweren Gerät an: Ich wurde erkannt! Im Zug, Sonntag, auf dem Weg zur Messe! Von einem DORPCast-Hörer. Ich meine, wie unfassbar cool ist das denn?
So also fühlt sie sich an, diese „Entschudligung, sind Sie nicht …“-Frage. Abgefahren.
Der Hello-Internet-Podcast hat neulich (ich glaube hier, aber wer HI kennt wird verstehen, dass das gerade schwer zu rekonstruieren ist) darüber gesprochen, wie schwierig das ist, in solchen Momenten gewappnet zu sein und das richtige zu sagen, aber was definitiv am Ende erst mal bleibt ist schlicht immense Freude.

Die Ruhe vor dem Sturm – scheuseliges Handyfoto vor der Eröffnung am Samstag

Die Ruhe vor dem Sturm – scheuseliges Handyfoto vor der Eröffnung am Samstag

Und das überträgt sich auch direkt zu im Grunde ausnahmslos allen Erfahrungen am DORP-Stand. Die RPC war in der Tendenz schon immer ein guter Ort für uns, um uns zu präsentieren, aber so einhelliges, zahlreiches und vielfältiges Lob wie dieses Jahr habe ich glaube ich da noch nie erfahren. Ich hatte im letzten DORPCast darum gebeten, dass Hörer ruhig mal Hallo sagen sollten und wow wurde das wahrgenommen. Schwer cool!
Es hat riesig Spaß gemacht, sowohl Teile der schweigenden, anonymen Hörermasse als auch Teile der semi-anonymen, kommentierenden Hörermasse mal von Angesicht kennenzulernen. Ihr seid alle super!

Überhaupt ist die Messe für mich ja traditionell ein ausgeprägtes Socializing-Event und das war dieses Jahr nicht anders. Ich möchte eigentlich nun gar nicht alle beim Namen nennen, weil ich dann sonst doch nur wieder jemanden vergesse, und unfair ist es noch dazu, irgendwie. Daher eher pauschal: Es war cool mit euch!
Auch spannend fand ich, dieses Jahr erstmals selbst interviewt zu werden. Gut, ein „Die DORP interviewt sich selbst“-Video haben wir auch wieder aufgenommen, aber nein, zwei weitere Interviews hab ich noch gegeben; sowie die online sind, wird hier natürlich artig getrommelt!
Wohl explizit genannt gehört aber meine Mit-DORP. Wir hatten dieses Mal doch die eher seltene Stand-Verstärkung durch Matthias, sodass wir mit fünf Leuten an unserem ohnehin im Vergleich zu den Vorjahren massiv schickeren Stand – danke an DORP-Chef Tom für die Auslage der Rollups! – endlich auch mal personell ausreichend für die zwei anstrengenden Tage gerüstet waren. Wenn keiner alleine am Stand sein soll und zugleich zwei eigentlich immer für DORP-TV die Runde machen, ist das sonst halt naturgemäß immer schwierig.
Aber so war es cool und wie ich fand richtig entspannend.

Und die Messe selbst?
Wie jedes Jahr war sie laut und etwas konfus, wenngleich wie ich persönlich fand durch eine erneute Umorganisation des Aufbaus unglaublich unübersichtlich. Es ist mit meinem Orientierungssinn in urbanen Gefilden ja bekanntlich nicht weit her, aber alter Schwede hab ich mich nicht zurechtgefunden.
Dass man auf der RPC nichts mitbekommen ist hingegen ja schon traditionell. Michael und ich haben unseren Tiefpunkt vom Vorjahr, als wir am DORP-Stand saßen und per Smartphone auf Facebook die RPC-Neuigkeiten lasen, weil wir vor Ort nichts abseits der Stände gebacken bekamen, nicht wiederholt, aber dass beispielsweise Vampire: Die Maskerade, an dem ich ja nun auch maßgeblich mitarbeite, einen RPC-Jury-Award in der Kategorie „Most promising“ erhalten hat, ist gleichsam völlig cool und vor Ort vollständig an mir vorbeigegangen.

Der DORP-Stand anno 2015 in all seiner Pracht – ich denke, wir machen uns!

Der DORP-Stand anno 2015 in all seiner Pracht – ich denke, wir machen uns!

Das Cosplay war wie jedes Jahr beeindruckend, die Marktstände draußen boten wenig Überraschungen, dafür aber auch viel Bewährtes und noch immer frage ich mich, ob das eigentlich coole Gigs für die Musiker sind oder nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein schwieriges Publikum ist, wenn ich bedenke, dass wohl ein guter Teil der Leute, die um die Open-Air-Bühne herumstehen, gar nicht wegen der Musik, sondern vor allem wegen der Fressbuden dort sind. Versuche der Publikumsinteraktion marke „Und jetzt die Männer!“, die ich gesehen habe, wirkten jedenfalls leider teils etwas verloren. Andererseits ist es halt schon irgendwie kultig, wenn man beispielsweise loszieht, sich Mittagessen zu besorgen und dann effektiv hinter einem gerade Tanzwut die Bühne rocken.
Ein guter Gig schien es dagegen für meine schreibenden Kollegen zu sein, die Lesungen vor Ort hatten. Habe jedenfalls allerlei Gutes gehört. Ich für meinen Teil bin aber froh, die Workshops auf der RPC vor einigen Jahren vorerst eingestellt zu haben; es macht dort einfach mehr Laune, mit Leuten am Stand zu sprechen.

Diverse dieser Punkte werde ich en detail auch noch mal mit Michael zusammen im kommenden DORPCast besprechen, der eben wie immer die jährliche RPC-Folge werden wird. Kurzum für hier und heute: Ich hatte Spaß, ich habe super-viele tolle, teils neue und teils bekannte Leute getroffen, die Resonanz auf DORPCast und 1W6 Freunde ist überwältigend positiv – ich hatte ein phantastisches Wochenende.

Ich freu mich auf nächstes Jahr!
(Unser DORPiger nächster Termin ist aber wie jedes Jahr die Feencon in Bonn Anfang Juli; da sind wir dann auch wieder mit Stand zugegen.)

Viele Grüße,
Thomas

Es ist nie zu früh für Katy Perry

Hallo zusammen!

Vor einigen Wochen holte mich Anke mal wieder früh morgens ab, damit wir gemeinsam Aufnahmen für das kommende Ballett-Stück Turbulento machen können. Es war sonntags und früh noch dazu, sodass ich zugegebenermaßen etwas müde auf den Beifahrersitz fiel. Sie hingegen war das sprühende Leben und wippte im Takt der Musik, was mich aufs Radio blickend zu der Aussage verleitete, es sei für mich wohl noch zu früh für Katy Perry.
Ihre Erwiderung stellt den Titel dieses Beitrags: „Es ist nie zu früh für Katy Perry“.

Wohin will ich mit dieser Mär? Irgendwie war es dieser Satz, der mich zum Nachdenken brachte, aber letztlich dann doch etwas von seinem eigentlichen Kern weg ganz woanders hinführte. Kontext.
Während meiner späten Schulzeit war ich vermutlich ein archetypischer Nerd meiner Generation. Die Musik ging von Metal bis hin zu „Mittelalter-Rock“. Das Spektrum erweiterte sich mit den Jahren etwas, aber so alles in allem blieb ich da meiner Linie treu. Sogar in einem Maße, dass mein damaliger Mit-DORP-Betreiber Marcel und ich uns gegenseitig oft mit dem jeweiligen Geschmack aufzogen, denn Marcel war damals durchaus gut im Pop zuhause. Soweit, so gut.

Mit Anke kam der Kontakt zum Ballett-Atelier und allgemein eine viel intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Tanz in mein Leben. Und damit verbunden eine ganz andere Wahrnehmung von bestimmten Musikrichtungen. Takt, „Beat“, spielt eine ganz andere Rolle, wenn es gilt, sich zu der Musik zu bewegen. Ich bin ein großer Fan von „The End“ von den Doors, es aber tanzt sich eher mühsam darauf. Es gibt einen Platz für das eine, einen Platz für das andere.
Eigentlich selbstverständlich, oder?

Nur, dass es das, je länger man mal auf andere Medienbereiche schaut, eigentlich nicht ist. Ist Star Wars besser als Star Trek? Nein, es bedient nur einen anderen Geschmack.
Popkornkino ist genausowenig schlechter als „anspruchsvolle Dramen“ wie Rockmusik schlechter ist als Klassik. Gleiches gilt für die Belletristik: Klar kann ich jetzt etwas lesen, was meine ganze Sicht auf die Welt und mein Werteverständnis auf eine Probe stellt, das mich dazu bringt, meinen Glauben oder meine Gefühle ganz neu zu hinterfragen. Nur vielleicht will ich das auch einfach nicht; vielleicht will ich gerade lieber lesen, wie James Bond die gute Tatjana Romanowa aus der Türkei schmuggelt.
Vor allem aber sollte die erste Frage, wenn einem etwas nicht zusagt, was anderen gefällt, halt niemals lauten: „Was stimmt mit dem denn nicht, dass dem das gefällt?“
Vielmehr sollte man sich fragen, aus welcher Perspektive er wohl darauf blickt, dass es ihm solche Freude bereiten kann.

Es ist nie zu früh für Katy Perry, da hatte Anke Recht.
Vielleicht ist man selbst einfach nicht der Typ dafür.
Vielleicht aber, vielleicht hört man auch einfach noch mit dem falschen Ohr hin.
Vielleicht liegt da ein Schatz, den man nur noch nicht als solchen erkannt hat.
Auf eine Prüfung kann man es wohl immer ankommen lassen. Zu verlieren hat man ja nichts.
Zu gewinnen eine Menge.

Viele Grüße,
Thomas

Ich höre deine Namen in meinem Kopf

Hallo zusammen!

Da gibt es ein lustiges Thema, das mich derzeit regelrecht heimsucht. Den Anfang machte da tatsächlich ein Blogpost meiner befreundeten Autorin Judith Vogt, in dem sie unter anderem darüber schmunzelt, dass die Namen der Kinder des Haushalts Han und Leia Solo in den Star-Wars-Romanen anno 2015 auch irgendwie asi klingen.
Das war ein guter Lacher, aber zugleich trifft es irgendwie auf einen wahren Kern. Denn einer der Gründe, warum ich Judiths Assoziation so selbst nur halb hatte, ist der, dass in meiner kleinen Welt Jaina Solo niemals „Jayna“ war. Ich war jung, als ich die Star-Wars-Romane zu lesen begann, weshalb in meinem Kopf bis heute eine sehr germanisierte Aussprache, „Dscha-Ina“ sozusagen, koexistiert. Was nicht weiter schlimm ist, denke ich, wohl aber etwas, woran man sicher vermutlich hervorragend reiben kann, wenn man das „aber anders sieht“.

(Ach ja, und für die Puristen – ich versuche das hier mal mit Lautmalerei, denn ganz ehrlich, abseits einiger Linguisten da draußen kann ohnehin keiner eine der formalisierten Lautschriften richtig lesen.)

Doch gerade der Krieg der Sterne ist damit ohnehin geschlagen, wie ich über die letzte Woche verteilt gemerkt habe, als ich die Filme noch mal schaute. Insbesondere in Episode 4 scheint ohnehin keiner zu wissen, wie man welchen Namen ausspricht. In der Besprechung des Angriffs auf den ersten Todesstern wird Leia, sonst durchgehend wie das englische Wort „layer“ mit einem a am Ende gesprochen, zu einer „Lia“, doch der König der Variationen ist Alderaan, ihr Heimatplanet.
Als Timothy Zahn in seiner Thrawn-Trilogie den Stadtplaneten im Zentrum des Imperiums Coruscant nannte, hat er den Fans denke ich ein ähnliches Ei ins Nest gelegt, doch dank der Prequels wissen wir ja mittlerweile zumindest, dass es weder „Korus-Kant“ noch „Korus-Kent“ ist, sondern „Korussant“. (Joruus C’baoth hat allerdings auch nicht geholfen, Herr Zahn.)

Jedoch ist das alles natürlich kein dem Krieg der Sterne exklusives Phänomen; wie gesagt, es verfolgt mich ein wenig. Der nächste Schritt war ein Video bei GameTrailers, das recht spürbar in eine ähnliche Nische haut:

Darin gehen sie auf Ryu aus Street Fighter ein, dessen Aussprache auf amerikanischen Schulhöfen wohl wild umstritten war. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht teilen, eine Street-Fighter-Kontroverse kenne ich aber auch. In Schleiden, meinem Eifel-Heimatdorf, gab’s einen Imbiss, den „Grill Master“, und der hatte zwei Automaten: „Street Fighter II“ und „Mortal Kombat“ – ganz klassisch also. Und Schulhof-Streitpunkt Nummero Uno war der Street-Fighter-Charakter Guile – anders als bei Jaina lag ich hier aber wohl richtig mit meiner Vermutung, dass u und e stumm sind, aber Junge hab ich da abgefahrene Varianten von gehört.
Aber auch andere Literatur ist davor nicht sicher. George Martin hat im „Lied von Eis und Feuer“ ja so ein bisschen die Marotte, den Leuten Namen zu geben, die sich an klassische englische Namen anlehnen, aber diese dennoch variieren. Eddard ist ein gutes Beispiel, teilt er sich doch sogar die Kurzform Ned mit dem klassischen Eduard, über Jon müssen wir ja gar nicht reden und auch der Titel „Ser“ statt „Sir“ spricht diese Sprache. Natürlich gilt das nicht für alle Namen in der Buchreihe, es gibt halt nur solche Fälle, aber es werden auch nicht alle auf Anhieb erkannt. Die Fernsehserie hat da zwar mittlerweile viel Angleichung betrieben, aber gerade „Cersei“ war schon Thema von mehr als einer Diskussion, der ich beiwohnen musste. Vielleicht ist es der Einfluss unserer deutschen Latein-Lesart (die ja in sich durchaus was ist, über das man streiten kann), dass Leute den Impuls verspüren, aus dem C ein K zu machen – aber tatsächlich ist auch Cersei einer dieser „schreibt sich anders, spricht sich gleich“-Namen und phonetisch identisch mit der englischen Aussprache von Circe.

Alles schön und gut, worauf will ich hinaus?
Mal davon ab, dass ich das Blog hier ja eh gerne nutze, um einfach mal laut zu denken, will ich eigentlich vor allem auf den Sachverhalt hinweisen. Er ist da, er ist ein gegebenes Phänomen und er wird vermutlich Bestand haben, solange wir Texte selber lesen. Aber zu wissen, dass wir Namen nicht ganz automatisch richtig „denken“, wenn wir ihr Schriftbild das erste Mal sehen, insbesondere bei fiktiven Namen, kann glaube ich den einen oder anderen Disput ersparen. Vielleicht ist es aber ja auch für das schreibende Volk mal ganz spannend, um es im Hinterkopf zu behalten. Die Kombination aus Judiths Blog, dem erneuten Schauen der Filme und dem GT-Video hat mich jedenfalls gedanklich auch noch mal einen Blick auf Die blaue Gans werfen lassen. Ob man die Namen meiner Geschichte dort „falsch“ aussprechen kann? Keine Ahnung.
Aber vielleicht erfahre ich es ja eines Tages im Gespräch mit Lesern einmal. Würde mich ganz ehrlich freuen.

Viele Grüße,
Thomas

Deutscher Phantastikpreis – und zwei Mal Crowdfunding

Hallo zusammen!

Deutscher Phantastik-Preis 2015

Deutscher Phantastik-Preis 2015

Der Deutsche Phantastikpreis steht wieder bevor! Auf der entsprechenden Webseite können nun in der Vorrunde wild Nominierungen abgegeben werden – vorausgesetzt, das nominierte Werk ist im Kalenderzeitraum 2014 erschienen.
Ich bin da dieses Mal „fein raus“ und hatte im vergangenen Jahr schlicht keine Publikation, die passend wäre. Kommendes Jahr reden wir dann mal über die Blaue Gans, dieses Jahr kann ich ganz neutral und guten Gewissens sagen: Hier geht’s lang!

Wie immer gilt: Publikumspreise sind mir persönlich sehr, sehr viel lieber als Preise, die von einem enigmatischen Gremium unter unklaren Umständen vergeben werden. Auch die haben ihren Platz und ihren Wert, aber die Nähe zu den Lesern selbst als der letztlich primären Instanz, die ein Buch beurteilen sollte, macht Publikumspreise in meinen Augen zu einem wesentlichen Teil unserer phantastischen Kulturlandschaft. Aber sie funktionieren sozusagen auch nur, wenn eben dieses Publikum mitspielt; nur so kann es zu einem weitgefächerten und wirklich meinungsabbildenden Ergebnis kommen.
Insofern wie immer meine Bitte: Nehmt doch teil, wenn ihr Phantastikleser seid.

V20D_UnterstützermarkeDann, ganz andere Baustelle, aber hier zumindest erwähnenswert: Die deutsche Ausgabe von Vampire: Die Maskerade hat ihr Crowdfunding-Ziel mehr als dicke überboten. 10.000 Euro war die Schwelle, die das Crowdfunding erreichen musste, 113.353 Euro sind es geworden. Das sind nicht nur fast 200 Euro pro Person, sondern auch 1.134% des angepeilten Geldwerts. Krass!
Danke!
(Wer die letzten Beiträge dazu verpasst hat: Ich schreibe das hier, weil ich die Reihe derzeit bei Ulisses setzen darf und auch einen Großteil der visuellen Gestaltung der eigentlichen Kampagne beigesteuert habe; aber auch, weil mir das Spiel selbst so am Herzen liegt.)

Und wo wir gerade quasi beim Thema sind: Mein Chef bei den Vampiren ist André Wiesler, der ja auch seinerseits Autor ist. André hat Blut geleckt was die Finanzierung durch die Massen anbelangt und schickt seinen humorvollen Mystery-Roman Protektor ebenfalls ins Rennen. Weil uns die Zusammenarbeit bei den Vampiren aber auch Spaß gemacht hat, bin ich da sozusagen wieder mit im Boot, habe ihm ein paar Grafiken erstellt – etwa die Abbildung des Buches, wie es mal aussehen soll – und die Leseprobe gesetzt. Auch da gilt: Schaut’s euch doch mal an!
(Hier gilt noch zu sagen, dass ich bei all dem Arbeitsstress bisher selbst die Kurve nicht bekommen habe, mir die Leseprobe mal mit Muße zu Gemüte zu führen, aber das ist ja das Tolle an der Aktion: Ihr müsst keine Katze im Sack kaufen, sondern könnt grob 160 (noch nicht lektorierte) Seiten gleich vorab schon lesen und, wie André so schön schreibt, schauen, ob ihr seinen Humor teilt. Mehr noch, sogar Hörbuch-Previews sind verlinkt.)
In dem Moment, wo ich dies hier schreibe, liegt das Projekt bei etwa einem Drittel des Zielwerts von 1.500 Euro und hat noch knapp über 30 Tage vor sich. Es ist ein Herzensprojekt, das merke ich jedes Mal, wenn ich mit André darüber schreibe oder rede – und schon darum drücke ich fest die Daumen, dass das seinen Weg erfolgreich gehen wird!

Viele Grüße,
Thomas